Das Jahr 2013 wird wieder ein arbeitsreiches Jahr für den Verein „Lutherweg in Hessen"; davon ist der Vorstand überzeugt und bespricht in seiner ersten Zusammenkunft nach dem Jahreswechsel die nächsten Aufgaben. Am kommenden Mittwoch den 16. Januar werden Vorstand und Beirat zu ihrer ersten gemeinsamen Sitzung nach Romrod kommen, zu der Vorsitzende Rudolf Marx eingeladen hat.
Auf der Tagesordnung stehen die Berichte über die bisherigen Tätigkeiten, die Weiterentwicklung der Ziele und die Terminplanung für 2013, die Zusammenarbeit mit der Lutherweg-Gesellschaft ebenso, wie die Entwicklung von Info-Material und ein Logo für den Verein. Parallel dazu versammelt sich der Beirat zu seiner konstituierenden Sitzung. Satzungsgemäß sollen dem Beirat Vertreter der Kirchen, der Landkreise und Kommunen, Naturschutzverbände, Wandervereine usw. angehören.
Der Beirat soll künftig die fachliche Arbeit des Vorstandes unterstützen sowie insbesondere die Vereinsinteressen durch Kontaktpflege zu den unterschiedlichen relevanten Institutionen und Persönlichkeiten regional und überregional fördern. „In diesem Jahr, spätestens 2014 soll der erste Teilabschnitt eröffnet werden", formuliert Gerold Beckmann vom Vereinsvorstand das Ziel des Teams. „Das Jubiläum im Jahr 2017 ist ein kulturelles Leuchtfeuer von internationalem Rang, diesem Anspruch wollen wir gerecht werden." Für Donnerstag den 31. Januar lädt der Verein Vertreter von Kommunen, Kirchen, Tourismusorganisationen zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ins Besucherzentrum des Regionalparks Rhein-Main in 65439 Flörsheim, Frankfurter Straße 76 ein. Von 15 bis ca. 17 Uhr soll dort das Projekt „Lutherweg in Hessen" vorgestellt und die vorgesehene Wegführung durch die Rhein-Main Region sowie die Ziele und Aufgaben des Vereins „Lutherweg in Hessen" erläutert werden.
Herzlich willkommen sind bei der Veranstaltung auch Lokalhistoriker und Geschichtsinteressierte mit regionalen Ortskenntnissen, die sich in das Projekt einbringen möchten. In den Vormittagsstunden des gleichen Tages wird der Vorstand einen Termin im Hessischen Wirtschaftsministerium wahrnehmen.
Mit der inneren Struktur des künftigen Lutherweges durch Hessen beschäftigt sich Bernd Rausch. „Es ist nicht nur damit getan, Hinweisschilder entlang des Weges aufzustellen" (z.B: an der Stelle auf dem Foto oben: Das „Museumsufer" in Romrod, Alsfelder Straße 1, der Sitz des Vereins unmittelbar an der Bundesstraße 49, der alten Handelsstraße „kurze Hessen", auf der im Jahr 1521 auch Martin Luther gereist ist.), so das Vorstandsmitglied: „Alle beteiligten Stellen, Organisationen und Personen, die den Weg aus der Taufe heben, sollen diesen auch künftig tragen und mit Leben füllen." „Das ist nun mal die Natur eines spirituellen Weges." Die Zusammenarbeit mit den Wandervereinen, den Kommunen und den örtlichen Arbeitskreisen soll die Qualität des Weges auch für die Zukunft sicherstellen. Für nachhaltige Qualitätssicherung sorgen die ehrenamtlichen Wegebetreuer, die „ihre Strecke" nach Bedarf abgehen und für die Weitergabe von Informationen verantwortlich sind. Kleine Dinge sollen selbst erledigt werden, so die Vorstellung des Vereins. Dazu könnte zum Beispiel die Erneuerung einer Wegemarkierung mit Pinsel und Farbe zählen.
Zu den Herbergen zählen Privatquartiere, Gäste-und Ferienhäuser, Pensionen, Hotels, Gaststätten, Turnhallen, Vereinsheime usw. Je nach Qualitätsanspruch bieten sie Übernachtungsmöglichkeiten für eine Nacht mit unterschiedlichen Standards an. Dem Einfallsreichtum der Herbergseltern sind dabei keine Grenzen gesetzt. Übernachtung auf dem Bauernhof mit Frühstück am Familientisch und hauseigener Leberwurst und Eiern sind dabei ebenso denkbar wie Gast bei einem Rentnerehepaar, das seine Einliegerwohnung für Pilger öffnet, diese mit Pflaster und guten Worten versorgt oder den Gemeindesaal, wo es noch einen Reisesegen vom Pastor gibt. „Ich finde", so Rausch, „das beschreibt genau die Form von Gastfreundschaft, die in den Regionen unseres Hessenlandes schon immer vorhanden war."
Bereits jetzt liegen dem Verein Anfragen von Personen und Gruppen vor. „Wir haben diese Anfragen diskutiert, und die Idee entwickelt, solange noch keine Schilder stehen, für einzelne Streckenabschnitte Scouts einzusetzen, die Gruppen ein Stück durch die Heimatgemarkung begleiten und an den nächsten Scout übergeben. Hierfür suchen wir noch Freiwillige", so Hans-Werner Krug.
Nach der Evaluierung des Weges findet der Verlauf Eingang in Landkarten und digitale Medien. Für die Hintergrundarbeit wird die Einrichtung einer Geschäftsstelle diskutiert. „Arbeit satt, die umso schneller voran gehen wird, wie die Zahl der Mitarbeiter steigt, davon zeigt sich der Vorstand überzeugt." Die ersten Gastronomen wurden bereits als Mitglieder aufgenommen. „Für jede Interessenlage unserer Mitwirkenden haben wir eine Aufgabe, denn nur auf vielen Schultern getragen, wird der Lutherweg leben. Interessierte sind jederzeit willkommen" so die Botschaft des Vorstandes. „2013 wird ein gutes Jahr." +++