16.11.13 - 20 Sportvereine haben sich beim zweiten Wettbewerb „Sterne des Sports" der VR Bank HessenLand auf regionaler Ebene beteiligt. 5 Sportvereine kamen nach einer Vorauswahl der Jury, bestehend aus Vertretern der Sportkreise Marburg-Biedenkopf, Vogelsberg und Schwalm-Eder und von Sport-Journalisten in die engere Auswahl der Preisträger. Danach wurden unter Beachtung der Ausschreibungskriterien Platzierungen festgelegt. Gewinner des Hauptpreises „Sterne des Sports" und damit eines Preisgeldes in Höhe von 2.000 Euro wurde der TV 1919 Brauerschwend.
Günter Herles stellte anlässlich der Preisverleihung im großen Sitzungszimmer der VR Bank HessenLand das Projekt des TVB vor, und zwar die direkte Sport- und Spielförderung mit Kindern und Jugendlichen und die damit verbundene Zusammenarbeit mit der Grundschule. Sporttage und Nachmittagsbetreuung mit sportlichen Angeboten, die Zusammenarbeit in Sachen Jugendfußball und nicht zuletzt auch die Teilnahme an internationalen Fußballbegegnungen sowie das Fußball-Camp unter der Regie von Trainer Günter Stiebig trugen zu dem Erfolg bei „Sterne des Sports" bei. Der TVB ist sehr breit und nachhaltig aufgestellt.
Auch Oliver Hill, Vorsitzender von Tiger & Dragon, dem Kampfkunst-Sportverein aus Alsfeld, machte bei der Vorstellung des Vereins deutlich, dass das funktionale Fitness-Programm Cross-Sport-Box, eigentlich ein Angebot für jedermann ist. Für Kinder, Jugendliche ebenso wie für Erwachsene bei der Geschlechter. Cross-Sports Training ist ein ständig variierendes Kraft- und Ausdauertraining, das eine alltagstaugliche Fitness schafft und eine hervorragende Grundlage und Ergänzung für viele Sportarten bietet, erklärte Oliver Hill. Es werden dabei, im Gegensatz zu den Übungen an den Geräten im Fitnessstudio, die motorischen Grundeigenschaften geschult und es entsteht eine funktionelle und gute Fitness. In dem Trainingszentrum in der Georg-Dietrich-Bücking-Straße gibt keine Spiegel, keine Theke und keine Fernseher. Man konzentriert sich auf das Training und auf die Trainingskollegen. Tiger & Dragon, ein junger, aber sehr dynamischer Sportverein errang den zweiten Platz und 1500 Euro.
Der SV 1920 Altenburg ist der einzige Fußballverein in Alsfeld und der Region, der noch über eine eigene Jugendabteilung mit eigenen Spielern von den Bambinis bis zur B-Jugend verfügt, sagte Carsten Ebert als Vertreter. Die Jugendabteilung hat sich an einem „Stammtisch" gegründet, nach dem Motto „wir müssen was tun, dass unsere Kinder in Altenburg Fußball spielen können. Es bleibt nicht beim Reden, sondern es folgten Taten. Die Eltern haben sich getroffen – und ihre Kinder einfach Fußball spielen lassen. Mittlerweile haben wir 110 Kinder und Jugendliche in allen Altersklassen. Ältere Jugendliche übernehmen sogar die Betreuung der Bambinis. Wir spielen recht erfolgreich, wenn auch der Spielerfolg nicht das alles entscheidende Kriterium ist. Wir wollen Nachwuchsförderung betreiben. Wir haben dafür kein Konzept, aber das Konzept funktioniert, sagte Carsten Ebert. 1000 Euro gab es für Platz drei.
Platz vier und ging mit je 500 Euro an des SV Hopfgarten 1926 und die Reiterfreunde Antrifttal.Zu Beginn der Preisverleihung hatte Ralph Kehl, Vorstand der VR Bank, auf das Ziel des bundesweiten Programmes der Volksbanken „Sterne des Sports" verweisen. Es geht nicht um Leistungssport, sagte Ralph Kehl, es gehe um Breitensport in den über 91.000 Sportvereinen in Deutschland. Dabei komme der Integration, der Jugendarbeit und der Gesundheitsvorsorge eine besondere Bedeutung zu. „Sterne des Sports" sollten Zeichen setzen und die Volksbanken wollten damit auch einen Beitrag zur Anerkennung des Sportes als ganz wichtigen Teil der Gesellschaft leisten. „Sterne des Sports" werden auf regionaler Ebene in Bronze sowie der Landesebene in Silber und der Bundesebene in Gold mit jeweiligen Preisgeldern ausgelobt.Für den Sportkreis Vogelsberg dankte Vorsitzender Werner Eifert für die Anerkennung und W Würdigung der Sportvereine. Eifert informierte auch die zahlreichen Vereinsvertreter über den neuen SK Vogelsberg mit über 50.000 Mitgliedern, streifte die Sportförderung des Landessportbundes und des Landes Hessen und betonte, dass Dreh- und Angelpunkt der Sport vor Ort sein müsse.
Auch für die Stadt Alsfeld haben der Sport und die Sportvereinen einen hohen Stellenwert, erklärte Erster Stadtrat Jürgen-Udo Pfeiffer. Er wies auch auf die sozialen Aspekte des Sports hin. Die Stadt Alsfeld habe die Sportförderung politisch und finanziell neu fokussiert; dabei der Jugendarbeit in den Vereinen oberste Priorität beigemessen. Sportvereine und gute Sportstätten bezeichnete Pfeiffer als weiche Standortfaktoren einer Stadt – und da könne sich Alsfeld durchaus im Vergleich mit anderen Kommunen mehr als sehen lassen.
Zum Schluss der Preisverleihung teilte Ralph Kehl mit, dass der TV Brauerschwend als Sieger von „Sterne des Sports" auch auf Landesebene in die engere Auswahl der Regionalsieger gekommen. Die Preisverleihung auf Landesebene fand am Dienstagnachmittag in Wiesbaden, im Schloss Biebrich, statt. (lsa) +++