Nicht nur der VfL Gummersbach, sondern auch Titelverteidiger SC Magdeburg und die MT Melsungen sind beim Sparkassen-Handballcup mit weißer Weste im Turnier. Als bester Gruppenzweiter hat der TuS N-Lübbecke nach einer dramatischen Partie gegen die HSG Wetzlar das Halbfinale erreicht. In Bad Wildungen kämpfen am Samstag um 17.30 Uhr nun Gummersbach und der TuS N-Lübbecke um den Finaleinzug des Sparkassen-Handballcups. Am Donnerstag konnte der VfL mit 31:27 noch gewinnen. Im zweiten Halbfinale stehen sich am Samstag um 19.30 Uhr in Melsungen die gastgebende MT und der Titelverteidiger SC Magdeburg gegenüber. Das Endspiel ist dann für den Sonntag, 04.08.2013, um 16.30 Uhr in der Göbel Hotels Arena zu Rotenburg/Fulda angesetzt.
HSG Wetzlar – TuS N-Lübbecke 30:31 (15:16)
Es war eine rassige Partie in Bad Hersfeld, in der am Ende der TuS N-Lübbecke das bessere Ende für sich haben sollten. Bei den Ostwestfalen zeigte sich Linksaußen Max Schubert treffsicher und war am Ende sechsmal erfolgreich. Wie schon in den vorangegangenen Partien konnte bei Wetzlar Neuzugang Kent-Robin Tönnesen überzeugen und fünf Tore erzielen. In einer von der Spannung lebenden Partien, hatten beide Teams nicht ihren besten Tag mit Blick auf die Chancenverwertung. Wetzlar musste auch weiterhin auf vier Stammspieler verzichten, der TuS hat bislang vor allem Kraft und Athletik trainiert. Absetzen konnte sich keine Mannschaft, doch am Ende hatte der TuS das glücklichere Ende für sich.
SC Magdeburg – TSV Hannover-Burgdorf 40:33 (22:16)
Ein flottes Erstligaduell mit Schützenfestcharakter lieferten sich der SC Magdeburg und Hannover-Burgdorf. Gleich zu Beginn setzte sich Rojewski für den SCM in Szene, der nach neun Spielminuten seine Mannschaft mit 6:3 in Führung brachte. Der Rückraumspieler war mit fünf Treffern der Aktivposten schlechthin und regelte beinahe alles im Alleingang. Hannover hatte zunächst Probleme in der Chancenverwertung, stabilisierte sich zwischenzeitlich und ging durch Hykkerud sogar mit 10:9 in Front (17.). Doch Magdeburg ließ das kurzzeitige Hoch der Niedersachsen nicht lange bestehen. Von nun an sprang Jurecki am Kreis für die Magdeburger in die Bresche und erzielte auch mit dem Rücken zum Tor einen Treffer aus dem Handgelenk heraus. Dazu glänzte Weber mit vier Treffern vor der Halbzeitpause, meist per Tempogegenstoß. Magdeburg war die agilere Mannschaft und führte verdient mit 22:16 zur Halbzeit. Spätestens nach dem Wiederanpfiff demonstrierten die Magdeburger ihre Überlegenheit und zogen mit schnellem Kombinationsspiel Tor um Tor davon. Und nach dem 34:20 (45.) nahm man mit Blick auf das morgige Halbfinale einen Gang raus.
TBV Lemgo – MT Melsungen 21:38 (11:18)
Die Nordhessen erwischt den besseren Start und erzielten gleich die ersten beiden Treffer der Partie. Der TBV blieb noch bis zum 3:4 (8.) auf Tuchfühlung, geriet dann aber schnell ins Hintertreffen. Mit einem Zwischenspurt zog die MT auf vier Tore (5:9) davon und in der aggressiv geführten Partie kassierten Florian Kehrmann und Philipp Müller nach einer Rangelei (19.) jeweils direkt die Rote Karte. Melsungen verkraftete den Ausfall seines Rückraumspielers besser und zog bis zur Pause auf sieben Tore (11:18) davon. Den Start in die zweite Halbzeit verpatzten die Lipper, die ab der 37. Minute auch auf Hendrik Pekeler (dritte Zeitstrafe) verzichten mussten, völlig. Melsungen zog deutlich davon (11:27) und brachte den Sieg in den verbleibenden zwanzig Minuten mühelos über die Zeit.
VfL Gummersbach – HF Springe 30:21 (16:10)
Der VfL Gummersbach ist als erste Mannschaft ins Halbfinale des Sparkassen-Handballcups eingezogen. Die Oberberger feierten gegen die HF Springe den dritten Sieg und gewinnen somit mit makelloser Bilanz die Gruppe 1. Allerdings wurde die Freude des VfL durch die Verletzung von Jörg Lützelberger zum Ende der ersten Halbzeit stark getrübt. Doch nicht nur aufgrund der Verletzung konnte Trainer Emir Kurtagic den jungen Spielern viele Spielzeiten gewähren – U23-Torhüter Puhl spielte durch - und seine routinierten Stammkräfte schonen. Jan-Lars Gaubatz (8) und Raul Santos (6) präsentierten sich am torhungrigsten. Für die Handballfreunde traf einmal mehr der erstligaerfahrene Jannis Fauteck (7) am häufigsten.
ThSV Eisenach – HSC Coburg 29:25 (12:11)
Die Gastgeber aus Eisenach agierten zwar mit stahlharter Defensive und einer sehr aggressiven 6:0 Deckung. Doch Coburg erspielte sich gegen dieses Mittel mit zunehmenden Spielverlauf mehrere Möglichkeiten. Die Wartburgstädter konnten sich insbesonders auf die individuelle Spielklasse ihres Regisseurs Hannes Jon Jonsson (11 Tore) verlassen, bei Coburg übernahm der ehemalige Eisenacher Till Riehn vier Verantwortung. Es blieb ein offener Schlagabtausch, mit der Sirene erzielten die Coburger durch Vitek per Kempatrick den Anschlusstreffer zum 12:11. Unverändertes Bild im zweiten Durchgang, die Führung wechselte mehrfach und Coburg konnte eine Viertelstunde vor dem Ende bei einer knappen Führung (20:21) vom Sieg träumen. Dann war die Einwechslung von Dener Jaanima der entscheidende Schachzug. Der Este traf gut aus dem rechten Rückraum und sorgte für den 29:25-Arbeitssieg.
ESG Gensungen-Felsberg – TV Emsdetten 25:39 (12:22)
Der TV Emsdetten hatte zu Beginn große Probleme mit den Edertalern. Vor allem den Halbrechten Trogisch bekamen die Münsterländer nicht in den Griff. Und bis zur 13. Minute deutete beim Stand von 10:13 nichts auf die letztlich deutlich Niederlage hin. Die Umstellung auf die 5:1-Abwehr sollte dann aber das entscheidende taktische Mittel sein. Emsdetten kam zu schnellen Kontertoren von Boomhouwer und Lökkebö und erspielte sich bereits in Halbzei eins eine zweistellige Führung (12:22). Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich nicht viel. Gensungen bekam vor allem die Kreisläufer Thünemann und Koch nicht unter Kontrolle und geriet immer mehr ins Hintertreffen. Dass die 40-Tore-Marke nicht fiel, hatte der Viertligist seinem Torhüter Stephan Wicke zu verdanken. +++