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09.10.12 - Ulrichstein

"Das Wandern ist des VHCs Lust" - Herbstwanderung in der Rhön

Bei teils heiterem, teils wolkigem Herbstwetter, aber ganz ohne Regen, wanderte der VHC-Zweigverein Ulrichstein in der Rhön. Auf dem Wanderplan stand eine Ganztagestour auf dem Programm. Man traf sich morgens beim Zollhaus und fuhr mit privaten PKW in die Rhön, zum Ausgangspunkt der Wanderung, den Parkplatz „Ziegelhof". Unter der Wanderführung von Vorsitzenden Rudolf Appel ging es zunächst steil bergan Richtung „Maulkuppe". Die Maulkuppe ist eine 706 m hohe Erhebung östlich der Steinwand. Auf der Maulkuppe steht das „Runde Fuldaer Haus", das 1924 erbaut wurde und dem Rhönklub- ZV Fulda gehört.

Weiter ging es Richtung „Stellberg". Von dem Gipfel des Stellberges mit seinem großen Basaltgeröllfeld hatte man einen weiten Ausblick über das westliche Rhönvorland bis in den Vogelsberg. Der weiterere Wanderweg führte nun in das Künstlerdorf „Kleinsassen", das aber nur kurz gestreift wurde. Von dort ging es dann von 500 m sehr steil bergan auf die Milseburg. Die Milseburg ist mit 835 m die südlichste Erhebung in der Rhön. Der Berg verdankt seinen Namen einer Sage über den „Riesen Mils", der hier im Verbund mit dem Teufel sein Unwesen getrieben haben soll. Der Heilige Gangolf soll ihn schließlich bezwungen haben, worauf der „Riese Mils" sich selbst umbrachte. Der Teufel bedeckte den Leichnam schließlich mit Steinen – die heutige Milseburg.

Die Milseburg ist heute einer der bekanntesten Berge über die Region hinaus und daher ein beliebtes Ausflugsziel. Der mancherorts kahle, leicht erreichbare und dennoch exponierte Gipfelfelsen stellt einen der schönsten Aussichtspunkte der gesamten Rhön dar. Auf der Bergkuppe befindet sich eine Kreuzigungsgruppe aus dem Jahre 1756, unterhalb davon eine kleine Wallfahrtskapelle zu Ehren des Heiligen Gangolf − die Gangolfskapelle. Direkt unterhalb der Kapelle steht eine Ausflugsgaststätte − die Milseburghütte. Dieser Hütte mussten die VHC-ler natürlich einen Besuch abstatten. Nach einer ausgiebigen Stärkung stieg man ab und wanderte weiter über Danzwiesen, am Bubenbader Stein vorbei Richtung „Grabenhöfchen".

Der „Bubenbader Stein" ist eine waldbedeckte Höhe von 756 Metern, ein Naturdenkmal in der Hessischen Rhön. Da die Zeit schon weit voran geschritten war, beschlossen die Gruppe den Abstecher auf die Enzianhütte fallen zu lassen und es ging Richtung Fahrzeuge. Dies war allerdings noch ein sehr weiter Weg. Vorbei am Teufelstein, ein sagenumwobener 725 Meter hoher Basaltkegel. Der Teufelstein, besteht aus regellos zerstreuten Phonolithblöcken und ist sehr schwer zu besteigen. Das Naturdenkmal präsentiert sich als regelrechtes Miniaturgebirge mit Blockmeer, Basaltklippen, stehenden Säulen und „Hauptmassiv". Die bewaldeten Basaltsteinformationen des Teufelsteins liegen im Naturschutzgebiet. Von dort aus war es dann nicht mehr weit bis zum Ende der Tour. Bei der Schlusseinkehr in der Gaststätte „Ziegelhof" stellte man fest, dass man viele Höhenmeter und auch eine beachtliche Wegstrecke zurückgelegt hat.

Das Fazit, so was sollte man wiederholen. Vorsitzender Rudi Appel weist darauf hin, dass am Samstag, den 13. Oktober im Zollhaus das „Oktoberfest" startet. (gr) +++

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