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02.05.13 - REGION

Regenfeste Pilger auf dem Lutherweg: Start 2. Pilgerwanderung von Friedewald

Bei Regen und 4 Grad Außentemperatur brachen 60 Frauen und Männer auf und pilgerten vom Schlosshof in Friedwald zur Stadtkirche in Bad Hersfeld. Auf einer Strecke von 15 Kilometern entdeckten sie die grünende Natur und die regennasse schöne Landschaft. Die Pilger hörten Texte der Bibel, wanderten im Schweigen und im Gebet auf dem Weg. Sie folgten dem neuen Wegeabschnitt des geplanten Lutherweges, der von der Wartburg in Eisenach bis nach Worms führen wird. Die Wanderer genossen auch die Gastfreundschaft im alten Schulhaus in Kathus und im Gemeindehaus der Stadtkirche Bad Hersfeld.

Neben dem spirituellen Erlebnis stand vor allem das gemeinsame Wandern in der vielgestaltigen Wald-, Feld- und Wiesenlandschaft im Mittelpunkt der Veranstaltung. Auch einige Kurgäste und Gäste aus den Nachbarlandkreisen freuten sich, die Region zwischen Zollstock und Stiftsruine näher kennen zu lernen.

Wandern und sich Verwandeln als Motto

Dekan Ulrich Brill vom Kirchenkreis Hersfeld begrüßte die Pilger und ermutigte alle mit der Tageslosung „Werdet nicht träge, ..." (Hebräer 6, Vers 12). So gestärkt folgte die Gruppe dem frühlingsbunt geschmückten Pilgerkreuz. Freundlichere Bedingungen hatten sich alle gewünscht, doch das nasskalte Wetter konnte die Erwartungen nicht trüben. „Wandern – Wandeln – Sich verwandeln" war das Motto, das Pilgerpfarrer Dr. Manfred Gerland der Gruppe mit auf den Weg gab.

Historische Orte erkunden, regionale Schätze heben

Werner Kautzner (Friedewald), Karl-Heinz Otto (Kathus) und Manfred Limmeroth (Knüllgebirgsverein) führten entlang des Weges. Die Route folgt etwa der alten Handelsstraße „Kurze Hessen" - auch „Alte Straße" genannt - und bindet besondere historische Orte ein. Ob „Toter Mann", Auerhahnkreuz, Seeloch oder Pilgrimsteig – Karl-Heinz Otto konnte sachkundig über Ereignisse der örtlichen Geschichte berichten. Entlang des Solztal schlängelt sich der Weg weiter über den Obersberg hin nach Bad Hersfeld und durch die Stadt bis hin zur Stiftsruine und der Stadtkirche.

Bei der Rast in der Alten Schule in Kathus wurden die Pilger mit regionalen Spezialitäten bewirtet: Kathuser Fettebrot und Pilgerschnaps wurden gereicht. Pfarrerin Imke Leipold beschloss den Pilgertag mit einer kurzen Andacht in der Stadtkirche. Einen gemütlichen Ausklang fand das Pilgern bei Kaffee und Kuchen im Martin-Luther-Haus.

Das nächste „Pilgern auf dem Lutherweg" im Herbst 2013 wird bereits vorbereitet. +++



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