In diesem Jahr richtete der Hessische Tanzsportverband (HTV) die Großveranstaltung „Hessen tanzt" zum 40. Mal aus. Sowohl in der Fabriksporthalle als auch in der Eissporthalle im Herzen Frankfurts fanden von Samstagmorgen bis Sonntagabend zeitweise 12 Turniere parallel statt. Rund 2940 Starts in den unterschiedlichsten Leistungs- und Altersklassen im Latein- und Standardtanz wurden registriert. Auch 8 Turnierpaare des TSC Fulda nutzten die Chance, sich aktiv an diesem Tanzevent zu beteiligen.
Gleich 3 Paare starteten am Samstag in der Fabriksporthalle im Lateinturnier der Junioren I D. Die D-Klasse ist die Einstiegsklasse in den Turniersport und in der Altersgruppe der Junioren I sind die Tänzer maximal 13 Jahre alt. 27 Paare hatten sich zu diesem Turnier gemeldet. Ralf Hempel und Viktoria Muks, sowie Matthias Schreiber und Elisa Hoffmann zeigten schöne Choreographien in Cha-Cha, Rumba und Jive, konnten sich aber für die erste Zwischenrunde leider nicht qualifizieren. Timm Root und Veronika Hempel hatten etwas mehr Glück und erreichten nach der ersten auch die zweite Zwischenrunde und belegten im Turnier einen hervorragenden 9. Platz.
Mit 139 Paaren war das Turnier der Hauptgruppe B Latein mit eines der größten Startfelder bei „Hessen tanzt". In diesem Feld behaupteten sich Leon Böhm und Regina Tregulov vom TSC Fulda. Das Paar nutzte die Startmöglichkeit gleich an zwei Tagen und konnte sich samstags gegen 49 Paare und sonntags durch Erreichen der 1. Zwischenrunde sogar gegen 59 Paare durchsetzen.
Zeitgleich mit ihren Vereinskollegen betraten auch Leonardo Hillenbrand und Ana Santek die Fläche zum Jugend B Lateinturnier. Erst seit fünf Wochen trainiert das junge Fuldaer Paar die neuen Folgen für die B-Klasse und vor dem Turnier wollten sich beide gar keine großen Hoffnungen machen: „Wir wissen nicht, ob die neuen Figuren beim Turnier laufen", äußerte sich Leonardo Hillenbrand skeptisch. „Außerdem tanzen Paare mit, die schon seit fast drei Jahren in dieser Klasse starten", ergänzte Ana Santek. Aber auf dem in der Eissporthalle ausgelegten Tanzparkett schoben beide jegliche Scheu zur Seite. Aus der 31paarigen Vorrunde erreichten sie souverän die erste und zweite Zwischenrunde. Als das TSC Paar auch noch für die Finalrunde aufgerufen wurde, war die Freude riesengroß. Der jeweils 4. Platz in Samba, Cha-Cha und Rumba reichte aus, um einen 4. Platz in der Gesamtwertung zu erzielen. Nach sechs Stunden Turniermarathon mit Tanzen, Warten, Aufwärmen und Hoffen waren beide mit ihrer Leistung überaus zufrieden und freuten sich auf den nächsten Tag und einen neuen Start. Auch am Sonntag traf das TSC Paar auf ein ähnlich großes Feld.
Turnierteilnehmer waren auch die Paare der Plätze 1-3 vom Vortag. Wieder ereichten Leonardo Hillenbrand und Ana Santek über eine Vorrunde und zwei Zwischenrunden das 6paarige Finale. Obwohl die Wertungsrichter in der offenen Wertung den Fuldaern auch einige Zweien und Dreien zogen, ergab die Gesamtwertung wiederum den 4. Platz. Die Plätze 1 und 2 gingen wie am Vortag an Paare aus der Schweiz. „Dass wir uns in diesem leistungsstarken Feld so gut behaupten konnten, freut uns ganz besonders", sagt Leonardo Hillenbrand.
Zu einem „tänzerischen Verwöhnprogramm" hatten sich am Sonntagmorgen die Ränge der Eissporthalle gut gefüllt. Das Ranglistenturnier der Sen II Standardklasse wurde mit 90 Paaren aus ganz Deutschland ausgetragen. Für den TSC Fulda starteten Hans und Petra Sieling. Mit der maximalen Kreuzchenzahl erreichten die Fuldaer über eine Vorrunde die erste Zwischenrunde. Mit 32 von 35 möglichen Kreuzchen tanzten sich Hans und Petra Sieling in die Runde der letzten 12 Paare, ins Semifinale. „Welche Qualität der hessische Tanzsport bietet, sieht man alleine schon daran, dass sich vier hessische Paare unter den letzten 12 Paaren dieses Ranglistenturniers befinden", berichtet Petra Sieling. Den Einzug ins Finale verfehlten Sielings ganz knapp und ertanzten sich den Anschlussplatz an die Endrunde, einen leistungsstarken 7. Platz. +++