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18.09.12 - Markt Saal

"Nicht nur fliegen, sondern auch schieben" - 90 Starts beim Jugendvergleich

Wer am Wochenende im Bereich Saal unterwegs war, der sah die weißen Segelflieger, die immer wieder in die Luft stiegen. Wer dem Start einmal zusah, der hörte ein leichtes Knattern in der Luft. "Leicht zu erklären," sagt Kay Hoffmann und verweist auf den roten Fallschirm, der das Seil, mit dem das Segelflugzeug nach oben gezogen wird, wieder zur Erde bringt. 30 Teilnehmer aus zwölf Vereinen waren aus ganz Bayern gekommen, um den Besten zu küren, der dann am Bundeswettbewerb teilnehmen darf. Sie alle hatten sich für das Bayerische Jugendvergleichsfliegen bei den verschiedensten Wettbewerben qualifiziert. Die Teilnehmer kamen aus Franken, Dachau, Eichstätt, Straubing, aus Schwaben und auch aus Kehlheim, Leipheim und Zellertal.  

Wie Kay Hoffmann sagte, will das Jugendvergleichsfliegen unter dem Gesichtspunkt, das in der Ausbildung erworbene Können zu vergleichen, gegenseitiges Kennen lernen und den Gedankenaustausch der Teilnehmer und Helfer untereinander fördern. Es ist daher wünschenswert, dass neben den Pilotinnen und Piloten auch eine Vielzahl von Begleitmannschaften, aus möglichst vielen Vereinen, anreist. Der fliegerische Vergleich setzt sich aus Elementen der Segelflugausbildung zusammen. Über die Bewertung einer vorbildlichen Flugdurchführung soll das Sicherheitsbewusstsein gefördert und die Gelegenheit geschaffen werden auf fremden Flugplätzen Erfahrungen zu sammeln.   Teilnehmen kann jeder im Alter zwischen 14 und 25 Jahren, oder zwei Jahre nachdem er den Flugschein gemacht hat. Für das Landesjugendvergleichsfliegen qualifizieren  sich  die  30  besten  Teilnehmer Bayerns. Als Startarten gibt es zum einen den Windenstart oder den Motorsegler Schlepp. Natürlich waren am Wochenende zahlreiche Segelflugzeuge auf dem Gelände des Flugsportvereins Grabfeld in Saal an der Saale zu sehen, wobei einige vom örtlichen Verein gestellt wurden. Als Jury fungierten Fluglehrer aber auch erfahrene Segelflieger. Das Programm in Saal an der Saale sah am Freitag die Anreise, sowie Einweisungsflüge der Teilnehmer vor und am Abend ein gemütliches Beisammensein. Früh aufstehen hieß es am Samstag, denn bereits um 6.30 Uhr klingelte der Wecker. Nach dem Briefing und der Vergabe der Startnummer startete bereits um 9 Uhr das erste Segelflugzeug. Bis 19 Uhr mußten an diesem Tag 90 Wertungsflüge absolviert werden.   Pro Teilnehmer waren drei Flüge eingeplant, außerdem mußten 20 Fragen in der Theorie beantwortet werden. Bei den vorgeschriebenen Übungen handelte es sich um eine Rollübung, einen Kreiswechselflug und einen Kreisflug, der mit einer Überfahrt im Steigflug eingeleitet werden sollte. Wichtig war außerdem der Seitengleitflug, bei dem unter anderem das korrekte Ausklinken des Seils eine Rolle spielte.

Beim Windenstart achteten die Jurymitglieder auf das korrekte Rollen am Boden ebenso wie auf die Einhaltung der Sicherheitshöhe. Der Übergang in den Steigflug sollte weich und gleichmäßig erfolgen. Auch beim Aufsetzen des Flugzeuges war einiges zu beachten. So sollte das Aufsetzen   korrekt erfolgen und unmittelbar nach dem Ausrollen mußte die Landefläche durch die Mannschaften wieder freigemacht werden. Hier konnten sogar Strafpunkte vergeben werden.   Bei allen Übungen war der Jury wichtig, daß die Teilnehmer unter Beweis stellen, dass sie ein Segelflugzeug koordiniert um alle drei Achsen bewegen oder auch eine Steigfluglage "gefühlvoll" einleiten. All diese Übungen sind Vorgabe, um am Bundesjugendvergleichfliegen teilnehmen zu können. In zwei Wochen ist der Flugsportverein Grabfeld aus Saal beim Bundesjugendvergleichsfliegen in Neuruppin bei Berlin mit dabei, sagt Kay Hoffmann. Grund dafür ist der Sieg von Lukas Schlembach bei der Einzelwertung im fränkischen Jugendvergleichsfliegen am Fluggelände in Oberleichtersbach (wir berichteten). Mit dabei sind dann zur Unterstützung am Boden die "Franconia Falcons" mit Fahnen und T-Shirts. Eine Vereinigung der fränkischen Segelflieger, Wer beim bayerischen Jugendvergleichsfliegen im Jahr 2013 die bayerischen Farben vertritt, entschied sich am Sonntag.    

Auf den Fotos: Auf dem Flugplatz des Flugsportvereins Grabfeld in Saal an der Saale war am Wochenende einiges los. 30 Jugendliche aus zwölf bayerischen Flugsportvereinen ermittelten hier den Sieger, der Bayern beim Bundesjugendvergleichsfliegen vertritt. Foto: Friedrich   Nicht nur fliegen, sondern auch schieben, hieß es am Samstag am Flugplatz in Saal an der Saale, wo das bayerische Jugendvergleichsfliegen stattfand. Unser Foto zeigt die Teilnehmer des Aero Club Bamberg. Foto: Friedrich   Die "Franconia Falcons" unterstützen in zwei Wochen Lukas Schlembach, der am Bundes Jugendvergleichsfliegen in Neuruppin bei Berlin teilnimmt. Mit T-Shirts, Fähnchen und Fahnen machen sie auf sich aufmerksam. Saaler Flieger sicherten sich den Bayerischen Meister Titel  

Beim bayerischen Jugendvergleichsfliegen auf dem Fluggeländes Flugsportvereins Grabfeld in Saal an der Saale sicherte sich der Flugsportverein Grabfeld den Meistertitel und vertritt 2013 Bayern auf Landesebene. In der Vereinswertung lag der FSV Grabfeld auf Platz eins. In der Einzelwertung  gab es unter den 30 Teilnehmern folgende Ergebnisse: FSV Grabfeld : Platz 1 Clara Henneberger, Platz, 3 Lukas Schlembach, Platz 7 Rene Bamberger. Platz 2 ging an Andreas Heil vom Rhönflug Bad Brückenau. Damit sind die ersten drei Telnehmer für das Bundesjugendvergleichsfliegen 2013 qualifiziert, sagt Kay Hoffmann vom Flugsportverein Grabfeld. Lachend fügt er an: "Frankenpower hat wieder gesiegt!"Fotos: Friedrich +++



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