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- Fotos: Gudrun Schmidl

Hier starten die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe
17.04.13 - BAD HERSFELD
Runde um Runde heute Gutes getan - Geistalschüler helfen Liberia
„Die Idee zu dieser Spendenaktion für Afrika hatten wir im Religionsunterricht der 10. Klassen", erzählt Elisabeth Scheer, die mit ihren Klassenkameradinnen den Informationsstand bis zu ihrem eigenen Lauf rund um den Linggplatz betreute. am heutigen Mitttwoch um halb zehn fiel der Startschuss für die Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe, die unermüdlich Runde um Runde liefen, denn für jede Runde flossen die Spenden. Dieses Geld soll dem SOS-Kinderdorf im liberischen Monrovia zu Gute kommen, in dem auch Kriegswaisen und ehemalige Kindersoldaten leben.
Vielleicht liefen die engagierten jungen Menschen noch unter dem Eindruck der Begegnung mit Michael Jentzsch, der eine Woche zuvor in der Gesamtschule Geistal und in der City-Galerie aus seinem Buch „Blutsbrüder – Unsere Freundschaft in Liberia" las. Als Kind lebte Jentzsch mit seinen Eltern, die beide Missionare waren, in Liberia. Dort lernte er Benjamin „Ben" Kwato-Zahn kennen. Die Jungen wurden Freunde und schlossen Blutsbrüderschaft. Als in Liberia Ende 1989 ein Bürgerkrieg ausbrach und Familie Jentzsch flüchtete, wurde ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.
Mit der Schilderung der ungewöhnlichen, reich bebilderten Geschichte über die bis heute andauernde Freundschaft „über die Grenzen von Hautfarben hinweg", der derzeitigen Lebenssituation in Liberia und in dem SOS-Kinderdorf faszinierte der Autor Schülerinnen und Schüler so wie alle anwesenden interessierten Gäste. Der Kontakt zu Michael Jentzsch und seine Lesungen waren Teil der Liberia-Spendenaktion, für die sich die Kinder und Jugendlichen ein Ziel gesetzt haben: „10.000 Euro und viele lachende Kinder". Michael Jentzsch versicherte, dass das ausgewählte SOS-Kinderdorf regelmäßig überprüft und von einem deutschen Management zuverlässig geführt wird. „Hier werden Kinder von der 5. bis zur 12. Klasse unterrichtet und erhalten auch eine Berufsausbildung. Das ist speziell für die Mädchen wichtig, weil sie sonst in die Prostitution gezwungen werden. Außerdem gibt es dort auch eine Klinik".
Dieses Wissen stärkte ganz offensichtlich die Motivation und den sportlichen Ehrgeiz, denn alle Läuferinnen und Läufer der fünften bis zehnten Jahrgangsstufe gaben, angefeuert von Freunden, Familie, Lehrkräften und Passanten ihr Bestes. Bei der Organisation der Spendenaktion wurden die Schülerinnen und Schüler von Elternsprecherin Manuela Struthoff und der Pädagogin Janine Apel-Herrmann tatkräftig unterstützt. Unterstützung bekamen die Geistalschüler auch von Läuferinnen und Läufern aus dem Sportleistungskurs der Modellschule Obersberg und natürlich von vielen namhaften Sponsoren und privaten Spendern. Ob sie ihr selbst gesetztes Ziel erreicht haben, steht noch nicht fest. Der Erlös wird nach Bekanntgabe hier veröffentlicht. (Gudrun Schmidl)

Victoria Bogon, Anna Lena Dick und Mareike Stippich (v.l.) am Verkaufsstand der Leckereien, die von der gesamten Schulgemeinde gebacken und gespendet wurden.

Runde um Runde Gutes tun...

Elisabeth Scheer, Violetta Liwanowa, Christina Schuch und Theresa Stahl (v.l.) informierten über den Spendenlauf zu Gunsten des SOS-Kinderdorfes in Liberia.

Obst und Getränke zur Stärkung der Läuferinnen und Läufer.

Der erste Start – die fünften Klassen eröffnen den Spendenlauf

Er läuft allen davon….

Laufen für den guten Zweck – als Nachweis gibt es bei jeder Runde einen Stempel

Pädagogin Janine Apel-Herrmann (rechts) hat die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Elternsprecherin Manuela Struthoff
bei der Organisation der Spendenaktion tatkräftig unterstützt