
Der osthessen-news.de-Boulide von Michael Nuffer - Bilder: Julius Böhm
SCHLÜCHTERN
"Osthessen-News Flitzer" im Pech - Finaltag beim Bergwinkelcup
13.10.13 - Ein feiner Hauch von Benzin liegt in der Luft, die Motoren der 30 „aufgemotzten" Rallyecross-Autos grölen – der dritte Lauf des Bergwinkel Autocross-Cup in Schlüchtern-Hohenzell (Main-Kinzig-Kreis) ist in vollem Gange. Den ganzen Samstagnachmittag stand der knallharte Motorsport im Mittelpunkt. 42 Fahrer aus dem ganzen Land waren mit ihren Bouliden gekommen, um beim dritten und letzten Lauf des Bergwinkel-Cup 2013 an den Start zu gehen. Auch Michael Nuffer (Bad Hersfeld), Vorjahresgesamtsieger, war mit seinem von osthessen-news.de gesponserten Mitsubishi-Flitzer am Start.
Der Bergwinkel-Cup, der in diesem Jahr in die siebte Auflage ging, ist eine Eigenkreation des Motorsport-Clubs Schlüchtern im ADAC. Insgesamt gibt es drei Rennen auf der Rallycross-Strecke in Schlüchtern-Hohenzell, bei der nur Tourenwagen mit Serienmotoren zugelassen sind. Die Spanne reicht weit vom kleinen Opel Kadett, bis hin zu einem großen BMW 5er älterer Tage. An den Fahrzeugen wurde natürlich getüftelt was das Zeug hält: „Wenn man alles selbst macht muss man mindestens 3.000 Euro in die Hand nehmen", erklärte ON-Rennfahrer Michael Nuffer. Sein Mitsubishi hat bei eBay gerade einmal 180 Euro gekostet.
Die 42 Starter kämpften in den beiden Vorläufen um die 30 Final-Startplätze: In zwei Gruppen wurde eine Stunde gefahren – wer die meisten Runden schafftn ist Vorlaufsieger. Nuffer landete auf einem soliden vierten Platz und hatte im Finale somit gute Chance. Um 17 Uhr ging es los auf den 920 Meter langen Kurs. Rallyecross bedeutet, dass die Strecke sowohl Schotter-, als auch Asphaltpassagen hat – deshalb ist hohe Konzentration bei den Fahrern gefragt, sich auf die Streckengegebenheiten einzustellen. Nuffer lag gut im Rennen bis er in Runde 29 leider ausschied. Ein Konkurrent hatte sich am Ende der Start-Zielgeraden gedreht, weswegen die rote Flagge geschwenkt wurde – das bedeutet eine Rennunterbrechung ist vorgesehen, um das Fahrzeug zu bergen.
Nuffers Vordermann ging „voll in die Eisen", wie es der ON-Pilot später erklärte, weswegen der Vorjahressieger auffuhr. Auch Nuffers Hintermann rechnete nicht mit dem abrupten Bremsen. Deshalb fuhr er Nuffer ebenfalls auf und beschädigte den Mitsubishi Colt so sehr, dass die Nummer eins ausscheiden musste. Mit insgesamt 56 Runden und knappen 2,5 Sekunden Vorsprung siegte am Ende Thomas Waßmuth mit seinem Golf III.
"Das ist Motorsport, da kann man nichts machen", resumierte Nuffer nach seinem Ausscheiden. Trotz der verpassten Chance war er fröhlich. "Ich war vor zwei Jahren zum ersten Mal dabei und habe direkt im zweiten Jahr gewonnen, es kann nicht jedes Jahr klappen." Ob er beim nächsten Bergwinkel-Cup auch wieder dabei ist, wenn die Motoren auf der Schlüchterner Strecke grölen wusste er noch nicht: "Mal sehen wie kaputt das Auto ist und ob ich Zeit finde es zu reparieren, aber Lust hätte ich ja schon." (Julius Böhm) +++
Mit bis zu Tempo 120 hm/h ging es über den Kurs
Die 30 Fahrer warten auf den Startschuss für das Finale
Die Streckenposten sorgten für Sicherherheit
Panne? Keine Probleme - Liegengebliebene werden mit dem Stapler abtransportiert
Auch in die Kurven ging es mit Vollspeed
harte Positionskämpfe
Leider läuft nicht alles immer perefkt - Panne in der Boxengasse
300 Zuschauer waren trotz des "Sauwetters" da
Michael Nuffer mit seinem demolierten Rennwagen