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13.03.13 - CROSSLAUF

Spannend bis zum Schluss: Ostheimer wird Zweiter bei dt. Meisterschaften

„Ich kann mich nicht dran erinnern, wann ein Crosslauf schon einmal so anspruchsvoll und hügelig war", beschreibt der Ostheimer Manuel Stöckert die diesjährige deutsche Crosslaufstrecke in Dornstetten. Die Kleinstadt im nördlichen Schwarzwald war in diesem Jahr erstmals Ausrichter der deutschen Crossmeisterschaften.

Im längsten Rennen des Tages über zehn Kilometer, die sich auf eine kleine und fünf große Runden aufteilten, stand der Rhöner Manuel Stöckert an der Startlinie. Durch seine eindrucksvollen Ergebnisse und einem starken Auftritt im November in Darmstadt wurde der Ostheimer von Experten zumindest zum erweiterten Favoritenkreis gezählt, waren doch unter anderem Olympiateilnehmer und Vizeeuropameister Arne Gabius sowie Hindernis-Ass Steffen Uliczka gemeldet, ebenso wie Darmstadtsieger Richard Ringer.

„Die ersten beiden Runden wurde ziemlich gebummelt, weil jeder gewartet hat, was Arne Gabius macht, da er vor kurzem verletzt war und niemand seine Form so richtig kannte", kommentierte Stöckert die ersten Kilometer des Rennens. Doch nach den zwei Runden wurde es Ringer und dem Ostheimer zu langsam und beide zogen mit einer Tempoverschärfung das Feld auseinander. „Vielleicht kam der Antritt ein bisschen zu früh, aber in dem Moment hat es sich  genau richtig angefühlt, mit Richard aus dem Feld rauszulaufen", erklärt der Polizist seine Taktik.

Taktik geht auf

Und diese Taktik ging am Ende für beide gut aus. Während Richard Ringer in den letzten beiden Runden ein weiteres Mal das Tempo forcierte und fortan allein von vorne lief, konnte der Ostheimer seine Geschwindigkeit weiterhin so hoch halten, dass das restliche Feld nicht mehr näher kam. Als neuer deutscher Vizemeister erreichte Stöckert schließlich exakt 40 Sekunden hinter dem starken Friedrichshafener Ringer  in 31:53 Minuten das Ziel, distanzierte aber der dritten, Steffen Uliczka, noch um 20 Sekunden. Favorit Arne Gabius hatte das Rennen bereits vorzeitig beendet. 

„Ich bin sehr glücklich mit meinem zweiten Platz. Eigentlich hatte ich mir die Top sechs vorgenommen und nur ein bisschen mit dem Treppchen geliebäugelt", freute sich der 24-jährige Ostheimer im Ziel, „Richard war eindeutig der stärkere heute. Ich hätte maximal noch 20 Sekunden auf ihn gut machen können wenn es taktisch etwas anders gelaufen wäre aber mehr auch nicht". Trainer Eberhard Helm, der seinen Schützling vor Ort gecoacht hat, war ebenfalls sehr zufrieden mit der Leistung von Stöckert. Auch ehemalige deutsche Spitzenläufer wie der Ochsenfurther Hubert Karl freuten sich am Streckenrand, dass der junge Ostheimer wieder in der absoluten deutschen Spitze zu finden ist.

„Manuel hat gerade seine dreijährige Polizeiausbildung abgeschlossen und ich bin froh, dass sein Arbeitgeber dem Laufen gegenüber positiv eingestellt ist und er somit neben der Arbeit Zeit zum trainieren hat", so Helm, „Dennoch sind die Bedingungen für Leistungssportler aus Bayern im Polizeidienst im Vergleich zum Beispiel zu den Thüringer Beamten schwieriger, da diese im Vergleich zu den Bayern von Bundesland komplett freigestellt werden." Dass es für seinen Athleten aber wahrscheinlich mit der dualen Karriere, Beruf und Sport, die bessere Variante ist, fügte er ebenfalls mit einem Schmunzeln hinzu: „Sonst würde Manuel viel zu viel machen".+++

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