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14.01.13 - NACHGEDACHT (2)

Festhalten oder Loslassen? Gedanken von CHRISTINA LEINWEBER

Die Jahreslosung des Bibelzitates für 2013 lautet: Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13, 14)

Ist dieses Bibelzitat nur ein Vertröstung auf das, was erst noch kommen wird, nämlich das Himmelreich? Gibt es diesen Ort überhaupt und wie können wir ihn erreichen? Ersteinmal bedeutet es, dass wir uns auch schon hier - im Jetzt - ausrichten sollen, suchen sollen, nach etwas, das ewig bestehen kann. Gott ist so etwas Bleibendes, Beständiges – das bezeugt die Bibel.

Also sollen wir aufbrechen, was nimmt man mit? Was hält man fest, was lässt man los? Bleiben wir verwurzelt oder bekommen wir Flügel?

Festhalten ist immer mit Sicherheit und Gewohnheit verbunden, aber bleibt man dann nicht stehen, wenn man immer nur hält?

Loslassen heißt frei sein, neu beginnen und entwickeln. Es geht um Veränderung. Aber können die Menschen sich so einfach ändern und aufbrechen? Sind die Menschen Gewohnheitstiere oder Meister der Veränderung? Und ist Loslassen überhaupt das Geheimrezept?

Ob Festhalten oder Loslassen, beides gehört zum Leben und macht das Leben aus. Ob wir allerdings am richtigen Festhalten oder das Falsche verlassen, wird sich erst zeigen, wenn wir es tatsächlich gemacht haben. Der Philosoph Sören Kierkegaard hat es auf den Punkt gebracht: „Wir leben das Leben vorwärts, aber verstehen es rückwärts."

Sicher ist jedenfalls, auch wenn wir es nicht merken: Es geht immer weiter und wir verändern uns von ganz alleine. Und ganz sicher ist es falsch, etwas Geliebtes loszulassen, nur weil man Angst hat, es nicht festhalten zu können. (Christina Leinweber)

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ZUR PERSON:  Christina Leinweber, 1988 geboren in das „schwarze" Fulda, neun Jahre katholisch-private Schulausbildung – so war der Weg zum Theologiestudium für sie vorbestimmt und beschlossen. Es ging dann für vier Jahre Studium in das ebenso erzkatholische Paderborn. Heute ist sie freie Mitarbeiterin bei osthessen-news.de – und  bezeichnet sich selbst als liberal-theologisch und kommentiert (meist an Sonntagen) in der neuen Serie "NACHGEDACHT" Dinge des Alltags aus ihrer Sicht.  +++

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