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Schlammschlacht in Erfurt - Fotos: Ilja Tripp
30.05.13 - FOOTBALL
Hornissenstachel ist gewetzt: Hornets zu Hause gegen Saarland
Am kommenden Sonntag empfangen Hanaus Footballhornissen im eigenen Stadion (Kick off 15:30) den Aufsteiger Saarland Steelers. Bisher sorgten die Saarländer für Überraschungen in der Liga. Nur gegen Tabellenführer Jena mussten die Steelers eine Niederlage hinnehmen. Gegen den Zweiten Bad Kreuznach erreichte der Aufsteiger ein 34:34 Unentschieden und am letzten Wochenende stellten die Steelers beim 46:00 Kantersieg gegen Schlusslicht Heiligenstein ihre Angriffsstärke eindrucksvoll unter Beweis. "Das wird jede Menge Arbeit für unsere Defense geben", orakelt Hornetsheadcoach Andy McMillan.
Obwohl der Kader der Saarländer mit sechs amerikanischen Spielern besetzt ist verlassen sie sich mit Marius Zell auf einen deutschen Quarterback. "Zell ist ein Quarterback mit einem starkem Arm der aber jederzeit selber geht und mit seinen Läufen immer wieder brandgefährlich ist", weiß McMillan: "Darauf müssen und werden wir uns einstellen".
Vor der Saison gab sich Steelers Headcoach Stefan Heiler bescheiden. Als Saisonziel wurde der Klassenerhalt ausgegeben. Dies dürfte sich nach den bisherigen Erfolgen erübrigt haben. Immerherin stellt der Aufsteiger mit durchschnittlich 28 erzielten Punkten die derzeit beste Offense der Liga. In der Defense ist ein leichter Vorteil für die Hornets auszumachen. Während Saarland im Schnitt je Spiel 18 Punkte kassierte verbuchen die Hornets Verteidiger durchschnittlich 14 Gegenpunkte.
Besonderes Augenmerk müssen die Hornets auf Entoinne Johnston einem ehemaligen SemiPro Spieler aus Kansas und Timothy Snell (Airforce Academy Div1) legen. Beide Spieler werden sowohl in der Defense als auch der Offense eingesetzt.
Obwohl die Hornets am vergangenen Wochenende mit einer 00:16 Niederlage aus der Schlammschlacht von Erfurt nach Hanau reisten ist der Wille der Hornissen ungebrochen: "Wir werden noch härter an uns arbeiten und in die Erfolgsspur zurückfinden", erklärt das Team unisono. Den Worten lassen die Spieler auch gleich Taten folgen. Für Freitag wurde auf Wunsch des Teams eine Extraschicht angesetzt. "Wenn ich mir den Saisonverlauf anschaue wird das Spiel gegen Saarland kein Pasteten Essen das heisst für uns kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen", gibt der zweite Teammanager der Hornets Norman Stein als Parole aus.
"Saarland präsentierte sich in den bisherigen Spielen im Angriff sehr variabel. Sie haben viele Optionen und die Defense ist ebenfalls in der Lage zu punkten. Darauf werden wir unser Konzept ausrichten. Wir müssen unsere Offense über eine starke Defenseleistung ins Spiel bringen. Der Gameplan muss konzentriert durchgezogen werden. Durch einen eventuellen Rückstand dürfen wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen", lässt Andy McMillan einen kleinen Einblick in sein Taktikbuch zu.
Optimistisch blickt Hornetspressesprecher Achim Korn dem Sonntag entgegen: "Wir sind aus den letzten Spielen gefestigt hervor gegangen. Dass es eine schwere Saison wird wussten wir bereits vorher. Wir befinden uns in einem Umbruch. Ich gehe davon aus dass uns eine entschlossene und geschlossene Teamleistung ein weiteres eindrucksvolles Kapitel der "Hornets Attack 2013" erleben lässt", lässt sich der Dicke nicht vom zweiten Sieg der Hornissen abbringen: "Wir sind zu Hause ungeschlagen", lässt er noch folgen. +++