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- Fotos: Dr. Norbert Gescher

03.12.12 - KANU

Sascha WINGENFELD unterstützt Fuldaer Wildwasserkanuten mit Profi-Know-How

Die Hessischen Landestrainer und Sportwarte waren sich einig. Die Ergebnisse der Saison 2012 waren hervorragend. Allerdings haben die Trainer festgestellt, dass man ohne professionelle Unterstützung bei der Trainingsplanung und Trainingssteuerung der D-Kader-Athleten, nicht mehr weiter kommt. Schnell waren der Antrag an das Präsidium des Hessischen Kanuverbandes gestellt, die Probleme und Wünsche formuliert. Die Entscheidung der HKV-Vertreter ließ nicht lange auf sich warten. In einem „Pilotversuch" dürfen 2 D-Kader-Athleten aus Wiesbaden (Alicia Lamertz und Tobias Kroener) und 4 D-Kader-Athleten aus Fulda (Aaron Reith, Moritz Fladung, Jonathan Gescher, Joshua Piaskowski) auf professionelle Unterstützung bei der Trainingsgestaltung hoffen. Am 01. Dezember wurde der Startschuss in Fulda gegeben.

Der Fuldaer Pressesprecher David Piaskowski hatte die Kontakte zu Triathlet Sascha Wingenfeld und provitacoaching (http://www.provitacoaching.de/) hergestellt. Und Wingenfeld, der auch den Fuldaer Weltmeister Lars Walter trainiert, war sofort dabei. Auf der Suche nach einer Teststrecke, die ganzjährig gleiche Bedingungen (Wasserstand, Strömung, Wind, etc.) garantiert, war man auf den Pforter See gestoßen und hier traf sich das Team am Samstag bei Temperaturen von - 3 Grad. Ein großes Handycap, vor allem für die Helfer.Vor der Start erläuterte Wingenfeld den Sportlern und HKV-Trainer Harald Piaskowski das Verfahren und die Hintergründe: Um qualitativ so hochwertig wie möglich trainieren und Trainingsreize zielgenau setzen zu können, ist eine Ist-Analyse in Sachen Leistungsfähigkeit unentbehrlich.

Ähnlich wie der Tacho oder der Drehzahlmesser beim Auto bildet die richtige Trainingsbelastung für alle Sporttreibenden die Basis, um die gesetzten persönlichen Ziele zu erreichen. Häufig werden Trainingsziele verfehlt, weil die Trainingsbelastungen die eigene Leistungsfähigkeit bzw. den aktuellen Leistungszustand über- oder unterfordert haben. Beim leistungsdiagnostischen Verfahren wird die Herzfrequenz, Laktat, maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit, Werte für den persönlichen Energiestoffwechsel, Geschwindigkeit und Kraftübertragung bestimmt. Im Rahmen des heutigen Feldstufentests wird das aktuelle Trainingsniveau durch Laktatbestimmung und Pulsmessung überprüft. Empfehlungen zur individuellen Trainingsgestaltung werden nach der Auswertung am 10. Dezember gemeinsam mit Sportlern und Trainern besprochen.Nach der „eiskalten" Vorbesprechung an Land konnte der Feldtest beginnen.

Reith, Gescher und Piaskowski – Moritz Fladung musste leider krankheitsbedingt absagen – drehten Runde um Runde mit fest vorgegebenen Pulsfrequenzen, die jeweils um 15 Schläge gesteigert wurden. Bei jeder Runde nahm Sascha Wingenfeld aus einem wackligen Canadier – um ganz nah an die Sportler heran zu kommen – das Blut für die Bestimmung des Laktatwertes ab und Norbert Gescher und Harald Piaskowski ermittelten die Durchfahrzeiten und die durchschnittliche Pulsfrequenz und zeichneten diese in ein Handprotokoll auf. Mit diesen Werten werden eine computergestützte Auswertung erstellt und optimale Trainingsempfehlungen für die nächsten Monate geben. Ende Februar wird mit einem weiteren Feldtest der Trainingszustand der Athleten überprüft und eine Optimierung der Trainingspläne vorgenommen.+++

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