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05.08.13 - HANDBALL

Nationaltrainer HEUBERGER: "Deutschen Handball wieder nach oben führen"

Deutschlands Nationaltrainer Martin Heuberger hatte sich auf den Weg nach Eisenach begeben, um die abschließenden Vorrundenspiele in der zweiten Gruppe des Sparkassen-Handballcups zu verfolgen. Der Bundestrainer sprach im Interview über die künftigen Schritte in der Nationalmannschaft und über die Veranstaltung dieses Turniers.

Herr Heuberger, was haben Sie für einen Eindruck vom Sparkassen-Handballcup?

Martin Heuberger: Für ein Vorbereitungsturnier hat man in den Spielen hier schon gesehen, dass es ordentlich zur Sache geht, da will jeder gewinnen. Für die Vereine ist das sicherlich eine sehr gute Zeit mit Kampfcharakter. Hier können sie zeigen, was man im Training erarbeitet wurde.

Wie relevant kann der Sparkassen-Handballcup für den kommenden Beginn der Bundesliga sein?

Martin Heuberger: Alle Bundesligisten haben ein sehr gutes Vorbereitungsprogramm mit hochqualifizierten Spielen, von daher darf das nicht überbewertet werden. Aber für Vereine aus Magdeburg und Hannover, die nicht weit von hier entfernt liegen, ist das schon eine gute Sache.Jan Gorr, ihr Co-Trainer in der Nationalmannschaft, ist hier als Coach von Coburg aktiv.

Gibt es demnächst intensive Gespräche?

Martin Heuberger: Wir werden uns in der nächsten Zeit noch einmal zusammensetzen und haben auch bereits eins gehabt nach der verpassten EM-Qualifikation. Diese Gespräche werden wir weiterführen.

Welche neuen Impulse wünschen Sie sich vom neuen Präsidium des DHB?

Martin Heuberger: Zunächst steht und fällt das Ganze natürlich mit dem sportlichen Erfolg. Wir sind also in erster Linie gefragt, dass nächste Qualifikationsturnier so zu bestreiten, um an einem internationalen Turnier teilnehmen zu können. Ich erwarte aber schon auch neue Impulse vom Präsidium. Mit den designierten Präsidenten Bernhard Bauer und Bob Hanning habe ich gesprochen. Sie sind sehr euphorisch und haben ihre Ideen. Ich hoffe, dass wir davon einiges umsetzen können, um den Deutschen Handball wieder nach oben zu führen. Bei der Partie zwischen Magdeburg und Hannover stehen genügend potentielle Spieler für die Nationalmannschaft auf dem Parkett, auch junge Spieler.

Gilt nun der Blick noch mehr in Richtung Jugend?

Martin Heuberger: Ich bin selbst vorgeprägt durch meine Tätigkeiten bei den Junioren und habe da natürlich ein ganz besonderes Auge drauf. Von daher interessiert es mich schon sehr, was dort passiert. Aber wir sind mit der Nationalmannschaft auch ein Stück weit im Umbruch und ich werde deswegen die jungen Spieler im Auge behalten. Bei der U21-WM war ich vor Ort um zu schauen, was im Nachwuchsbereich passiert. Dabei ging es nicht nur um die deutschen Spiele, sondern auch um die internationale Ebene. Der Vergleich ist wichtig um zu sehen, was sich im Nachwuchsbereich tummelt.

Inwiefern können sich Jugendnationalspieler ihre Chancen auf die A-Mannschaft ausrechnen?

Martin Heuberger: Einige junge Spieler, die auch bei der WM in Bosnien waren, haben sehr viel Potential. Der nächste Schritt für diese wird aber zunächst lauten, sich in der Liga durchzusetzen. Dort müssen sie zum Leistungsträger werden. Sobald sie das geschafft haben, kann man auch über die A-Nationalmannschaft nachdenken. Allerdings müssen sie weiterhin hart arbeiten, etwas fehlt noch. Die Voraussetzungen sind da, sie haben Talent und sind gewillt. Das ist die richtige Grundlage.

Vielen Dank für das Gespräch.  +++

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