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11.06.13 - AMERICAN FOOTBALL

Mainz wurde ausge-"MÖLLT" - Hornets siegen im Rhein-Main Derby

Wenn Hanau und Mainz zum Derby aufeinander treffen entwickelte sich oft ein Footballkrimi. Auch dieses Jahr erlebten die Zuschauer an ein Spannung und Dramatik kaum zu überbeitendes Rhein-Main-Derby.Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und begegneten sich auf Augenhöhe. Für die erste ?berraschung sorgen die Hornets mit ihrer Aufstellung. Als Quarterback läuft der Offensecoach Tyrone Martinek auf. Mainz beginnt das Derby mit einem Kick Off Return an die 47 yard Line der Hausherren. Dann macht Marvin Dell mit einem Solotackle erstmals auf sich aufmerksam. Die wieder stark eingestellte Hornetsdefense kann den ersten Drive der Gäste stoppen. Zwingt Mainz zum Punt.

Der Snap geht über den Punter. Hanaus Angreifer kommen in aussichtsreicher Position aufs Feld. Hanau beginnt noch zögerlich versucht übers Laufspiel zu scoren. Doch die Mainzer Defense hält dem Druck der Hausherren stand. Hanau versucht über ein Fieldgoal zu punkten. Rene Möll nimmt anlauf und zirkelt das Ei aus 25 yard zur 3:0 Führung zwischen die Pfosten. Die Gäste zeigen sich von der Hanauer Führung wenig beeindruckt. Spulen routiniert ihr Laufspiel runter. Kurz darauf stellt sich der Erfolg ein. Mainz geht per Touchdown und Extrakick mit 3:7 in Führung.

Der im letzten Jahr als Spielmacher noch zögerlich agierende Tyrone Martinek nimmt die Führungsrolle an. Routiniert führt er die Hanauer Offense aufs Feld. Bojan Sobot tankt sich mit einem 15yard Lauf zum First Down für die Gastgeber. Dann zeigt Martinek dass er es auch durch die Luft kann. 10 yard Pass auf Möll wieder heisst es First Down für Hanau. Sobot zeigt wieder einen seiner spektakulären Läufe und Martinek setzt einen weiteren Pass auf Rene Möll hinterher. Hanau jetzt kurz vor der Endzone der Rhein-Land-Pfälzer. Tyrone Martinek gerät unter Bedrängnis. Routiniert lässt er seine Gegenspieler aussteigen und erzielt mit einem 8yard Lauf den fälligen Touch Down zur 9:7 Führung.

"Tyrone war nicht wieder zu erkennen. Er hat absolut souverän gespielt. Selbst wenn er in Bedrängnis geriet hat er den Ball immer wieder zu einem kontrolliertem Pass zum First Down werfen können. Da kann ich nur meinen Hut ziehen eine Top Leistung", zeigte sich Hornetspressesprecher Achim Korn nach der Partie von Martineks Leistung tief beeindruckt.

Mainz steckt die erneute Hanauer Führung weg. Spielt weiter munter mit. Immer wieder sorgt die Nummer 21 der Gäste mit spektakulären Läufen für Raumgewinn bei den Gästen. Hanau versucht es mit einem stark spielenden Martinek immer wieder durch die Luft und kommt so zu Chancen. Hanau gerät plötzlich mehr unter Druck muss punten. Die Hornets zeigen sich selbstbewusst. Mit einem Puntfake läuft Rene Möll zum First Down für die Königsblauen. Mainz unterbricht mit einem abgefangenen Pass die Hanauer Angriffsbemühungen. Auf Hanaus Defense ist jedoch Verlass und Hanaus Angreifer kommen wieder in Ballbesitz. Hanau besitzt mittlerweile die Lufthoheit im Derby. Kommt wieder bis kurz vor die Mainzer Endzone. Doch statt vorwärts marschieren die Hornets durch viele Strafen nun Rückwärts. Wieder soll ein Fieldgoal diesmal aus 35 yards die Lösung bringen. Rene Möll, in den bisherigen Spielen mit seinen Kicks erfolgslos blieb, donnert das Ei routiniert zur Hanauer 12:7 Halbzeitführung zwischen die Stangen. "Die Snaps kamen diesmal einfach gut und ich hatte auch Zeit mich mental auf die Kicks vorzubereiten", erklärt der Publikumsliebling die wiedergewonnene Sicherheit beim kicken.

Auch nach der Pause treibt Martinek seine Offense immer wieder Richtung Mainzer Endzone. Mittlerweile zeigen sich die Hornets variabel. Versuchen mit einer gelungenen Mischung aus Pass- und Laufspiel zu punkten. Tyrone Martinek zeigt seinen starken Arm. Zieht einen langen Pass über 40 yard auf Roscoe Baptist. Ein Mainzer Verteidiger klatscht den Ball ab. Der ist noch in der Luft mit einem beherzten Satz sichert sich Roscoe Baptist das Ei in der Mainzer Endzone zur 18:7 Führung die per Extrakick von Rene Möll auf 19:7 erhöht wird.

Hanau fumbelt den Ball auf der eigenen 25 yard Line. Mainz lässt sich die Chance nicht entgehen und verkürzt per Lauf und Extrakick auf 19:14 Im Schlussquarter schenken sich beide Teams nichts. Es ist alles offen. Beide Teams können das Derby für sich entscheiden. Mainz immer wieder mit erfolgreichen Laufattacken. Mainz kann einen Pass der Hornets abfangen und präsentiert mit einem 80yard Run in die Hanauer Endzone einen fulminanten Run. Das Spielt steht auf des Messers Schneide die 19:20 Gästeführung kommt für die Hornets wie aus heiterem Himmel.

Jetzt ist sie wieder da - Die Derbydramatik wenn beide Teams in Hanau aufeinandertreffen. Die 354 Zuschauer hält nichts mehr auf den Sitzen. Die komplette Haupttribüne steht. Nur noch zwei Minuten auf der Uhr. Da nimmt sich Rene Möll ein Herz. Bekommt von Tyrone Martinek das Lederei und spurtet über 60 yard zur 25:20 Führung für Hanau. Doch noch sind 1:34 auf der Spieluhr. Mainz weiterhin brandgefährlich. Hanaus Defender stehen. Werfen sich immer wieder in die Mainzer Spielzüge und stemmen sich einem weiteren Mainzer Punktgewinn entgegen. Strafen gegen die Hornets bringen Mainz immer weiter Richtung Hanauer Endzone doch Hanaus Defender halten dem Druck stand. Solotackels von Michael Gossen, Sascha Baptist und Marvin Dell der eine überragende Partie ablieferte, sorgen dafür das Hanau den Sack zu macht und das Derby mit 25:20 für sich entscheidet.

Die kürzeste Ansprache im Huddle kam von Roscoe Baptist: "Wir sind gut genug mitspielen zu können. Jetzt rein, duscht und raus aus der Kabine ich hab heut Kabinendienst", meinte das Urgestein lachend. Hornissenheadcoach Andy McMillan hat für den Derbyerfolg eine einfache Erklärung: "Wir haben über die gesamte Spielzeit gekämpft und uns nie aufgegeben. Als Mainz das Comeback gelungen war standen wir mit dem Rücken zur Wand. Statt aber aufzugeben haben wir gekämpft und ebenfalls ein Comeback gestartet Jeder der Jungs hat heute alles gegeben und den Sieg gewollt".

"Durch meine Arbeit als Coach habe ich nun eine andere Sicht aufs Spiel und konnte mich so weiterentwickeln. Die Blocks haben ordentlich geklappt und das Team hat mir noch einmal eine zusätzliche Portion Selbstvertrauen gegeben. Ich wusste mit diesen Jungs kann heute nichts schiefgehen. Wir müssen aber weiter hart an uns arbeiten", blickt Martinek bereits der Partie am 30.6. gegen Jena entgegen.+++

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