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16.08.13 - TERMINE MKK

"Ich beweg’ mich": Pilates-Kurse - Arzt im Dialog: Medikamentenmissbrauch

VHS kooperiert mit Apotheken Umschau: 2 Pilates-Kurse

HANAU. Unter dem Motto "Ich beweg’ mich" bietet die Volkshochschule Hanau in Kooperation mit dem Magazin "Apotheken Umschau" in ihrem neuen Programm zwei Pilates-Kurse an. Gesundheitsförderung und Prävention spielen bei der Hanauer VHS schon lange eine wichtige Rolle. Neu ist in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit der "Apotheken Umschau", die deutschlandweit läuft. Die Kampagne wurde gestartet, um Prävention bei einem möglichst breiten Publikum zu fördern. Die Kurse der Volkshochschulen setzen die bewährten Trainingsformen nach erprobten Qualitätsstandards in der Praxis um. Darüber hinaus soll eine Internet-Community die Vernetzung vieler an Bewegung und weiteren Gesundheitsthemen Interessierten ermöglichen (ich-beweg-mich.apotheken-umschau.de).

Der eine Kurs im "Pilates Atelier" in der Frankfurter Landstraße 52 beginnt am 10. September. Die zehn Termine dienstags von 16.45 bis 17.45 Uhr kosten 88 Euro. Der zweite Kurs in der Gebeschusschule erstreckt sich über 15 Termine immer mittwochs von 17 bis 18 Uhr und kostet 73 Euro. Das Ganzkörpertraining nach Joseph Pilates kombiniert Atemtechnik, Kraftübungen, Koordination und Dehnübungen. Die Kurse eignen sich für alle Altersgruppen - sowohl für Einsteiger als auch für Geübte. Eine spezielle Ausrüstung ist nicht erforderlich: Bequeme Kleidung, Turnschuhe und ein Handtuch reichen aus. Informationen zu den Kursen "Ich beweg’ mich" gibt es im Sekretariat der Volkshochschule unter der Telefonnummer 06181/92380-25 (montags, dienstags, donnerstags, freitags, 8.30 bis 12 Uhr, montags 13 bis 15 Uhr, mittwochs 13.30 bis 17.30 Uhr) und im Internet: www.vhs-hanau.de. Alle VHS-Gesundheitsseminare samt Terminen und Veranstaltungsorten sind im aktuellen Programmheft abgedruckt und können auch auf der Website www.vhs-hanau.de nachgeschlagen und gebucht werden.

Arzt im Dialog: „Medikamentenmissbrauch und Medikamenten-abhängigkeit"

Studien belegen: Nahezu zwei Millionen Menschen sind deutschlandweit betroffen

GELNHAUSEN. Medikamente können Krankheiten lindern und heilen - aber auch abhängig machen. Da sich viele Betroffene ihrer Sucht gar nicht bewusst sind, wird die Medikamentenabhängigkeit auch als „heimliche Sucht" bezeichnet. Im Rahmen einer „Arzt im Dialog"- Veranstaltung am Donnerstag, den 22. August stellen zwei Expertinnen der Schlüchterner Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie die Entstehungsbedingungen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Medikamentenabhängigkeit vor. Ab 19 Uhr referieren Chefärztin Dr. Susanne Markwort sowie Oberärztin Dr. Tatjana Müller-Neugebauer im Vortragsraum der Klinik für Psychiatrie und Psychiatrie an den Main-Kinzig-Kliniken in Schlüchtern.

„Jahrelange Überforderung, schmerzhafte Krankheiten, aber auch lebensspezifische Umbrüche und soziale Veränderungen führen dazu, dass verstärkt Medikamente eingenommen werden", so Chefärztin Dr. Markwort. Symptome, die zur Verordnung und Einnahme von Medikamenten führen, seien beispielsweise Schlafstörungen, Anspannung, Unruhe, Angst, Schmerzen, Erschöpfung, Antriebsmangel und Gewichtsprobleme.

Auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien wird die Zahl der manifest von Medikamenten abhängigen Menschen in Deutschland auf ca. 1,4 bis 1,9 Millionen geschätzt. In etwa 80 Prozent der Fälle handelt es sich dabei um eine Abhängigkeit von Benzodiazepinen (Entspannungs-, Beruhigungs- und Schlafmittel), gefolgt von Schmerzmitteln in der Häufigkeit. „Darüber hinaus muss eine vergleichbar große Anzahl von Menschen als mittel- bis hochgradig gefährdet eingeschätzt werden, eine Medikamentenabhängigkeit zu entwickeln", erklärt Dr. Markwort. Zum Vergleich: Von den sogenannten „harten Drogen" wie Heroin seien in Deutschland etwa 250 000 bis 300 000 Menschen abhängig.

Der problematische Gebrauch von Medikamenten steigt mit dem Alter kontinuierlich an, weshalb in der Gruppe der über 60-Jährigen mit einem noch höheren Anteil an Abhängigen zu rechnen ist. Zudem sind Frauen häufiger betroffen als Männer. „Bereits nach einigen Wochen kann und sollte die Einnahme der genannten Medikamente nicht abrupt eigenständig beendet werden", empfiehlt die Chefärztin: „Bei der Reduktion und dem Ausschleichen der Medikamente sind eine ärztliche Überwachung bzw. medikamentöse Behandlung sinnvoll und im Einzelfall unabdingbar."

Im Anschluss an den Vortrag beantworten Dr. Markwort und Dr. Müller-Neugebauer gern die Fragen der Besucher. Der Besuch der Informationsveranstaltung ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Das vollständige Programm der Kliniken-Informationsreihe „Arzt im Dialog" kann per E-Mail an [email protected] oder unter Tel. 06051 – 87 2477 erfragt bzw. bestellt werden. Auch auf der Internetseite www.mkkliniken.de sind alle Veranstaltungen der Krankenhäuser Gelnhausen und Schlüchtern einsehbar.+++

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