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Übergabe der Unterschriftenlisten vor dem Landtag.

24.08.13 - BAD ORB

"Windkraft - Ja aber...": Wirtschaftminister RENTSCH empfängt Bürgerinitiativen

Windkraft-Bürgerinitiativen aus Hessen übergeben die Petition „Windkraft - Ja, aber..." an Wirtschaftsminister Florian Rentsch. Knapp 15.000 Unterzeichner setzen sich für eine vernünftige Energiewende ein. Kritisiert wird vor allem der „planwirtschaftliche Ausbau der Windenergie in Hessen" ohne Rücksicht auf Anwohner und Natur. Den Bürgerinitiativen geht es darum, sich wieder auf die Vernunft als Hauptprinzip für die Energiewende zu besinnen. „Warum ist es uns die Zeit nicht wert, es gut zu machen?", fragte Prof. Kerstin Schultz, Sprecherin der Bürgerinitiativen in Hessen. „Gut gemeint ist nicht gut gemacht", so Schultz weiter. Daher war es wichtig, dass Vertreter aus allen Regionen Hessens bei der Übergabe der Petition dabei waren.

Die verschiedenen Bürgerinitiativen hatten die Möglichkeit, ihre spezifische Situation vor Ort darzustellen. In den Reden wurde deutlich, dass sie die geplanten Windparks aus jeweils unterschiedlichen Gründen kritisieren. In der einen Region geht es vor allem darum, den Eingriff in die Landschaft abzumildern, in der anderen wird die wirtschaftliche Struktur gefährdet. So sehen sich touristische Ziele und Kurorte in ihrer Existenz bedroht, da die Windräder Gäste abschrecken. Dr. Kuck von der Bürgerinitiative Gegenwind e.V. aus Bad Orb berichtete: „Meine Stadt – Bad Orb – lebt von Erholung, gerade für ältere Menschen, von der Kur und den ansässigen Kliniken." Kuck weiter: „Dies drängt uns an den Scheideweg: Kurstadt oder Windpark. Beides zusammen ist nicht machbar." Dessen ist sich auch der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im hessischen Landtag, René Rock, bewusst: „Ich weiß nicht, ob man die Natur schützen kann, indem man die Landschaft verschandelt."

Die Aktion veranschaulicht, dass sich nach der anfänglichen Euphorie für die Energiewende ein differenzierteres Bild alternativer Energien durchsetzt. Bereits der Name der Petition machte dies deutlich. Hier fanden sich nicht Windkraft-Gegner zusammen, vielmehr richteten sich die Proteste gegen die Art und Weise der Umsetzung. Dies hat auch Wirtschaftsminister Florian Rentsch verstanden. „Das Thema zeigt, wie es die Bürger umtreibt. Die Menschen in Hessen haben Angst davor, dass sich die Struktur ihrer Region verändert", so Rentsch und fügte hinzu: „Wir sollten ihre Sorgen dringend ernst nehmen, wenn wir die Akzeptanz vor Ort nicht verlieren wollen." Zudem machte der Minister deutlich, wie sachlich, fachkundig und rational die Bürgerinitiativen mit dem Thema umgehen.

Nach dem Zusammentreffen in Wiesbaden wollen die Initiativen sich noch stärker abstimmen und vernetzen, um sich gemeinsam für ihr Anliegen stark zu machen. Die Debatte wird mittlerweile auch innerhalb der politischen Parteien in Hessen fortgeführt und dürfte gerade vier Wochen vor der Landtagswahl noch relevanter werden.+++


Die Teilnehmer von "Gegenwind Bad Orb" nutzten die Gelegenheit, dem Wirtschaftsminister ihre Bedenken vorzutragen.

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