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PORTO FUSSBALL

Eintracht-Fans im Freudentaumel: Adler ziehen Drachen den Zahn

21.02.14 - Das war mal wieder nichts für schwache Nerven: Nach einem 2:0-Rückstand erkämpften sich die Kicker der Frankfurter Eintracht gestern Abend im Euro-League-Duell beim Champions-League-Absteiger und 27-fachen portugiesischen Meister FC Porto ein 2:2. Willkommen in der Fußball-Erlebniswelt des hessischen Bundesligisten. Dank einer bärenstarken und leidenschaftlichen Leistung in der zweiten Halbzeit stehen die Chancen für den Einzug ins Achtelfinale der Europa League nicht schlecht.

Binnen fünf Minuten zogen die Adler den Drachen den Zahn. Frenetisch bejubelten die mitgereisten rund 6.000 SGE-Fans, die keine Mühen und Kosten gescheut hatten, um das Sechzehntelfinale-Hinspiel live im Stadion der Drachen (Estádio de Dragão) verfolgen zu können, die Leistung ihrer Mannschaft. Unter ihnen selbstverständlich auch Vertreter der heimischen Fanclubs, die bereits am Mittwoch die Reise nach Portugal angetreten hatten.

„Waldhessen trifft Baden-Württemberg" lautete dabei das Motto. Immerhin gesellte sich zu den Mitgliedern des „EFC Mückenstürmer" aus Bad Hersfeld ein gebürtiger Schlitzer Junge, der in der Neckar-Alb-Region gestrandet ist, die Eintracht fest in seinem Herzen trägt und als erster Vorsitzender der „Exiladler Tübingen" fungiert. Leider verpassten die SGE-Anhänger die ersten 20 Minuten der Partie. „Vor dem Stadion herrschte ein einziges Chaos", umschreiben Christoph, Mike, Mo und Co. die Situation vor dem Spiel. „Ein Wunder, dass es nicht geknallt hat. Wir waren etwa eine Stunde vor Anpfiff vor Ort, erreichten aber erst 20 Minuten nach Beginn unsere Plätze. Was für ein Wahnsinn..."

Die Tore ihrer Mannschaft konnten die waldhessischen Jungs dennoch feiern: Schließlich gelangen der Frankfurter Eintracht erst nach dem Seitenwechsel die entscheidenden Befreiungsschläge. Nachdem Porto in der 44. Minute verdient durch Quaresma in Führung ging und Varela diese in der 68. Minute ausbauen konnte, drehten die Hessen die Partie durch einen Treffer von Joselu (72.) und ein Eigentor von Sandro (77.). Klar, dass die „Mückenstürmer" und „Exiladler" momentan auf „Wolke Sieben" schweben. Wie heißt es in einer abgewandelten, eintrachttauglichen Version von Beethovens „Ode an die Freude" so treffend: „Freude, schöner Götterfunken, Eintracht im Elysium. Wir betreten feuertrunken, Europas Fußball-Heiligtum!" (Stefanie Harth) +++

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