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- Fotos: Marion Eckert

Aufstellen zum Sprinttraining: Alexander Eckert Marco Zschinzsch aus Mittenwald, ein Freund von Marcus Endres.

10.12.12 - SKILANGLAUF

Wintersportwochenende in der Rhön: Beste Bedingungen auf der Piste

Der Winter hat in der Rhön Einzug gehalten, das erste Wintersportwochenende war ein voller Erfolg. Ob in der Loipe oder auf den Pisten waren die Bedingungen bei 20 bis 30 Zentimeter Schneeauflage bestens. Der Nebel der vergangenen Wochen sorgte zudem in den Hochlagen für einen dicken Rauhreifbehang an den Bäumen, der die Rhön in ein wahres Wintermärchenland verwandelte. Für die Rhöner Langlaufmannschaft des WSV Oberweißenbrunn und TSV Poppenhausen hat am Wochenende das Schneetraining begonnen. Eigentlich wollte die Mannschaft am Wochenende zum Schneetraining nach Mittenwald fahren, doch Trainer Marcus Enders (Frankenheim) hat sich in Absprache mit den Sportlern kurzfristig entschieden, in der Rhön zu bleiben.

Zweimal täglich wurde auf den Loipen am Roten Moor trainiert. „Wir haben in der Rhön ideale Bedingungen, da müssen wir nicht in den Alpen fahren", erklärte Marcus Enders. Vom WSV Oberweißenbrunn waren die Geschwister Ricarda (21) und Alexander Eckert (19) beim Training mit dabei. Alexander Eckert, ist Mitglied im Deutschen D-Kader der Skilangläufer, er bereitet sich intensiv auf die Wettkampfsaison vor. „Die Bedingungen in der Rhön sind traumhaft. Allerdings bedauere ich, dass die Loipe in Oberweißenbrunn noch nicht präpariert wurde." Zweimal täglich wurde am Roten Moor trainiert. Das erste Rennen ist für Alexander Eckert am 22. und 23. Dezember in Oberwiesenthal, es ist der Lauf um den Deuschland Pokal." Ein Testrennen in Seefeld hat er bereits am vergangenen Wochenende absolviert. „Im großen und ganzen bin ich zufrieden, aber ich weiß, ich kann mehr als ich da ablieferte." So kommt Alexander Eckert der viele Schnee und die idealen Loipen in der Rhön gerade gelegen. „Wir können uns vor Ort auf die Wettbewerbe optimal vorbereiten." Zudem bereitet sich der 19jährige grade auf das Abitur vor, da kommt es ihm gelegen, dass keine langen Anfahrzeiten zu den Trainingsorten notwendig sind.

Seine Schwester Ricarda Eckert, wurde im vorigen Winter Bayerische Meisterin im Einzellauf über fünf Kilometer und Bayerische Meisterin im Team-Sprint, doch in diesem Winter wird sie nicht mehr an überregionalen Wettbewerben teilnehmen. „Ich habe im Oktober angefangen zu studieren, das geht jetzt vor, mir fehlt einfache die Zeit um intensiv zu trainieren." Die 21jährige Sport- und Mathematikstudentin, trainiert aber dennoch weiter, so wie es ihre Zeit erlaubt. „Ich bin froh, dass wir in der Rhön so tolle Bedingungen haben. Die Loipen sind anspruchsvoll und es das Training macht Spaß." In den ersten Wochen steht Techniktraining auf dem Programm. „Sich wieder an den Ski gewöhnen und die Feinheiten beachten. Aber auch die Gewöhnung an die Kälte ist für die Atmung wichtig."

Marcus Enders bestätigt, dass Techniktraining zu Beginn der Saison sehr wichtig ist. „Die Grundlagenausdauer kann man immer trainieren. Für die jüngeren Sportler stehen die ersten Wettbewerbe erst im Januar an. „Wir werden an regionalen Wettbewerben und am Deutschen Schülercup, sowie den hessischen Meisterschaften teilnehmen", erklärt Enders. Dass das Trainingslager nun nicht in Mittenwald sondern in der Rhön stattfand, bedauerte Enders nicht. „Wenn Schnee liegt, so wie jetzt, haben wir in der Rhön und vor allem am Roten Moor ein perfektes Trainingsgebiet." Aber auch die anderen Rhöner Loipen, am Kreuzberg und am Feuerberg sind durchaus interessante Alternativen. In der Rhön wurde in den vergangenen Jahren auch einiges getan, um die Wintersportbedingungen zu optimieren. Das Thema Loipen wurde von der Kreuzbergallianz am Kreuzberg aufgegriffen, es wurde ein Verbindung zum Bruder-Franz-Haus geschaffen, so dass Langläufer nun direkt bis zum Klosterbereich fahren können. Eine wichtige Veränderung wurde ganz aktuell im Landkreis Bad Kissingen im Bereich der Dreihüttenloipe vorgenommen.

Da in manchen Jahren die Schneelage für die tieferen Regionen der Dreihüttenloipe zum Walzen und Spuren von Loipen zu gering war, wurde die Loipenführung verändert. Der Westteil der Dreihüttenloipe, der sich zwischen Oberbacher Haus und Würzburger Haus lediglich von 611 m bis 760 m üNN bewegt, wird bis auf Weiteres aufgeben, beziehungsweise nur bei optimalen Schneelagen gespurt. Stattdessen wird eine „Osterweiterung" in den etwas höheren Lagen (zwischen 726 und 831 m) präpariert. Bei Schneehöhen ab 20 Zentimeter wird ab Berghaus Rhön, über Würzburger Haus, Basaltwerk, Kissinger Hütte und Feuerberg gespurt. Mit der Abkürzung Dreihüttenloipe am Basaltwerk wird die Runde geschlossen.(me)+++


Sprinttraining: Zweikampf zwischen Ricarda Eckert und Kilian Leitschuh.

Ideale Wintersportbedingungen herrschen in der Rhön. Die Mannschaft des TSV Poppenhausen und WSV Oberweißenbrunn beim Langlauftraining.

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