Thomas Leipold und Camille Heintz (Schlüchtern/Luxemburg) haben den zweiten Lauf zum ADAC-Bergwinkelcup (BACC) überlegen gewonnen. Bis auf die Zweitplatzierten Hornung/Rau (Züntersbach) überholten die beiden im Finale alle Fahrzeuge und legten in 40,341 Sekunden die schnellste Rennrunde hin. Rang drei ging an den Elmer Seatpiloten Frank Börner. Nach zwei von drei Läufen führen Frank Börner (Ibiza CS) und das Duo Lukas Hornung/ Alexander Rau (Ibiza 6k) gemeinsam mit 67 Punkten.
„Endlich hat es geklappt. Ein guter Start ist die halbe Miete. Schon nach der ersten Kurve war ich vorn und habe gleich Meter gemacht", freute sich der 26-jährige Schlüchterner Thomas Leipold über den ersten Sieg beim BACC. Sein spektakulärer Fahrstil - er sticht meist in Kurve sechs innen durch - wurde nach vielen Ausfällen diesmal belohnt. Die Chancen auf den Gesamtsieg sind aber nur noch theoretischer Natur, nachdem das Tandem Leipold/Heintz beim Auftaktrennen an Position zwei liegend mit einem technischen Defekt ausgefallen war. Der routinierte Luxemburger jubelte wie ein Kind.
„Ich habe schon unzählige Rennen mitgefahren und jetzt stehe ich ganz oben auf dem Treppchen." Aussichtsreich auf Platz zwei lagen die Frankfurter Weis/Kurz/Jussi. „Wir fallen durch den zusätzlichen dritten Boxenstopp immer zurück. Es dauert halt ein wenig länger, wenn sich drei ältere Herren aus den Sitzen herausschälen", war Michael Weis über Rang sechs sichtlich zufrieden. „Wir fahren grundsätzlich zu dritt. Da spielt die Platzierung nicht die wichtigste Rolle, sondern das Prickeln im Rennen. Leipold war heute sowieso nicht zu schlagen." Seit drei Jahren sind Lukas Hornung und Alexander Rau im BACC immer vorne dabei. „Wir haben die Boxenstopps optimiert. Im Verkehr zu überholen ist auf dem Ewald-Pauli-Ring schwierig, da alle Fahrzeuge fast gleich schnell unterwegs sind", meinte der 29-jährige Züntersbacher Alexander Rau.
Und sie sparen Kraft: „Der eine fährt die Quali, der andere das Finale", verrät Lukas Hornung das Erfolgsrezept. „Dass wir in der Gesamtwertung gemeinsam mit Frank Börner vorne liegen, ist aber sensationell." Ein Kandidat fürs Treppchen ist der Elmer Frank Börner, seit es die Rennserie gibt. Aber meist fällt er bei einem der drei Läufe aus. „Mein neuesAuto ist technisch ausgereift. In diesem Jahr bin ich dran", will Börner das Image des ewigen Zweiten mit dem Titelgewinn beim großen Finale im September endlich ablegen. Dass diesmal nur 43 Piloten an den Start gingen, erklärte MSC-Vorsitzender Harald Köpf damit, dass einige Stammgäste des Bergwinkelcups im Urlaub weilten. „Es gab keinen Rennabbruch, keine schweren Unfälle. Keiner hat bei gelber Flagge überholt. Jeder war zweimal in der Box", lobte Köpf den fairen Umgang miteinander auf der Piste. Da wird sich der Wächtersbacher Sascha Hölzinger, der Vierter wurde, schwarz ärgern, dass ihn dieser Patzer beim ersten Lauf passiert ist und ihn den Sieg und 13 Punkte gekostet hat.
Mit eben diesen 13 Punkten Rückstand auf das Führungsduo ist der Klassensieg in weite Ferne gerückt. Zweiter Lauf 1. Leipold/Heintz (Schlüchtern), 60 Runden/45:05 Minuten; 2. Hornung/Rau (Züntersbach) 60/45:38; 3. Frank Börner (Elm) 59/45:25; 4. Sascha Hölzinger (Wächtersbach) 59/45:37; 5. Michael Nuffer (Bad Hersfeld) 59/45:41; 6. Weis/Kurz/Jussi (Frankfurt) 59/45:47; 7. Tobias Röth (Mömbris) 58/45:15; 8. Ralf und Lars Garten (Pohlheim) 58/45:25; 9. Hans Sachs (Mernes) 58/45:26; 10. Jörg Krebs (Frankfurt) 58/45:36.
Stand nach zwei von drei Läufen 1. Hornung/Rau (Züntersbach) und Börner (Elm) 67 Punkte; 3. Nuffer (Bad Hersfeld), Garten/Garten (Pohlheim), Sachs (Mernes) 57 Punkte; 6. Strott (Weichersbach) 55 Punkte; 7. Hölzinger (Wächtersbach) 54 Punkte; 8. Krebs/Kruck (Frankfurt) und Wasmuth (Elm) 51 Punkte; 10. Weis/Kurz/Jessi (Frankfurt) 50 Punkte. (Kelkel). +++