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21.11.12 - Alsfeld

Vorsicht Jagd: Jäger und Freizeitsportler müssen aufeinander Rücksicht nehmen

Angesichts der herbstlichen Jagdsaison, die in vollem Gange ist, ruft der Jagdverein Alsfeld Jäger und Freizeitsportler noch einmal dazu auf, aufeinander Rücksicht zu nehmen. So habe die Debatte um die Novelle des Hessischen Waldgesetzes im Sommer gezeigt, wie leicht es zu Missverständnissen kommen könne. „Nun hat der runde Tisch von Umweltministerin Puttrich ja zum Glück vernünftige und einvernehmliche Lösungen vorgelegt", so der Vorsitzende des Jagdvereins Mario Döweling. „Natürlich dürfen Waldwege mit dem Fahrrad, zu Fuß oder zu Pferd auch weiterhin betreten werden", so Döweling weiter. Der Hauptkonflikt sei hier aber vor allem das Querfeldeinfahren mancher Radfahrer gewesen. Hier sei es nun möglich, entsprechende Strecken für diese Sportart auszuweisen, wie dies im Bereich des Hoherodskopfes bereits geschehen sei.

Das willkürliche Querfeldeinfahren sei aber aus gutem Grund verboten, schließlich würden so auch häufig Biotope mit geschützten Pflanzenvorkommen zerstört oder beeinträchtigt und der Radler könne auch nicht erkennen, ob er quer durch eine Wildruhezone fahre und somit das Wild beunruhige, was dazu führen könne, das dieses Schäden an den Bäumen verursache. Auch das weitverbreitete „Geocaching" kann zu Konflikten führen. Dabei wird eine digitale Schnitzeljagd via Internet und GPS-Ortung veranstaltet. Auch hier raten die Jäger dazu, eine Karte mitzuführen und lieber einen kleinen Umweg über befestigte Wege in Kauf zu nehmen, anstatt querfeldein zu laufen. Schließlich sei es schon zu Unfällen gekommen, als Geocacher in Steinbrüche stürzten oder unvermittelt zwischen eine Wildschweinbache und ihre Frischlinge gerieten.

In dem Zusammenhang weist der Jagdverein auch darauf hin, dass das Betreten des Waldes nach Einbruch der Dunkelheit nach dem Hessischen Jagdgesetz ohnehin nur auf den Wegen erlaubt sei. „Diese Regelung dient auch der Sicherheit", so Döweling. Die starken Schwarzwildbestände machten eine starke Bejagung erforderlich, die oft nach Einbruch der Dämmerung stattfinde. Obwohl eine Verwechslung von Mensch und Wild durch das Gebot der sorgfältigen Schussabgabe eigentlich ausgeschlossen sei, komme es immer wieder zu Unfällen. „Und auch der sorgfältigste Jäger kann nicht ahnen, dass möglicherweise 100 Meter hinter der Sau ein Geocacher durch die Büsche schleicht", so Mario Döweling. Die hohen Schwarzwildbestände lassen sich von Oktober bis Januar sehr effektiv durch gemeinsame, revierübergreifende Jagden mit mehreren Jägern und Hunden dezimieren.

Verkehrsteilnehmer sollten in diesen Novembertagen gerade auf Waldstrecken vorsichtig unterwegs sein. Jetzt finden verstärkt Treibjagden statt. Warnschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten strikt beachtet werde. Häufig ist es notwendig Waldwege mittels Beschilderung und Trassierband zu sperren. „Es empfiehlt sich, diese Bereiche dann auch zu meiden und die gewohnte Joggingstrecke oder ähnliches an diesem Tag zu wechseln, um sich nicht selbst in Lebensgefahr zu bringen", so der stellvertretende Vorsitzende Arno Eifert. Schon am nächsten Tag stehe der Weg dann in der Regel wieder für die gewohnten Aktivitäten zur Verfügung.+++

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