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NACHGEDACHT (46)

24.11.13 - Freiheit wünscht sich jeder. Frei sein ist ein idealer Zustand und jeder hat das Recht auf Freiheit. Wenn es sogar gesetzlich festgelegt ist, dass man frei sein darf, gehört es scheinbar zu einem der wichtigsten Grundfaktoren im Leben. Doch wie frei sind wir wirklich? Hört die eigene Freiheit nicht dort auf, wo wir auf die Grenzen der Freiheit eines anderen stoßen?

Natürlich darf man nicht alles, nur weil man es will. Das Gesetz regelt, dass wir Freiheit haben sollen aber genauso regelt es auch unsere Grenzen. Gesetzesverstöße haben Sanktionen oder sogar Freiheitsstrafen zur Konsequenz. Das sind „äußere Freiheitsgrenzen". Und wie sieht es mit „inneren Grenzen" aus? Häufig fühlt man sich in manchen Situation unglaublich eingegrenzt, festgenagelt oder eingesperrt. Unfrei machen zum Beispiel Termine, Erwartungen von anderen und vieles mehr. Wie kommt man also da raus? Wie kann man annähernd frei werden?

Kennen Sie noch das Bild von dem Rucksack, den man abends vor sein Bett stellen soll? Vor zwei Wochen habe ich davon geschrieben, dass man alle seine Sorgen, die in diesem stecken, bildlich und imaginär nicht zum Einschlafen mitnehmen könnte und sollte. Dann habe ich mir gedacht – genau dieser „Rucksack" macht uns doch auch tagsüber das Leben schwer. Was haben wir denn alles da drin? Ist er schon so schwer, dass er den Rücken kaputt macht?

Wenn das der Fall ist, wird es dringend Zeit, den Rucksack zu entrümpeln. Braucht man noch das alte Zeug darin? Was ist das schwerste Stück, was ist das leichteste und darf bleiben? Angeraten ist also eine dringende Reinigung der „Emotionslasten". Warum denn auch eigentlich nicht. Bald steht der Jahreswechsel an. Viele machen sich Gedanken, was im neuen Jahr anders werden soll. Ich mache mir Gedanken darüber, was ich nicht mit ins Neue Jahr nehmen will. (Christina Leinweber). +++   

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ZUR PERSON: Christina Leinweber, 1988 geboren in der osthessischen Bischofsstadt Fulda, neun Jahre katholisch-private Schulausbildung – so war der Weg zum Theologiestudium für sie vorbestimmt und beschlossen. Es ging dann für vier Jahre Studium in die nächste Bischofsstadt Paderborn - hat inzwischen ihr 1. Staatsexamen in der Tasche und ist seit Anfang November im Schuldienst des Landes Hessen. Ihre Tätigkeit als Kolumnistin bei osthessen-news.de möchte sie auch in Zukunft fortsetzen. Sie selbst bezeichnet sich als  liberal-theologisch und kommentiert (seit 46 Wochen) in der neuen Serie "NACHGEDACHT" Dinge des Alltags aus ihrer persönlichen Sicht. +++


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