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20.11.12 - HETTENHAUSEN

Protest: Sportler trainieren nach "Rhönbahn-Fahrplan" in der Nacht

Der Schützenverein und die Sportgemeinde Hettenhausen nahmen den Bürgermeister der Stadt Gersfeld beim Wort und veranstalteten ein nächtliches Training ihrer Mannschaften. Bürgermeister Wolff vertritt die Meinung, dass die Trainingszeiten und Wettkämpfe der beiden Vereine mit dem Zugfahrplan abgestimmt werden müssen. Bei halbstündigem Kreuzungsverkehr der Züge über den ungesicherten Bahnübergang blieb nur die Möglichkeit nach Passieren des letzten Zuges um 22.18 Uhr zu beginnen. Also veranstalteten beide Vereine ein Moonlight – Training ab 22:30 Uhr. Schon auf dem Weg zum Sportgelände stellte sich trotz sternenklarer Nacht heraus, dass Fußgänger auf dem Weg dorthin ohne Taschenlampen nicht zurechtkommen, Ab der Mehrzweckhalle gibt es keine Beleuchtung mehr, schreiben die beteiligten Vereine in einer Pressemitteilung.

Doch auch für die Teilnehmer, die mit dem Auto gekommen waren, war es nicht leicht in der Dunkelheit über den nur mit Schotter befestigten, schwach beleuchteten Parkplatz zu den Sporthäusern zu kommen. Die Bogenschützen konnten nicht im Freien trainieren, weil deren Platz unbeleuchtet ist. Einzig die 1. Mannschaft der SG Hettenhausen trainierte im Freien bei Flutlicht. Allerdings werden die beiden vorhandenen Flutlichtmasten bei nächtlichen Punktspielen nicht ausreichen. Die Rückfahrt nach dem Training über die beschilderte Ausfahrt, den geschotterten und mit Schlaglöchern versehenen Waldweg zur Gichenbacher Straße nahmen nur Wenige auf sich. Viele fühlen sich schon bei Tageslicht auf diesem Weg allein unbehaglich. Auch wenn die hier erkannten Mängel behoben werden, dürfte sich ein dauerhafter Trainingsbetrieb ab 22:30 Uhr nicht bewähren.

Da sehr wenige Kinder zum Training kamen, kann man davon ausgehen, dass es deren Eltern einfach zu spät war, ihre Kleinen zum Sportplatz zu bringen. Insgesamt waren ca. 150 Teilnehmer zu dieser ungewöhnlichen Veranstaltung gekommen. Eingeladen war auch der Bürgermeister, die Mitglieder des Magistrates und alle Stadtverordneten. Von der SPD war die Hälfte der Stadtverordneten vertreten und von der CDU 1 Stadtverordneter. Von FDP, BWG und GRÜNE sei niemand erschienen. Die Veranstaltung habe auch gezeigt, dass die angeordnete Verkehrsführung überhaupt nicht akzeptabel seit und deshalb auch nicht angenommen werde, schreiben die Vereine. Dies ist auch dem Bürgermeister als oberster Ordnungshüter der Stadt Gersfeld bekannt. Insofern besteht akuter Handlungsbedarf. Die Sicherheit der Abfahrt vom Sportgelände kann nur mit der von der DB vorgelegten Sicherung des Bahnübergangs mit Halbschranken und akustischer Wahrnehmung erreicht werden. Die Stadt Gersfeld hat mit ihrer Bauleitplanung dafür gesorgt, dass die  genannten Sportanlagen nur an dieser Stelle genehmigt worden sind. Deshalb sollte die einmalige Chance mit einer derartig günstigen Finanzierung der Sicherung dieses Bahnüberganges nicht vertan werden. +++

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