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- Fotos: Hendrik Urbin

22.04.13 - POPPENHAUSEN

Polizei-Kontrolle am "Grabenhöfchen" - Prävention statt "Abkassieren"

Es ist Präventionsarbeit, wo alle an einem Strang ziehen: vom Polizei-Chef über die Führungskräfte bis zum Streifenbeamten. Denn das Thema ist wichtiger denn je. Wenn die Tage länger werden und die Sonnenstunden überwiegen, treibt es die Biker zu ihren Maschinen. Doch gerade in den ersten Wochen ist besondere Vorsicht beim Umgang mit dem Zweirad geboten. Um Ausfahrten wirklich genießen zu können, sollten die Motorradfreunde sich und ihre Krafträder vor dem ersten "Ausritt" gründlich checken. Deshalb veranstaltete das Polizeipräsidium Osthessen auch in diesem Jahr wieder einen Aktionstag rund um das Thema "Sicherheit rund ums Zweirad". Alles spielte sich am Parkplatz "Grabenhöfchen" - direkt an der Bundesstraße 458 bei Poppenhausen (Rhön / Landkreis Fulda) - ab. Und es ging nicht ums "Abkassieren", sondern um die klare Aussage: "Biker, fahrt langsam!"

"Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel", sagte Polizeipräsident Alfons Georg Hoff. Der osthessische Polizei-Chef war trotz seines vollen Terminkalenders persönlich vor Ort und suchte das direkte Gespräch mit den Motorradfahrern. Auch Landrat Bernd Woide (CDU) und der Fuldaer Polizeidirektor Lothar Wiese machten mit ihren "Mopeds" eine Spritztour durch die Rhön und zeigten sich bei der Kontrollstelle. "Prävention ist eine der wichtigsten polizeilichen Aufgaben. Uns allen ist bekannt, dass es in den vergangenen Jahren viele schwere Unfälle gab, an welchen Motorradfahrer beteiligt waren. Unangepasste Geschwindigkeiten oder technische Mängel zählen zu den Hauptunfallursachen. Daher ist es mir eine Herzensangelegenheit, die Möglichkeit zu nutzen, gemeinsam mit meinem Team über die besonderen Gefahren aufzuklären", erklärte Hoff.

Eine wesentliche Aufgabe der Polizei ist neben der Prävention allerdings auch das Verfolgen von Verstößen. Polizeibeamte müssen handeln, sobald sie von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten erfahren. So mussten die Kräfte der Polizeistationen Fulda, Hilders und Hünfeld und der Direktion Verkehrssicherheit und Sonderdienste am Aktionstag dennoch einige Verwarnungen aussprechen. Bei 17 der 138 kontrollierten Motorräder stellten die Polizeikräfte technische Mängel fest - ein Biker musste sein Zweirad stehen lassen. Im Rahmen des Aktionstages wurde auch die Geschwindigkeit gemessen. Dort, wo 100 km/h erlaubt waren, fuhren 16 PKW und drei Bikes zu schnell. Der Fahrer eines Autos fuhr 140 km/h und erreichte damit die höchste Überschreitung.  Auffallend hoch war darüber hinaus die Anzahl der nicht angeschnallten Autofahrer. Insgesamt mussten die Beamten diesbezüglich 44 Verfahren einleiten.

Die Polizei war überwiegend mit langjährigen erfahrenen Beamten vor Ort, die in den Sommermonaten ihren Dienst auf dem Motorrad verrichten und richtige "Moped-Spezialisten" sind. Sie konnten sich mit den Bikern auf Augenhöhe unterhalten. Den groß angelegten Aktionstag am Grabenhöfchen unterstützten neben der DEKRA Fulda mit Experte Michael Katzer und der "Rennleitung 110" auch ein Team vom DRK-Kreisverband Fulda - sogar mit dem neuen BMW-Einsatzmotorrad. So konnten sich Interessierte etwa bei den "Profis" informieren, wie man bei einem verunfallten Zweiradfahrer richtig den Helm abnimmt und mit wenigen Handgriffen "Erste Hilfe" leisten kann. (Christian P. Stadtfeld). +++




































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