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27.08.13 - AMERICAN FOOTBALL
Hornets verlieren gegen Meister: Niederlage gegen Saarland Steelers
Eine am Ende deutliche Niederlage mussten Hanaus Footballhornissen beim frisch gebackenen Oberliga Meister Saarland Steelers hinnehmen. Mit 54:16 kamen die Hornets unter die Räder. Doch trotz der deutlichen Niederlage ist bei den Hornets kein Trübsal blasen angesagt: „Unser primäres Saisonziel war der Klassenerhalt das haben wir deutlich übertroffen. Wir haben gezeigt welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt und streckenweise gegen die „Grossen" der Liga gut mithalten können", nimmt McMillan die Niederlage im letzten Saisonspiel nicht ganz so tragisch: „Saarland war die gesamte Saison über das beste Team und hat den Meistertitel zu recht erkämpft. Glückwunsch an die Jungs sie sind ein würdiger Meister".
Der Spielverlauf ist schnell wieder gegeben. Saarland nimmt das Heft von Beginn an in die Hand und spielt sich im ersten Quarter einen komfortablen 14:00 Vorsprung heraus. Im zweiten Viertel lassen die Hornets aufhorchen und kommen durch ein 25yard Fieldgoal von Dieter Richter auf 14:3 heran. Sollte doch noch was gehen vor den rund 300 Zuschauern. Die Steelers erhöhen mit einem Doppelschlag auf 28:3 und wollen zeigen der Meistertitel ist uns, bei einer Niederlage der Hausherren wären Titel und Aufstieg in die Regionalliga nach Bad Kreuznach gegangen. Die Hornissen wetzen ihren Stachel nochmal. Bojan Sobot und Marc Bader bringen die Hornets mit fulminanten Läufen bis vor die Endzone der Gastgeber. Dann versucht es Tyrone Martinek mit einem Paß auf Roscoe Baptist der in der Endzone auf das Ei wartet. Per Extrakick stellt Richter den 28:10 Anschluss her. Auf einmal sind die Hornets gut Unterwegs. Die Hornets Defense scheint ein Mittel gegen die Saarländer „Allzweckwaffe" Benjamine Thompson gefunden zu haben. Immer wieder wirft sich vor allem Sascha Baptist in die Läufe des bulligen Runningbacks.
Nach der Halbzeit geben die Steelers weiter Gas. Erhöhen auf 35:10 und scheinen sich in einen Rausch zu spielen. Da hat dann Hanaus Defense entschieden was dagegen. Mit einer geschlossenen Teamleistung können Hanaus Defender den Angriffszug der Saarländer stoppen. Hanaus Headcoach Andy McMillan probiert plötzlich neue Varianten aus. Auf einmal findet sich Marvin Dell als Widereceiver auf dem Feld. Warum nicht denkt sich Martinek und donnert gleich einen Pass auf Dell der fängt First Down für die Hornets. Wieder versucht es Martinek mit einem Pass diesmal auf Alexander Höhl der macht 8 yard gut. Den Rest zum First Down besorgt Marc Bader der sich durch die Saarländer Defense tankt. Dann ein 30 yard Pass auf Alexander Höhl der Rookie fängt und marschiert in die Steelers Endzone – Hanau verkürzt auf 35:16
Dann sind wieder die Saarländer an der Reihe – neuer Zwischenstand 41:16 – Im Schlussviertel lassen sich die Steelers nicht mehr die Butter vom Brot nehmen mit einem weiteren Doppelschlag bringen sie den Meistertitel mit einem 54:16 Sieg unter Dach und Fach. Der Wunsch mit einem Sieg die aktive Karriere zu beenden ging für Andy Bahr am Ende nicht in Erfüllung: „Es war eine Riesensaison für uns gewesen. Es ist toll dass ich ein Teil dieses Teams sein konnte", meint der Busfahrer der Hornissen mit leichtem Wehmut. Am Ende belegen die Hornets einen beachtlichen vierten Platz in der Abschlusstabelle der Oberliga Hessen.
Als Entdeckung des Jahres bezeichnet Headcoach Andy McMillan in der Offense Alexander Höhl und Marc Bader: „Wahnsinn was die beiden in ihrer Rookiesaison geleistet haben", lobt der Amerikaner für den die Saison 2014 mit dem Schlusspfiff in Kirkel begann. „Super ich habe meinen ersten Touchdown gegen den Meister gemacht", freute sich dann auch Alexander Höhl. Das Saisonziel für 2014 umriss Andy McMillan bereits nach dem Spiel: „Dieses Jahr haben wir Standard gespielt. Nächstes Jahr werden wir uns mit Standard nicht mehr zufrieden geben. Nur derjenige der zu 100% für die Hornets Football spielen will wird am Ende auch auf dem Platz stehen". Denkwürdig gestaltete sich auch die Heimreise der Hornissen. „Was ich so gehört und auf Fotos gesehen habe wurde der Hornetsbus zum Partybus umfunktioniert und eine bekannte Burgerbraterei auf einer Autobahnraststätte hat auf eindrucksvolle Art und Weise erfahren das „Hornets Attack" durchaus eine doppeldeutige Aussagkraft haben kann. Ich würde mal sagen eine tolle Saison mit einem megageilen Team hat in der Heimreise einen würdigen Abschluss gefunden", schmunzelt Pressesprecher Korn ohne aus dem Nähkästchen zu plaudern.+++