26.09.13 - Mit bisher dreizehn Präventionsveranstaltungen zum Thema „Sport statt Gewalt" erreichte die Bundespolizeiabteilung Hünfeld seit 2001 4590 Schülerinnen und Schüler der Jahnschule und des Wigbertgymnasiums Hünfeld. Unter dem Motto „Gemeinschaftsgefühl wirkt Isolation und Aggression entgegen" meisterten auch dieses Jahr 240 Schülerinnen und Schülern aus insgesamt 9 Klassen beider Schulen gemeinschaftlich körperliche und geistige Herausforderungen. Vorrangiges Ziel der Präventionsveranstaltung ist es, alle Schülerinnen und Schüler nach der Zeit an den Grundschulen in Ihrem neuen Klassenverband an der weiterführenden Schule zu erreichen und für die Gemeinschaftsidee und ein gewaltfreies Miteinander zu gewinnen.
Durch verschiedene Aufgaben wurde verdeutlicht, dass nicht der Einzelne und vermeintlich Stärkere im Mittelpunkt steht, sondern zum Erreichen eines gemeinsamen Zieles alle Mitglieder der Klasse benötigt werden.
Zunächst sensibilisierten junge Beamte die Schulklassen mit Hilfe von Videoclips zum Thema „Gewalt in der Schule und unter Jugendlichen". Anschließend wurden Ratschläge zur Vermeidung von Gewalt bei Konflikten sowie Anregungen für Zivilcourage vorgestellt. Die Schülerinnen und Schülern nahmen diese mit großem Interesse an und diskutierten lebhaft über die aufgezeigten Wege zur positiven Bewältigung von Konflikten.
Die theoretischen Grundlagen wurden verstärkt durch Gruppenspiele und Teamwettbewerbe der Klassen.So wurden diverse Spiele und Wettbewerbe grundsätzlich im Klassenverband ausgetragen. Bei den Übungen „Wasser marsch", „Wintervergnügen", „Seilschaft" oder „Prinz Poldi" galt es, mit gefüllten Wassereimern verschiedene Hindernisse zu überwinden, auf Langlaufskipaaren gruppenweise eine gekennzeichnete Loipe „abzufahren", als Team an ein langes Seil gebunden einen Parcours zu bewältigen oder Bälle in ein unterteiltes Tor zu schießen.
Zum geistigen Einstieg in die Thematik hatten die neugebildeten Sextanerklassen bereits im Vorfeld auf den Aktionstag mit ihren Klassenlehrern sehr kreativ gestaltete themenbezogene Joker hergestellt. Diese wurden zu Beginn der Veranstaltung vor allen Teilnehmern präsentiert und anschließend durch eine Jury bewertet. Drei Joker, welche die Gewaltproblematik besonders treffend darstellten, wurden mit je einem Ball für Mannschaftssportarten prämiert. Die Joker konnten von der Klasse für je eine Disziplin gesetzt werden, um hier die erzielten Punkte zu verdoppeln.
Die Einsatzhundertschaft war ebenfalls zum 13. Mal mit der Organisation beauftragt. Polizeihauptkommissar Axel Hoppe, erstmals hauptverantwortlich für die Durchführung, zeigte sich sehr angetan vom großen Engagement der Schüler und dem Zusammenhalt der Klassenverbände bei den gestellten Anforderungen. Nach seiner Ansicht wurde die Grundidee, mit Gemeinschaftsgefühl Isolation und Aggression entgegenzuwirken, von den Schülern hervorragend angenommen und um-gesetzt.
Ihren Abschluss fand die Veranstaltung mit der Siegerehrung. Dabei waren neben dem Abteilungsführer Polizeidirektor Werner Friedrich auch der Rektor der Jahnschule Herr Berthold Quell, der Personalrat mit Polizeihauptkommissar Detlef Papst und die Vertrauensfrau der Beschäftigten der Bundespolizeiabteilung Hünfeld, Polizeiobermeisterin Kati Vornweg, eingebunden. Als besonderer Gast war der „Erfinder" des Präventionstages bei der Hünfelder Abteilung, Polizeihauptkommissar a.D. Anton Kolep, in diesem Jahr eingeladen.
Die Siegerklassen erhielten nach dem Finale attraktive Preise. So wartet auf die jeweils erstplatzierten Klassen der Jahnschule und des Wigbertgymnasiums eine Fahrt zum Flughafen Frankfurt/Main. Dabei brachte die 13. Veranstaltung für die Wigbertschule besonderes Glück. Da die Klassen 5a und 5b am Schluss absolut punktgleich waren, dürfen beide Teams den Hauptpreis, eine Informationsfahrt zur Bundespolizei auf den Flughafen Frankfurt antreten. Die zweitplazierten Klassen der Schulen erhielten Gutscheine für das Grenzmuseum Point Alpha und an die drittplazierten Klassen wurden Sachpreise übergeben.
Abteilungsführer Polizeidirektor Werner Friedrich stellte abschließend sichtlich zufrieden fest, dass diese Veranstaltung eine Chance sei, die Gewalt in der Gesellschaft wirksam zu bekämpfen, indem man den Schülerinnen und Schülern sinnvolle Alternativen aufzeigt. Er zeigte sich weiterhin darüber erfreut, dass in diesem Jahr das Hünfelder Konrad-Zuse-Museum Interesse an dem Konzept und den gebastelten Jokern gezeigt hat und eine Sonderaustellung zum Thema gestalten will. +++