Fulda/ Wächtersbach. So ein Wetter hat ein Finale einer langen Rennsaison eigentlich nicht verdient. Bei den letzten beiden Rennen des ADAC-Dunlop-Kart-Youngster-Cup am vergangenen Wochenende regnete es den ganzen Tag lang derart heftig, dass die Veranstaltung teilweise kurz vor einem Rennabbruch stand. Doch dadurch blieb es aber gleichzeitig hoch spannend in den ausgeschriebenen sieben Alters- und PS Klassen. Denn in den meisten Klassen fiel die Vergabe der Meisterschaftstitel erst am letzten Rennwochende dieses Jahres. Und da waren einige Kart-Piloten des Fuldaer AC mit von der Partie.
In der Klasse Eins, Honda GX160, konnte Elias Sauerbier (Fuldaer AC) beide Läufe gewinnen. Dies in seiner ersten Rundstrecken-Rennsaison überhaupt. Damit wird er toller Vize-Meister hinter Arthur Wagner vom Nordhäuser MSC und vor Philip Heine vom MSC Wolfhagen. Marleen Knobloch wurde hier Gesamt-Neunte.
Die Klasse Eins A, Honda GX200, hatte keine Fahrer aus Fulda. Hier gewann Nick Hancke vor Louis Klinkhammer und Fabian Schulze. Bei den World-Formula-light Piloten der Klasse Zwei holte sich Joel Jäger aus Witzenhausen nach einer tollen Aufholjagd die Meisterschaft. Ihm kam der starke Regen zu gute und gewann nicht nur auf dem Vogelsbergring beide Rennen sondern auch im Motodrom Hagen. Zweiter wurde Jonas Wagner aus Sondershausen vor Maximilian Horn vom Fuldaer AC, der diese Saison krankheitsbedingt leider nicht alle Rennen bestreiten konnte und somit auch nicht um den Titel mitfahren konnte.
Auch in Klasse Drei, World-Formula-Rookies, fiel die Entscheidung erst am letzten Wochenende. Hier setzte sich letztendlich Patrick Heller vom Fuldaer AC durch und gewann souverän beide Regenrennen. Damit ist er nicht nur Titelverteidiger dieser Klasse, sondern bereits dreifacher Meister im ADAC Youngster-Cup. René Kircher (MC Hünfeld) auf dem zweiten Platz wird aber trotzdem zufrieden sein, denn auch für ihn war es die erste Rennsaison. Platz drei geht hier an Marcel Mack vom MSC Rockenberg.
In Klasse Vier, World-Formula-Spezialisten mit Ihren 15 PS getriebenen Briggs & Stratton Motoren konnte die Entscheidung dann nicht mehr enger enden. Die beiden Fahrer Marvin Trinh vom MSC Mühlheim und Till Hassmer vom MSC Freigericht, der ebenfalls erstmalig diese Rennserie fuhr verbuchten am Ende jeweils fünf Siege und fünf zweite Plätze. So auch am finalen Wochenende, bei dem jeder jeweils ein Rennen gewann. Nur durch eine Extra-Wertung durch einen Lauf mit der ADAC Partner-Serie in Westfalen ging der Titel sensationell und mit hauchdünnen 0,4 Punkten Vorsprung an Till Hassmer.
Auch in der „Königsklasse" Fünf und Sechs, den 30 PS starken IAME X30 J und S Karts fiel die Entscheidung erst im letzten Rennen. Bei dieser hohen Motorenleistung war besonders viel fahrerisches Geschick bei dem starken Aquaplaning und der kurvenreichen, rutschigen Bahn gefragt. Jedes unbedachte Gas geben oder verlassen der Ideallinie wurde unweigerlich mit einem Dreher bestraft. Auch hier waren es nur 0,4 Punkte die den neuen Meister Joshua Knobloch vom Fuldaer AC vom zweitplatzierten Kevin Meis vom MSC Affolterbach trennte. Dritter wurde Thomas Pooth vom MSC Wolfhagen. Sieger bei den X30 Junioren wurde Darwin Daume vom RAC Borken, der damit bereits schon seine zweite Meisterschaft in Folge einfuhr. Für alle Fahrer und Techniker war es wohl ein anstrengendes Final-Wochenende. War man doch bereits schon vormittags nach den einzelnen Qualifyings durchnässt und durchgefroren. Der ADAC belohnte aber seine tollen Nachwuchs-Rennfahrer abends direkt am Ring mit einem gemeinsamen Abendessen und der Pokalübergabe an alle neuen Titelträger. Zudem erhielten alle eingeschriebenen Fahrer und alle Renn-Verantwortlichen vom ADAC schicke warme Handschuhe geschenkt.
Für alle Meister ihrer Kart-Klassen und viele platzierte Fahrer steht nun eine Einladung für eine Fahrersichtung an, die der ADAC Hessen-Thüringen am kommenden Wochenende in der Stefan-Bellof-Arena in Oppenrod veranstalten wird. Einige können danach mit einer Förderung für die nächste Rennsaison rechnen. (DU) +++