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23.04.13 - FIRMEN-NEWS

Erlebnispädagogik: TEGUT-Azubis klettern mit behinderten Menschen

PETERSBERG. "Das war eine einmalige Grenzerfahrung und ein beeindruckendes Gemeinschaftserlebnis". Fabian Wiegand, tegut... Lernender im 2.Ausbildungsjahr war begeistert nach einer Ausbildungsveranstaltung der ganz besonderen Art. Gemeinsam mit vier anderen Lernenden der tegut... Zentrale hatte er an einer Kletteraktion mit behinderten Menschen der Lebensgemeinschaft Richthof teilgenommen. Die Idee für diesen besonderen Erlebnisabend hatte das Therapeutenehepaar Daria und Norbert Löwengut. Das kleine gemeinsame Abenteuer der Lernenden und der Menschen mit Handicap sollte die Möglichkeit bieten, außerhalb der eigenen Komfortzone, in besonderen Grenzerfahrungen die eigene Wahrnehmungsfähigkeit für Situationen und Menschen zu vertiefen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ausbilder Bernhard Vey, las Daria Löwenguth mitten in der Kletterhalle aus dem Buch „Das kleine Ich bin Ich". So hatten die Beteiligten die Möglichkeit, sich mit der Atmosphäre sowie mit den etwas bedrohlich wirkenden Kletterwänden vertraut zu machen und sich über das eigene Ichbewusstsein Gedanken zu machen. Nach dieser Einführungsgeschichte hatten die Lernenden und die Behinderten die Aufgabe einige Minuten lang bewusst die Geräusche, Gerüche und Bilder in der Halle wahrzunehmen und festzuhalten. In einer anschließenden Runde stellten sich alle persönlich vor sowie ihre spezifischen Wahrnehmungen.

Als Norbert Löwenguth allen zeigte, wie man die Klettergurte anlegte und den Knoten für das sichere Absichern machte, stieg der Puls und die Anspannung doch merklich an. Anschließend ging es in Dreier Seilschaften nach oben, wobei jeder Seilschaft bewusst gemischt war mit tegut...Lernenden und „Dörflern vom Richthof. Zwei Teilnehmer am Boden sicherten jeweils den Dritten ihrer Gruppe auf seinem Weg nach oben. Unter den wachenden Augen von Norbert Löwenguth konnte jeder entsprechend seinem Wagemut und seinen Kräften seine persönlichen Grenzen bei Schwierigkeitsgrad und Höhe finden. Nach der spannenden und anstrengenden Kletterpartie, wurde das Erlebte in einer gemeinsamen Runde nachempfunden und ausgewertet. Es wurde deutlich, dass alle vor dem Klettern sich doch mehr oder weniger unsicher oder ängstlich fühlten.

Ebenso war die ganz schnell wachsende Vertrautheit mit der Aufgabe und mit den Kollegen in der Gruppe spürbar. Als alle wieder heil auf dem Boden waren, hatten sie ein besonderes Glücksgefühl über das Erlebte und Geschaffte. Der Abend endete mit einer kleinen Vesper und einem Wortspiel, bei dem zu jedem Buchstaben des eigenen Namens eine Empfindung über das soeben Erlebte notiert wurde. Beeindruckend für die Lernenden war insbesondere die Zuverlässigkeit der behinderten Menschen beim Klettern und deren Kreativität bei den Gesprächsäußerungen. Abschließend war man sich einig, dass dies nicht die letzte pädagogische Begegnung zwischen tegut Lernenden und Bewohnern der Lebensgemeinschaft Richthof gewesen sei.+++



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