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25.06.13 - FULDA

Brutale Gewalt ohne Grenzen - DIPPEL/CDU: "Videoüberwachung ausbauen"

Es ist brutale Gewalt, die keine Grenzen kennt. Eine 47-jährige Frau wird tagsüber im Fuldaer Schlossgarten zusammengeschlagen. Zwei Jugendliche sind tatverdächtig. Sie schlagen mit einer Eisenstange auf das wehrlose Opfer ein und lassen es schwerverletzt zurück. Die jungen Männer - 16 und 18 Jahre alt - flüchten in Richtung Innenstadt. ON berichtete bereits ausführlich darüber: http://osthessen-news.de/beitrag.php?id=1233180 . Überführt werden sie letztlich durch Bilder einer Überwachungskamera am Busbahnhof nahe des Stadtgartens. Die Kamera zeichnet permanent auf, lieferte die entscheidenden Bilder.

Der Fuldaer Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Wolfgang Dippel (CDU) kritisierte die brutale Gewalt. "Hier muss der Staat mit der ganzen Härte des Gesetzes durchgreifen." Er verbindet die zunehmende Gewalt mit dem immer weiter ausufernden Alkoholkonsum. "Videoüberwachung ist ein wichtiger Baustein für die Aufklärung von Straftaten", sagte Dippel zu osthessen-news.de. In seinen Augen haben sich die Kameras an den öffentlichen Plätzen im Stadtgebiet - etwa am Bahnhofsvorplatz oder dem Heertorplatz/Busbahnhof - bewährt. Dabei erinnerte er an den schnellen Fahndungserfolg nach den tödlichen Schüssen auf einen 17-Jährigen bei der Kinder-Akademie in Fulda. "Die Kameras leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Bürger." Deshalb kündigte Dippel an: "Wir gehen den Weg weiter und werden die Videoüberwachung an Brennpunkten weiter ausbauen." Trotz allem: der Datenschutz werde eingehalten.

Bürger, Ordnungspolizei und Landespolizei hätten beim jüngsten Vorfall im Schlossgarten hervorragend zusammengearbeitet. Der Bürgermeister sieht hier auch das Projekt der Konzeptstreife bestätigt. Das heißt: das städtische Ordnungsamt und die Landespolizei gehen gemeinsam auf Streife durch die Innenstadt. An 14 Wochen im Jahr gebe es Sondereinsätze mit gezielten Kontrollen. Fulda sei neben Frankfurt am Main die einzige Stadt in Hessen, die nach Mitternacht - vor allem am Wochenende - diese Einsätze durchführt.

Insgesamt ist die Kriminalität in Hessen zwar zurückgegangen, aber die Brutalität nimmt zu. Innenminister Boris Rhein (CDU) wertet die Videoüberwachung in Hessen als Erfolg. An überwachten Plätzen hätten sich die Straftaten erheblich reduziert, sagte er. In Hessen gibt es nach Angaben des Innenministeriums derzeit 18 Videoanlagen mit 102 Kameras, die in der Regel Bilder sieben Tage speichern. 2009 seien es noch elf Anlagen mit 48 Kameras gewesen. (Christian P. Stadtfeld). +++

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