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17.08.13 - BRENDLORENZEN

Ungewöhnlicher Gottesdienst - Pfarrer segnet Fahrräder der Gläubigen

Anders als im Vorjahr lud der TSV Brendlorenzen heuer zu seinem traditionellen Fahrrad-Gottesdienst erst nach dem Kuppenritt auf sein idyllisch gelegenes Sportgelände ein. Rund 60 Gläubige waren hier zusammengekommen. Nach einem Wort-Gottesdienst segnete Pater Jo die mitgebrachten Fahrräder von Groß und Klein.„Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" erklang es zu Beginn unter den mächtigen Bäumen der Sportanlage. Musikalisch begleitet wurden die Gläubigen abwechselnd von Tobias und Vater Jürgen Gaß am Keyboard. Es war der 14. Radler-Gottesdienst, erinnerte Nobert Hanft, Leiter der Radfahrabteilung im TSV Brendlorenzen.

Bei diesem Anlass galt es, Gott zu danken dass der Kuppenritt gut abgelaufen war und es zu keinen größeren Ausfällen oder Unfällen kam. Auch galt er dem Gedenken an die Verstorbenen des TSV. Pater Joe Kaniyarakathu erinnerte an die die schöne Natur als gütige Gabe Gottes. Dabei freute er sich über die das lebendige Gemeinwesen im Stadtteil Brendlorenzen. Auf einem schlichten Holztisch hatten fleißige Hände der örtlichen Pfarrei St. Johannes der Täufer einen kleinen Altar aufgebaut, ein Kreuz darauf und eine brennende Kerze dienten zum Schmuck ebenso wie ein großer bunter Strauß Gladiolen im Steingefäß daneben. Welch schöner Anblick unter freiem, bayerisch weiß-blauem Himmel. „Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht" sang die versammelte Gemeinschaft den Refrain eines bekannten Liedes des evangelischen Rockpfarrers Clemens Bittlinger. Denn immer, durch Sonnentage, durch Stürme und durch Regen, halte der Schöpfer Wacht über die Menschen.

Zur Freude der Radsportler ging Pater Joe in seiner schlichten Ansprache näher auf das Verhältnis zwischen Sport und dem menschlichen Leben ein und damit auf die Einheit von Körper, Geist und Seele. Fahrradfahren als Sport biete körperliche Fitness einerseits und mache andererseits den Radlern daneben sehr viel Spaß und Freude. Nicht das Ziel, das Ankommen nach einer beabsichtigten Strecke stehe im Vordergrund wie beim Autofahren etwa, Fahrradfahrer genössen in aller Regel die Natur und Landschaft, können abschalten vom Stress des schnöden Alltags. Vier Ministranten begleiteten den kleinen Wortgottesdienst. War dieser kirchliche Dienst noch vor nicht allzu langer Zeit lediglich Jungs vorbehalten, so war dieser mit nur einem männlichen Vertreter fest in weiblicher Hand.

Gemeinsame Fürbitten baten für Gesundheit aller, die unterwegs sind, für den Erhalt der Schöpfung, um Friede und Versöhnung untereinander, um Fürsorge untereinander, für gute Wegbegleiter der nachwachsenden Jugend, für ein offenes Herz aller Menschen miteinander, um Genesung und Heilung Kranker und letztlich auch für das Seelenheil der Verstorbenen. Nach dem gemeinsam gesprochenen „Vaterunser" äußerte Pater Joe zum Ausklang der kleinen Feier nicht wie sonst üblich den Wunsch „Gehet hin in Frieden", sondern er bat ausdrücklich die Menschen, noch eine Weile zusammenzubleiben und den Abend miteinander zu genießen. Zuvor segnete er noch die anwesenden Menschen sowie die aufgereihten Fahrräder von Groß und Klein. +++

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