Seit 15:43 Uhr am Freitagnachmittag ist es Gewissheit, wer die beiden Neuzugänge beim Tischtennis-Bundesligisten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell sind. Es handelt sich um die beiden deutschen Nationalspieler Ruwen Filus und Philipp Floritz. Beide standen seit Wochen mit dem osthessischen Bundesligisten in Kontakt. "Wir hatten noch nie so eine junge Mannschaft. Mit den beiden Neuzugängen sowie Wang Xi und Patrick Franziska wollen wir eine schlagkräftige Trainingsgruppe in Fulda aufbauen", sagte TTC-Präsident Stefan Frauenholz am Samstagnachmittag während einer Pressekonferenz in der Wilmingtonhalle in Fulda. Die Osthessen wollen in der kommenden Saison die Playoffplätze in Angriff nehmen. Filus und Floritz folgen auf die Abgänge Robert Svensson (Karriereende) und Jonathan Groth (zum Aufsteiger Hagen).
Voraussetzung für die Verpflichtung sei neben der sportlichen Qualität der beiden jungen Spieler auch die Bereitschaft, in der neuen Trainingsgruppe mit zu traineren, gewesen. "Ich möchte mich als Nummer zwei neben Wang Xi etablieren. Mich hat die Professionalität hier in Fulda überzeugt", sagte Ruwen Filus, der aus Grenzau nach Osthessen kam. Der 25-jährige Abwehrrecke gehört ebenso wie der 21-jährige Philipp Floritz aus Plüderhausen zum B-Kader der deutschen Nationalmannschaft. Beide freuen sich auch auf den Einzug in die Fuldaer Spieler-WG. "Wir haben schon von Patrick gehört, dass sie schön ist und mitten in der Stadt liegt", sagen die Neuzugänge.
Fulda als Kaderschmiede für den deutschen Nachwuchs?
Fuldas langjähriger Präsident Stefan Frauenholz, der übrigens im Sommer seinen 50. Geburtstag begehen wird, zeigte sich hocherfreut über die gelungene Verpflichtungen: „Unsere beiden Neuzugänge haben sich für ein längeres Engagement in Fulda entschieden. Wir können die nächsten drei Jahre mit ihnen planen." Zusammen mit Patrick Franziska und dem zwölfjährigen Fan Bo Meng, der es kürzlich in das deutsche Mini Kader geschafft hat, tragen kommende Saison damit 4 deutsche Kaderspieler das Maberzeller Trikot.
„Drei B-Kader Spieler in einem Team (Franziska, Filus, Floritz)", so Frauenholz weiter, „sind schon außergewöhnlich und perspektivisch könnte sogar noch Wang Xi hinzukommen, der weiterhin fleißig Deutsch lernt, um seinen Wunsch auf Einbürgerung so schnell wie möglich Wirklichkeit werden zu lassen. Wir sind damit zu einem sportlichen Zentrum für deutsche Tischtennis-Spitzensportler geworden." Auch von offizieller Seite werde diese Entwicklung wohlwollend registriert. Als hessischem Verein, der seit vielen Jahren kontinuierlich im deutschen Oberhaus spielt und gute sportliche Arbeit leistet, habe der Hessische Tischtennis Verband den Fuldaern kürzlich eine verstärkte Zusammenarbeit als Trainingszentrum vorgeschlagen, bestätigt Frauenholz: „Unsere Infrastruktur vor Ort genügt jeden Ansprüchen und bietet jungen Spielern alle Möglichkeiten, sich sportlich weiter zu verbessern." Wie die Zusammenarbeit konkret aussehen, könne, werde man in den kommenden Monaten ausloten.
Trainer Meng organisiert ständige Trainingsgruppe
Qing Yu Meng, langjähriger Chefcoach und A-Lizenztrainer Fuldas freut sich über zunehmende Arbeit. „In unserer skandinavischen Ära mit Waldi und Robert Svensson konnten wir nur punktuell ein eigenes Mannschaftstraining organisieren." Mit der kommenden Saison soll das neu formierte RhönSprudel-Team schwerpunktmäßig vor Ort trainieren und so auch schnell zusammenwachsen. Ein hochwertiges Stützpunkttraining, ergänzt durch weitere Trainingsspieler, soll die Attraktivität der Tischtennishochburg Fulda noch steigern und zu einer ständigen Einrichtung werden. Meng bastelt schon an einem möglichen Trainingsplan, der alle Anforderungen unter einen Hut bringen soll: Nationalmannschaftslehrgänge, internationale Einsätze, Mannschaftstraining, Bundesligaspieltage und denkbare Kadermaßnahmen vor Ort. Meng ist damit in seiner neuen Funktion als Trainer angekommen, nachdem er über viele Jahre hinweg auch als Spieler für den TTC auf Punktejagd in der 1. Bundesliga ging.
Ausblick auf die neue Saison
Mit dem neu formierten Team will man in der kommenden Saison wieder einen Angriff auf die Playoff-Plätze starten. „Mit unseren Neuzugängen haben wir an spielerischer und taktischer Variabilität hinzugewonnen. Sollte wir von Verletzungssorgen verschont bleiben, könnten wir besonders auch mit Hilfe unseres begeisterungsfähigen Publikums erneut zu den besten vier Teams der Liga zählen", fasst Präsident Stefan Frauenholz seine Saisonziele zusammen.
Für weitere Bilder klicken Sie auch http://osthessen-news.de/J/1219325/tischtennis-spitzenreiter--ttc-rs-fd-maberzell-gewinnt-gegen-grenzau-3-1-neu--video.html +++

Natürlich gab es auch gleich Trikots für die zwei Neuen von Schriftführerin Iris Brehl(Zweite von links) und Präsident Stefan Frauenholz (rechts).

Und die beiden spielten gleich mal eine Runde an ihrer neuen Wirkungsstätte...

Von links: Ruwen Filus, Präsident Stefan Frauenholz, Philipp Floritz, Trainer Qing Yu Meng und Klaus Zdiarstek (soll in den Vorstand gewählt werden).

Vom Virus Tischtennis gepackt: Klaus Zdiarstek kandidiert bei der nächsten Mitgliederversammlung. Er will und soll im Vorstandsgremium mitarbeiten.

VIzepräsident Claus-Dieter Schad und Schriftführerin Iris Brehl.

Von Iris Brehl gab es die neuen Trikots: hier für Ruwen Filus...

... und hier für Philipp Floritz.

Stefan Frauenholz und Claus-Dieter Schad ...

... traten gleich an der Platte gegen Floritz und Filus an.