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Start zum 1. Rhöner Bockspringen mit der DJK Waldberg hinauf zum Kreuzberg. Mit dabei Maskottchen August der Ziegenbock mit (von links) Patrick Seufert und Thorsten Ziegler, Moderator André Kessler, Mario Ziegler und Bürgermeister Detlef Beinhauer. Fotos: Eckert

Die Fans säumten die Bocksprung-Strecke. - Fotos: Marion Eckert

28.01.13 - SANDBERG

SPORTLICH! Acht-Kilometer-Bockspringen von Waldberg zum Kreuzberg

Bockspringen von Waldberg zum Kreuzberg – eine abgefahrene Idee, auf die der Vorsitzende der DJK Waldberg, Mario Ziegler, gekommen ist, um beim Vereinsgewinnspiel von Radio Primaton 10.000 Euro für die Vereinskasse zu gewinnen. Die DJK Waldberg hat das Event groß aufgezogen, über 50 Starter aus den eigenen Reihen auf die Beine gestellt und die acht Kilometer zum Kreuzberg in drei Stunden bockspringender Weise bewältigt. „Die einzigen die schlapp gemacht haben, war das Team vom Radio", feixten die jungen Männer nach dem Zieleinlauf.

Acht Kilometer zum Kreuzberg hinauf, bei Schneehöhen von 20 bis 30 Zentimeter und Temperaturen, die sich zwischen minus fünf und sieben Grad bewegten, ist an und für sich schon eine Herausforderung. Das ganze aber noch im Bocksprung, das ging schließlich doch ganz schön an die Kondition. „Aber wir haben durchgehalten. Es gab keinen Ausfall und keine Verletzten", freute sich Mario Ziegler, dass alle Teilnehmer die Aktion wohlbehalten überstanden haben.

Schon beim Start um 12 Uhr am Samstagmittag in Waldberg war die Stimmung

bestens. Die Warm-up-Party war bereits seit einer Stunde in vollem

Gange, es gab warme Getränke, Stimmungsmusik und viel gute Laune. „Wir

sind bereit. Wir holen den Sieg. Wir sind gut drauf", zeigten sich die

DJK’ler motiviert und selbstbewusst. Das Radioteam war zwar, ob der

eisigen Temperaturen, etwas skeptisch, doch Mario Ziegler erklärte.

„Minus sieben Grad, das ist für uns in Waldberg doch eine ganz normale

Wintertemperatur."

Wenn die DJK Waldberg eine Veranstaltung auf die Beine stellt, dann auch

richtig. Von Flyer, auf denen Werbung für das Vereinsvoting gemacht

wird, das nun in den nächsten zwei Wochen fällig ist, bis hin zu

T-Shirts mit dem Aufdruck „1. Rhöner Bockspringen – Waldberg-Kreuzberg"

reichten die Vorbereitungen. Die örtlichen Unternehmen zeigten sich

spendabel was die Verpflegung der Bockspringer anging und auch Bruder

Johannes-Matthias vom Kloster Kreuzberg ließ sich nicht lumpen. Es gab

Eintopf für alle, natürlich mit Bockwürsten. Er selbst verzichtete

allerdings auf eine aktive Teilnahme am Bockspringen, mit dem Hinweis

auf seine lädierte Bandscheibe, da wollte er kein Risiko eingehen.

Sogar ein Maskottchen hatte die DJK Waldberg mit dabei. Auch wieder

stilecht, wie konnte es anders sein: ein Ziegenbock. Der Bock musste

allerdings nicht die acht Kilometer zum Kreuzberg bewältigen, er wurde

im Anhänger gefahren. Beim Startschuss allerdings war der Ziegenbock mit

dabei. Angeblich hört er auf den Namen August, was er jedoch weder in

Waldberg noch am Kreuzberg unter Beweis stellte, sondern sich eher

bockig zeigte. Zu einem echten Waldberger Gaudi-Event gehören auch

Groupie, die mit bunten Plakaten die Bockspringer tüchtig anfeuerten.

Ja und was war unterwegs so los? Von „Sauschwer" bis „Supercool"

reichten die Kommentare der Teilnehmer. „Die Kniebreche war richtig

schwer", erzählte Philipp Hillenbrand. „Aber es war Spitze", wurde er

von weiteren Teilnehmern bestätigt. „Wir sind fit, aber die Radioleute,

die mussten wir mitschleppen."

„Richtig hart es war gegen den Berg anzuspringen", wurde immer wieder

betont. Doch Mario Ziegler, der die ganze Strecken ebenfalls mit sprang

war sehr überrascht, wie schwer das Springen bergab wurde. Vom Rhönjuwel

bis zum Kloster führt die Straße leicht bergab, es war im Grunde der

Zielspurt und der wurde für die Teilnehmer richtig hart.

Beim anschließenden philosophieren was den nun schwieriger war, bergauf

oder bergab, herrschte schließlich Einigkeit, dass nach acht Kilometern

hinauf zum Kreuzberg am Ende doch alles schwierig war. „Ich weiß nicht

wieviel Millionen Wanderer und Wallfahrer schon von Waldberg zum

Kreuzberg gegangen sind, aber Bockspringen hat noch keiner gemacht",

freute sich Ziegler über den Gemeinschaftsgeist seines Vereins.

Gut verpflegt wurden die Sportler unterwegs aus dem Bergwacht-Fahrzeug

heraus. Sebastian Arnold, der das Fahrzeug der Bergwacht Waldberg fuhr,

hatte von keinen ernsthaften Verletzungen oder Wehwehchen zu berichten.

Auch wurde das Angebot bei der Bergwacht mitzufahren von keinem

Waldberger genutzt. „Nur dem Radioteam fehlte die Fuß-Kondition",

grinste er.

„Ich bin stolz, dass alle durchgehalten haben. Vor allem auf die Kleinen von der C und E Jugend und die Mädchen bin ich stolz. Das war schon hart für sie, vor allem am Berg", freute sich Mario Ziegler, dass die DJK Waldberg Zusammenhalt und Gemeinschaftsgeist unter Beweis stellten. „Ich habe vor jedem, der das mit durchgehalten hat einen enormen Respekt." Der Aufdruck auf den T-Shirts lautete 1. Rhöner Bockspringen. Auf die Frage, ob denn weitere folgen werden, wiegte Mario Ziegler bedenklich den Kopf. „Ich weiß nicht, ob ich nochmal alle dazu motivieren kann." Mit dabei wäre aber auf jeden Fall der elfjährige Silan Kiesel: „Klar bin ich wieder dabei, das kann von mir aus jeden Monat dreimal stattfinden." Auch die 14jährige Selina Schulz würde jederzeit wieder mitmachen. „Es war zwar anstrengend und ich friere, aber es war lustig. Ich wäre trotzdem wieder mit dabei."

Für Mario Ziegler hat die DJK Waldberg jetzt schon einen tollen Sieg errungen. „Wir haben es durchgezogen." Jetzt geht es für den Verein um 10.000 Euro. Ab heute kann auf der Internetseite von Radio Primaton für die DJK Waldberg gestimmt werden. (me).  +++


Endlich im Ziel! Unter dem Jubel des Publikums wurden die letzten Meter zurück gelegt.

Acht Kilometer Bockspringen von Waldberg zum Kreuzberg stecken den Waldberger zu diesem Zeitpunkt schon in den Knochen und noch immer waren sie fit und motiviert


Groß war der Jubel und die Erleichterung bei den Teilnehmern, dass die acht Kilometer wirklich bewältigt werden konnten. Vorne recht der 11jährige Silan Kiesel, der das am liebsten jede Woche machen möchte.

Bruder Johannes-Matthias konnte aufgrund seiner lädierten Bandscheibe nicht beim Bockspringen teilnehmen, aber gerne unterstützte er die DJK Waldberg bei dieser tollen Aktion. Mit im Bild Vorsitzender Mario Ziegler und Bürgermeister Detlef Beinhauer mit Frau Petra.


Gemeinsam haben sie es geschafft. Bockspringen von Waldberg zum Kreuzberg ist eine echte Herausforderung.

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