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Flieden - Hünfeld 1:1 (1:1) - Ein Punkt der beiden nicht weiterhilft .

02.03.14 - "Das war mir für ein Derby einfach zu wenig", gibt Frank Happ, Abteilungsleiter des SV Flieden, am Samstag nach Spielende zu. Vielleicht meint er, dass mit "nur" 700 Zuschauern der Osthessenschlager nicht zum erhofften Publikumsmagnet wurde. Vielleicht meint er aber auch, dass seine Buchonen arge Probleme mit den von Verletzungspech gebeutelten Gästen aus Hünfeld hatten. Das Unentschieden geht letztlich in Ordnung, obwohl der HSV dichter am Dreier war als die Gastgeber. "Ein Sieg für uns wäre absolut nicht verdient gewesen - sie haben uns das Leben schwer gemacht", meint Happ.

Die Punkteteilung hilft beiden Teams nicht so recht weiter. Die Gäste dümpeln weiter in der Abstiegszone herum. Flieden gelingt es nicht, ein Polster zwischen sich und die gefährliche Zone zu bringen. "Mit dem Punkt können wir wohl besser leben als die Hünfelder - dennoch glaube ich, dass es für beide Teams wichtig war, das Derby nicht zu verlieren - alleine für die Moral", mutmaßt Happ.

Der Verlauf des Spiel ist schnell erzählt: Hünfeld schießt zwei Tore, eines jedoch in das eigene Tor. So bringen sie sich um drei wichtige Punkte gegen den Abstieg. "Wir haben wirklich gut gespielt", resümiert Dominik Weber, HSV-Coach nach 90 Minuten, "wir hatten uns verdient, eine Führung mit in Pause zu nehmen. Das wäre wichtig gewesen." Der HSV war spritziger, aggressiver im Osthessenderby. Vor allem die flinken Stürmer Maurus Klüger und Christoph Neidhardt zwangen die Fliedener Abwehrreihe zu Fehlern. Neidhardt war es denn auch, der nach Querpass von Dennis Müller zum verdienten 1:0 einschob. Im direkten Gegenzug tauchte Fliegens Jonathan Müller allein vor Tim Gutberlet im HSV-Kasten auf. Gutberlet parierte im eins gegen eins glänzend. Der Abpraller traf jedoch den mitgelaufenen Lukas Budenz, von dessen Körper der Ball ins eigene Tor sprang.

"So ein blödes Billardtor - das ist einfach nur ärgerlich", sagt Weber, aber er war mit der Leistung seiner Jungs zufrieden: "Zwar haben wir in der zweiten Hälfte nicht mehr so gut gespielt, aber die Abwehrleistung wird uns Auftrieb geben." Der Hessenliga-Torschützenkönig der Vorsaison, Fabian Schaub, hatte nämlich gegen die HSV-Innenverteidigung nichts zu melden. Nur über Standards wurden die Buchonen gefährlich.

Kurz vor Schluss hätte es dann doch noch für Hünfeld klappen können. Nach einem Freistoß von Dennis Müller war Kevin Krieger plötzlich alleine vor Sven Kouame und schob ein, doch der Linienrichter hatte die Fahne gehoben - Abseits. 

SPIELSTATISTIK

Flieden: Kouame; Leibold, Drews, Ruhl, Hohmann – L. Heil (69. Silva), Birkenbach – Dietz, J. Müller (60. Ankert), Grundler (82.) – Schaub.

Hünfeld: Gutberlet; Grosch, Belaarbi, Helmke, Beck – Budenz – Alles (90. Krenzer) – Neidhardt, Müller, Krieger – Klüber (83. Rohde).

Tore: 0:1 Christoph Neidhardt (37.), 1:1 Lukas Budenz (39., Eigentor).

Schiedsrichter: Abdelkader Boulghalgh (Haßloch)

Zuschauer: 700. (Julius Böhm) +++

Fotos: Julius Böhm


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