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04.08.13 - HANDBALL

Finale Sparkassen-Handballcups: heute SC Magdeburg vs. VfL Gummersbach

1. HALBFINALE:   Der SC Magdeburg ist dem VfL Gummersbach in das Finale des Sparkassen-Handballcups gefolgt. In der mit 1100 Zuschauern gut gefüllten Stadtsporthalle zu Melsungen besiegten die Magdeburger die Hausherren aus Melsungen knapp mit 30:29. Es war eine hart umkämpfte Partie, in der sich der SCM mit seinen Tempogegenstößen und einem 4:0 zu Beginn der zweiten Halbzeit den entscheidenden Vorteil heraus spielte.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase begannen die zwei Bundesligisten konzentriert und fokussiert. Bereits früh entwickelte sich ein intensives Zweikampfverhalten, sodass sich keine großen Vorteile auf beiden Seiten entwickeln konnten. Dementsprechend gleich spiegelte sich auch der Spielstand mit 10:10 nach 18 Spielminuten.

Die Melsunger hatten ihre Vorzüge im Positionsspiel und konnten durch Johannes Sellin und seinem Mannschaftskollege Kubes auf 13:11 kurzzeitig davonziehen. Doch der SC Magdeburg war besonders gefährlich, sobald Tempo in die Partie kam. Matthias Musche verkürzte derweil für den SCM mit einem Gegenstoß. Kurze Zeit später war es erneut der Jugendnationalspieler, der mit seinem nächsten Treffer den Spielstand egalisierte. Unter großem Applaus des Publikums in Melsungen ertönte die Sirene zur 16:16 Halbzeitpause.

Mit einem Ausrufezeichen startete der SCM in die entscheidende zweite Halbzeit. Dank einem Doppelschlag durch den wurfgewaltigen Rückraumspieler Andreas Rojewski setzten die Magdeburger die Hausherren schnell unter Druck. Melsungen fand nicht schnell genug in den zweiten Durchgang und verlor den Ball in der nächsten Angriffsbewegung. Yves Grafenhorst schaltete am schnellsten und erhöhte die Führung der Magdeburger auf drei Treffer. Damit nicht genug, denn Stefan Kneer legte noch einen nach – 20:16 für die Sachsen-Anhaltiner.

Doch der MT Melsungen verarbeitete den frühen Schock mit einer engagierten Leistung und kam zurück. Nachdem Rojewski für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste, ergriff Johannes Sellin die Gunst der Stunde und führte mit zwei verwandelten Siebenmetern in Folge seine Mannschaft auf 22:23 heran. Die zwei Kontrahenten aus der Bundesliga schenkten sich nicht den kleinsten Meter Freiraum und attackierten früh. Die nächsten Chancen für Magdeburg ergaben sich, nachdem Melsungens Philipp Müller für zwei Minuten vom Feld gestellt wurde. Durch einen weiteren Tempogegenstoß von Stefan Kneer und einem Rückraumtreffer von Bezjak setzten sich die Bördestädter auf 26:23 ab.

Allerdings hatten die Melsunger noch nicht aufgegeben und kämpften sich erneut zurück. Mit ihrem Rechtsaußen Johannes Sellin hatten sie einen weiteren Trumpf im Ärmel, während Magdeburg nach Zeitstrafe an Fabian van Olphen kurzzeitig auf seinen Kapitän verzichten musste. Der ehemalige Berliner Sellin verkürzte zunächst erneut per Siebenmeter und glich im Anschluss zum 27:27 aus (56.). Nun ging es Schlag auf Schlag – Appelgren entschärft den Siebenmeter von Weber, Michael Müller warf derweil die MT erstmals seit dem ersten Durchgang in Führung.

Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten, die zahlreichen Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Beide Mannschaften konnten die Angriffe des Gegners meistens lediglich im Kreis vereiteln, weitere Freiwürfe von der Linie waren die Folge. Nachdem Grafenhorst den Spielstand erneut egalisieren konnte, brachte der herausragende Johannes Sellin mit seinem nächsten Siebenmeter die Melsunger erneut auf die Siegerstraße. Doch der SCM hatte mit Robert Weber den Matchwinner der Partie. Zunächst glich der Österreicher per Siebenmeter aus und verwandelte den entscheidenden Tempogegenstoß zum 30:29. Melsungen hatte noch einmal die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Johannes Sellin wurde zum tragischen Helden dieses Halbfinalspiels, indem Quenstedt dessen freien Wurf parierte.

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2. HALBFINALE - In Bad Wildungen konnte sich der VfL Gummersbach gegen den TuS N-Lübbecke mit 32:23 durchsetzen. Bereits im Vorrundenspiel am Donnerstag setzte sich VfL durch und feierte den Gruppensieg. Diesmal wiederholten sie ihren Erfolg mit einem deutlichen Sieg. Das Finale wird am Sonntag in der der Göbel Hotels Arena in Rotenburg an der Fulda ausgetragen.

Zu Beginn der Partie waren die Abwehrreihen noch nicht im Spiel. Schlag auf Schlag erzielten beide Teams ihre Treffer nach Belieben. Dabei dominierte insbesondere der Rückraum das Geschehen, sodass der VfL Gummersbach nach vier Minuten mit 4:3 führte. Doch nach der Einfindungsphase stabilisierten sich die Kontrahenten und standen kompakter in der Defensive. Besonders die Torhüter parierten stark. Ristovski, der für Carsten Lichtlein das Gummersbacher Tor hütete, rettete genauso wie sein Gegenüber Blazicko. Letzterer entschärfte mehrere freie Würfe der Gummersbacher und hielt einen Siebenmeter durch von Gruchalla.

Nach der Anfänglich Torflut setzte nun die ereignislose Ebbe ein. Denn nach der ersten Viertelstunde war die Partie mit 5:5 ausgeglichen eben dank der verstärkten Abwehr- und Torhüterleistungen. Die Führung wechselte von nun an mehrfach. Den entscheidenden Impuls für die Führung der Gummersbacher setzte von Gruchalla, der nach einem Doppelschlag seine Mannschaft mit 10:8 in Führung brachte. Mit dem Momentum auf ihrer Seite blieb der VfL die bessere Mannschaft und ging mit 16:12 in die Kabine.

Im zweiten Durchgang verwalteten die Gummersbacher erfolgreich ihren Vorsprung, auch wenn es zu mehr Unkonzentriertheiten kam. Denn die vorherrschende Hitze in der Halle forderte bei den Spielern Tribut. Die Lübbecker wechselten derweil mehr durch, doch konnten nicht an den VfL Gummersbach anschließen, die Lipperländer führten mit 24:19 nach mehr als einer Dreiviertelstunde. Gummersbach blieb teilweise auf unveränderten Positionen mit Santos im linken Rückraum sowie Schröder in der Mitte. Deren Dominanz blieb unverkennbar, Tor um Tor setzten sie sich weiter ab. Der Widerstand der Lübbecker war derweil gebrochen, sodass die Gummersbacher bereits in den letzten Spielminuten den Finaleinzug feiern konnten.  +++

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