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07.12.12 - Termine FD

Morgen "Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariä" - Domkonzert mit Steinbach

Morgen "Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariä"

FULDA. Am 8. Dezember feiert die Kirche das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariä. Der vollständige Titel des Festes ist „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria". Es ist nicht zu verwechseln mit dem Dogma von der Jungfräulichkeit Mariens bei der Empfängnis Jesu. Nach der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis wurde die Gottesmutter Maria von jedem Makel der Erbsünde unversehrt von ihrer Mutter Anna empfangen und geboren. Papst Pius IX. verkündete das entsprechende Dogma am 8. Dezember 1854. Er hielt sich dabei an die Regel, der gemäß ein Dogma nichts wirklich Neues formuliert, sondern das in Worte fasst, was bereits geglaubt wird.

Den Gedanken dieses Dogmas, dass Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens an von der Erbschuld frei war, gibt es bereits seit vielen Jahrhunderten. Die liturgische Feier der Empfängnis Marias kam im 9. Jahrhundert von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, nach Süditalien und Sizilien; aber durchgesetzt hat sich das Fest von England her, wo der heilige Anselm von Canterbury (1033-1109) es in seinem Bistum einführte. Zu den Befürwortern der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis gehörten die Franziskanertheologen, allen voran Johannes Duns Scotus. Papst Sixtus IV. (1471-1484) führte das liturgische Fest der „Immaculata" für die gesamte katholische Kirche ein, das Konzil von Trient (1545-1565) verkündete, die Aussagen der Erbsündenlehre beträfen Maria nicht. Einen besonderen Impuls erhielt die Frömmigkeit, als die junge Müllerstochter Bernadette Soubirous im Jahr 1858 in Lourdes erklärte, ihr sei die Muttergottes erschienen, die ihr über sich selber gesagt hatte: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis."

Dabei ist sicher, dass Bernadette Soubirous diesen Begriff nicht kannte.Das Fest der Unbefleckten Empfängnis korrespondiert mit dem Fest Mariä Geburt (8. September), einem der ältesten Marienfeste, die die Stellung und die Bedeutung Mariens im Heilswerk Jesu Christi unterstreichen. Wie Mariä Himmelfahrt (15. August) und Mariä Lichtmess/Darstellung des Herrn (2. Februar) wird auch Mariä Geburt bereits seit dem 5. Jahrhundert begangen. Das Fest fasst die Vorgeschichte des Erlösungswerkes zusammen und macht die Erfüllung des Heils gegenwärtig. In Maria, der Mutter Jesu, erfüllt sich die Verheißung an Adam, Abraham und David. Als sie geboren wird, ist die Zeit erfüllt, dass Gott seinen Sohn senden kann. Maria hat vom Heiligen Geist den Sohn Gottes empfangen (Mariä Verkündigung, 25. März), der neun Monate später (25. Dezember) geboren wurde. Sie hat den erwarteten Erlöser zu den Menschen gebracht (Mariä Lichtmess) und ist wegen ihrer einmaligen Verbindung mit Jesus nach der Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen worden, was die Kirche an Mariä Himmelfahrt (15. August) feiert.

Domkonzert mit Michael Steinbach

FULDA. Am 15. Dezember, 12.05 Uhr, dürfen sich die Zuhörer im Fuldaer Dom auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das Michael Steinbach aus Emmelshausen präsentiert. Der Bogen wird gespannt von Louis Viernes 1. Symphonie mit seinen Kopfsätzen, über den altspanischen Meister Cabezòn mit seiner Vertonung des Hymnus Conditor alme siderum, über Bachs Nun komm, der Heiden Heiland bis zum hochvirtuosen Werk Präludium und Fuge g-Moll von Marcel Duprè. Ein vielfältiges und anspruchsvolles Programm.+++

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