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22.10.12 - Haselbach/Rhön

Herbstwetter stoppt Tradition nicht - Wendelinuswallfahrt zum Kreuzberg

Widrige Witterungsverhältnisse hat sie noch nie von ihrer Wallfahrt abhalten können, so wallten die Haselbacher auch dieses Jahr, gemäß eines alten Gelübdes wieder zum Kreuzberg. Regen empfing die zahlreichen Wallleut´, als sie am Ende des Tänkweges aus dem Wald kamen und den letzten Anstieg zum Kloster Kreuzberg in Angriff nahmen. Traditionell ist die Wendelinuswallfahrt die letzte, die somit das Wallfahrtsjahr des Klosters abschließt.

Oben angekommen, empfing sie Guardian Pater Martin Domogalla persönlich und dankte den Gläubigen, dass sie den Weg bei diesem Wetter auf sich genommen hatten, auch wenn sie diejenigen seien, die die kürzeste Wallfahrtsstrecke zur Klosterkirche zurückzulegen hätten. Pater Stanislaus schloss sich im anschließenden Wallfahrergottesdienst dem Respekt vor der Wetterfestigkeit der Haselbacher Pilger an.

Zu einer schönen Tradition ist es auch geworden, dass die Sänger und Sängerinnen des Bischofsheimer Gesangvereines Liedertafel den Gottesdienst mitgestalten. Pater Stanislaus berichtete, er wäre einige Tage zuvor an sein Versprechen aus dem Vorjahr erinnert worden, wonach er eine Predigt zum „Vaterunser" versprochen hatte. Obwohl er sich, laut eigener Angabe, nicht mehr daran erinnern konnte, wollte er sein Bestes versuchen und so las er eine Geschichte vor. Sie enthielt den Dialog zwischen einem Beter und Gott, den der ja angerufen hatte und Satz für Satz des großen Gebetes und seine Bedeutung beschrieb.

Das „Vaterunser" war auch Thema der Texte und Gebete, die Wallfahrtsführerin Annemarie Höveler ausgewählt hatte. Gemeinsam mit ihrer Tochter Christine und der neu dazu gekommenen Heidi Vorndran lasen sie im Wechsel die Texte. Dabei vergisst Annemarie Höveler nie, etwas Zeit für Gespräche einzuplanen. Kurz nach Beginn der steilsten Strecke auf dem Tränkweg dürfen die Musikanten etwas verschnaufen, schleppen sie doch jedes Jahr ihre teils recht schweren Instrumente bis auf den heiligen Berg der Franken hinauf. Ab hier heißt es „jetzt ist Zeit für Begegnungen und ein persönliches Gespräch"! Den vielen Helfern wie Trägern von Kreuz, Fahnen und der Lautsprecher und Musikanten muss man immer wieder danken, wäre doch ohne sie keine Wallfahrt vorstellbar. Übrigens war der Guardian des Klosters nicht der erste Kreuzberger, der die Wallfahrer begrüßt hatte, vorher empfing sie schon das heißere Bellen von Rana und Hugo, die Bernhardiner des Klosters Kreuzberg. +++





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