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21.09.13 - BAD SALZSCHLIRF

Per Fahrrad 1170 Kilometer zur Partnerstadt Castel San Pietro Terme

Am 25. August starteten mit dem Fahrrad von Bad Salzschlirf aus d er langstreckenerfahrene Helmut Kühn (72), zusammen mit der einzigen Dame Loni Hendler (wird nicht verraten) und den Herren Edgar Hendler (60), Aki Zander (66), Ralf Lux (56) und Jo Iller (56) zu ihrer großen 12-Etappen-Tour, dem Giro d’ amici nach Italien, unterstützt durch ein Begleitfahrzeug, welches von Klaus Hasenau gelenkt wurde. Dabei galt es laut Routenplaner ca. 9000 Höhenmeter zu überwinden. Ankunfts-Termin sollte Freitag, der 6. September sein, rechtzeitig zum Stadtfest und dem großen Rennen, der Carrera.

Auf der ersten Etappe ging es bei strömenden Regen und gemäßigten Temperaturen über Neuhof in Richtung Main. Nach 85 Kilometer erreichte man total durchnässt Gemünden. Die zweite Etappe nach Rothenburg o. d. T. sollte aber schon trockener verlaufen. Allerdings waren die Regenpausen meist dann, wenn man Pause hatte und eingekehrt war.

Auf diesem Tourstück mussten die Radler einer 83-jährigen Frau, die auf dem Weg zum Himbeerpflücken gestürzt war, Erste Hilfe leisten. Und kurz darauf kam es zum einzigen Unfall auf der Gesamttour, wobei Edgar an einem Wegpoller mit der Pedale hängen blieb und heftig stürzte. Gottlob waren die Verletzungen nicht so schlimm gewesen, sodass auch Edgar die Fahrt fortsetzen konnte.

Nördlingen sollte das dritte Etappenziel sein. An diesem Tag blieb der Himmel meist wolkenverhangen und es sollte der Tag der Irrfahrten werden. Das Ziel wurde dennoch gefunden.

Ab der vierten Etappe nach Untermeitingen war das Wetter kein Thema mehr, nur auf den letzten Kilometern musste die Truppe bei einem Großbauern Unterstand suchen, um nicht nass zu werden. Bei schönstem Sonnenschein ging es ab Donauwörth auf die Via Claudia Augusta, die für die nächsten 700 Kilometer Wegführer werden sollte.

Zum Ende der fünften Etappe in Richtung Füssen gab es den ersten Sichtkontakt mit der größten zu überwindenden Hürde, den Alpen. Dieses europäische Gebirge musste in zwei Stufen bezwungen werden. Erste Stufe und 6. Etappe, die in Zams endete, war die Fahrt über den Fernpass, teilweise über Schotter- und Mountainbike-Strecken bis auf 1200 Meter Höhe.

Die zweite Stufe war der allen Autofahrern bekannte Reschenpass. Auch auf dieser 7. Etappe nach Tschengls im Vinschgau musste man sich gleich zwei mal bis auf 1400 Meter hochquälen. Am Zielort kam ein Teil der Radler in den Kunstgenuss einer Darbietung von Musikern der Münchner Staatsoper, die im selben Restaurant speisten und anschließend zu später Stunde einen Teil ihrer Künste zum Besten gaben.

Nach einer kurzen Nacht, wegen der kleinen Nachtmusik, ging es fast nur noch bergab Richtung Meran zum 8. Etappenziel nach Kaltern am Kalterer See, welches allerdings auf den letzten Kilometern nur über einen Anstieg von 250 Metern zu erreichen galt. Die Fahrt entlang der Etsch vorbei an Trento lief so gut, dass man das 9. Etappenziel weiter nach Ala verlegte. Die am Vortag gewonnenen Kilometer bescherten der Radler-Crew ein frühes eintreffen in Verona, welches auch Ziel der 10. Etappe wurde. So wurde die Zeit für eine Stadtbesichtigung genutzt.

Auch für die 11. Etappe hatte man sich ein hehres Ziel gesetzt, das ca. 125 Kilometer entfernte Ferrara, welches man über Ostiglia, dem Ende der Via Claudia Augusta, ansteuerte. Da sich die Gruppe für ihre Reise einen Puffer-Tag für unvorhersehbare Fälle eingeplant hatte, ein solcher Ernstfall aber Gott sei Dank nicht eintraf, nutzte man diesen für einen fahrradfreien Tag in Ferrara und einer ausgiebigen Stadtbesichtigung.

Die 12. und letzte Etappe des Giro d’ amici war dann nur noch ein Katzensprung. Um 16:00 Uhr wurden die Alpenbezwinger mit einer kleinen Fahrrad-Eskorte zum Hotel in Castel San Pietro Terme geleitet, wo man sie mit einem kleinen Empfang und Buffet begrüßte. Der Abend und die darauf folgenden zwei Tage standen ganz unter dem Zeichen vom „Settembre Castellano 2013, dem Stadtfest. Hier durfte gefeiert, gegessen und getrunken werden.

Am 9. September ging es wieder nach Hause, allerdings nicht mehr mit dem Fahrrad, sondern mit dem Wüsthofen-Bus.

Während der gesamten Tour konnte man sich täglich via Internet auf www.girodamici.de über die dort veröffentlichten Berichte und Bilder über den Tourverlauf ausführlicher informieren. Interessierten steht auch zukünftig zum Nachlesen dieser Link zur Verfügung. Nachdem schon jetzt einige bekundet haben, sie hätten auch gerne bei dieser Freundschafts-Tour teilgenommen, besteht die berechtigte Hoffnung, dass es auch im nächsten Jahr ein Giro d’amici nach Italien geben wird. Die Radfahrer aus Italien haben auf jeden Fall ihr Kommen angekündigt. Benvenuto!www.girodamici.de   +++

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