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28.01.13 - FULDA

"In dieser Form einmalig" - 25 Jahre Fuldaer SCHULTHEATERTAGE gefeiert

Die Fuldaer Schultheatertage feiern in diesem Jahr 25 Jahre und das ist ein ganz besonderes Jubiläum für die Stadt und alle theaterbegeisterten Jugendlichen. Dieser Anlass wurde am heutigen Montag im Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses gebührend gefeiert. Dr. Michael Imhof sprach zu Wegbegleitern der Schultheatertage aus der regionalen Politik, aus dem Hessischen Kultusministerium sowie SchülerInnen und LehrerInnen und denTheaterpädagogInnen und Vertreter des Landesverbandes des Schultheaters Hessen:

"Manchmal wird ein Ereignis, das zwei oder dreimal stattfindet, schon zur Tradition hochgelobt. Bei einem Viertel Jahrhundert Fuldaer Schultheatertage kann zu Recht von einer etablierten Kulturtradition gesprochen werden. Begonnen hat alles 1986 und etablierte sich ab 1990 bis heute jährlich mit Elan und Spielfreude, Einfallsreichtum, Spaß bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, ihren Lehrerinnen und Lehrern und Freude bei den Zuschauern  der Abschlussgala.  

Kulturelle Bildung war in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein neues Stichwort am pädagogischen Sternenhimmel. Im damaligen HILF hatten wir einen Riecher für kreative Unterrichtskultur.  

Das Konzept der Fuldaer Schultheatertage ist in seiner Mischung aus Lehrerfortbildung und Schülerwerkstatt hessenweit (vielleicht auch bundesweit ) in dieser Form einmalig: Theateraufführungen einer Schule sind immer Glanzlichter im Schuljahr. Sie sind ein Höhepunkt  für die jungen Darsteller, die Ag-Leiter und das Publikum. Sie tragen zum Renommee von Schule und Schultheater bei und haben einen bedeutsamen Platz im kulturellen Leben der Schule. Mein / unser ZieI war aber von Anfang an auch, Theater und szenisches Spiel zum lebendigen und selbstverständlichen Bestandteil des Unterrichtsalltags werden zu lassen.  Im Werkstattkonzept der Schultheatertage geht es um Einblicke in den Prozess des Theatermachens, die szenische Umsetzung einer Idee, die intensive Arbeit der daran Beteiligten. Die Schülerinnen und Schüler sind in die Gestaltung der Idee und deren Umsetzung intensiv eingebunden. Sie spielen nicht nach. Sie empfinden nicht nach, sondern sie empfinden und erfinden selbst, sie werden zum Träger des Darstellenden Spiels. Theater und  szenisches Spiel sollen zum Unterrichtsalltag gehören. Das Spielen, das Darstellen macht Inhalte anschaulich. Denken bekommt neue Dimensionen und gerät in Bewegung. Die Schulforschung belegt uns, dass Theaterspiel die Persönlichkeitsentwicklung in besonderer Weise positiv begünstigt, die sozialen Kompetenzen stärkt und das Lernen fördert.  Selbstbewusstes Auftreten, rhetorisches Können , Teamkompetenzen sind Qualifikationen, die heute und morgen mehr denn je auch für den  Berufsalltag gefordert werden.  

Dies war und ist nur mit  theaterbegeisterten Kolleginnen und Kollegen möglich, in den Schulen, aber auch in der Lehrerfortbildung. Die letzteren möchte ich Ihnen namentlich vorstellen:   Der Bogen spannt sich in der zeitlichen Chronologie von Christine van Endert-Saillet (Wigbert-Schule), Horst Zander (Wigbertschule), Wolfgang Hohmann (Konrad-Adenauer-Schule) über Iris Fischer (Freiherr-vom-Stein-Schule), Torsten Schumacher (Richard-Müller-Schule) bis zu Constanze Schneider (Winfriedschule), die heute die Regie übernommen hat. Sie gestalteten und gestalten die Schultheatertage inhaltlich und organisatorisch   Jeweils Ende Januar, wenn der schulische Rhythmus für einen Augenblick zur Ruhe kommt, arbeiten Theaterpädagogen/innen und Schauspieler/innen aus ganz Deutschland mit 10 schulischen Theatergruppen oder ganzen Klassen zu einem Rahmenthema. „Romeo und Julia", „Lasst es Schillern", „Traum vom  Fliegen", „Erlkönig", „Shakespeare", waren literarische Anleihen mit aktuellen Transformationen. Mit „Der Vater ist die Arbeit los", „Gewaltprävention" oder „Öko-logisch" drängte politische Brisanz auf die Bühne . 

Individuelle Wünsche gingen auf die Suche nach dem „Glück" ,  mit „Bilderrausch" traf Bilderkunst auf Theater. In diesem Jahr wird in der Weltliteratur nach szenischen Herausforderungen geblättert. Was nach drei Tagen auf den „Brettern, die die Welt bedeuten" präsentiert wird,  ist jedes Mal begeisternd. Auf das Kaleidoskop der Präsentationen können wir auch in diesem Jahr gespannt sein.   Damit dies gelingt, bedarf es Bildungspartner, die diese Ideen inhaltlich vor allem aber auch finanziell unterstützen:  die Schulträger Stadt und Landkreis Fulda sowie die Sparkasse Fulda und seit kurzem die Mediana-Unternehmensgruppe als Bildungspartner. Der Verein Zukunft Bildung Region Fulda konnte als wichtiger Mitträger gewonnen werden.  

Darstellendes Spiel hat sich aus der Nische der Theater-AG zu einem eigenständigen Fach entwickelt, das auch in der gymnasialen Oberstufe unterrichtet wird und im Abitur Prüfungsfach ist. Mehr als 10 Kollegen/innen haben die Fakultas für das Fach Darstellendes Spiel erworben, also ein abgeschlossenes Hochschulstudium für das Fach Darstellendes Spiel absolviert, mit Seminarteilnahmen, Prüfungsarbeiten und einer Examensprüfung.   Daran haben die Fuldaer Schultheatertage in unserer Fuldaer Bildungsregion einen nicht unerheblichen Anteil.   Möge dies noch lange so bleiben und die Methodik des Theaterspiels, des Darstellenden Spiels den Unterrichtsalltag bereichern und durchdringen.  

Allen, die daran in den letzten 25 Jahren mitgewirkt haben, sage ich nochmals herzlichen Dank.   Rückblicke sollten ja immer auch Vorausblicke sein:  Dieses Jubiläum soll Ermutigung und Ansporn für die nächste Zeit sein. Dies wünsche ich für unsere Schülerinnen und Schüler. Ich freue mich schon jetzt darauf, dass wir uns in 5 Jahren an dieser Stelle zum 30. Geburtstag der Fuldaer Schultheatertage wiedertreffen" +++

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