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FUSSBALL Weber: "Drehbuch gegen uns"

Hünfelder SV - OSC Vellmar 0:5 (0:3)

08.03.14 - Obwohl Petrus den 400 Zuschauern an der Rhönkampfbahn herrliches Frühlingswetter bescherte, lief im Heimspiel gegen den OSC Vellmar alles gegen den Hünfelder SV. Die Nordhessen schicken den HSV mit 5:0 (3:0) in die Kabine, doch die Mannschaft von Trainer Dominik Weber verliert nicht nur drei wichtige Punkte gegen den Abstieg, sondern mit Johnny Helmke auch noch eine wichtige Abwehrsäule für mindestens ein Spiel.

„Hätte jemand ein Drehbuch gegen uns geschrieben: Schlimmer hätte es eigentlich nicht ausfallen können", sagt Weber nach Abpfiff zu osthessen-news.de. Er kann den Spielverlauf nur mit Galgenhumor nehmen, denn von Beginn an sah es sehr gut aus für die Blau-Weißen. 25 Minuten ging es nur in eine Richtung. Der HSV nahm den Schwung aus dem guten Derby gegen Buchonia Flieden mit in die Partie und dominierte die Nordhessen, die als Viertplatzierter als Favorit in die Partie gegangen sind.

„Wir müssen ganz einfach in Führung gehen", meint der Coach. Allein Flügelflitzer Christoph Neidhardt hatte zwei große Chancen in der Anfangsphase. Doch dann ließ eine unglückliche Aktion das besagte „Drehbuch" kippen - gegen den HSV. Felix Beck im Zweikampf mit Vellmars Pascal Kemper: Ein Pressschlag, Kemper ist Handlungsschneller, holt sich die Kugel und schiebt ins linke unter Eck ein. Keine zehn Minuten später verliert Lukas Budenz den Ball im Aufbauspiel. Mail Siebert lässt sich nicht zweimal bitten und erhöht auf 2:0. Ein Elfmeter zum 3:0 und Stimmung zur Pausenansprache war schlecht.

Der Film, das Drehbuch, oder das Spiel - wie man es nun möchte - war gelaufen. Kein Aufbäumen, kein richtiger Kampf. Vellmar durfte den Auswärtssieg locker herunterspielen, Gegenwehr kam keine vom HSV. "Da hat es dann vom Kopf her einfach nicht gepasst, keiner setzt ein Zeichen, zeigt Aggressivität und reist die anderen mit - da müssen wir dran arbeiten", kündigt Weber an. Das 0:4 und 0:5 tat dann auch nicht mehr weh. Viel mehr schmerzt die Rote Karte von Johnny Helmke. Die Abwehrsäule bremste, die Augen nur den Ball gerichtet, Vellmars Stürmer als letzter Mann - logische Konsequenz: Rot!

"Wir dürfen uns jetzt nicht aufgeben. Wir haben in den nächsten Wochen schwere Aufgaben gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf", erklärt Abteilungsleiter Joachim Hess gegenüber ON. Hünfeld muss seine Abwehrleistung in den Griff bekommen. Was letzte Woche im Derby noch hervorragend geklappt hat, lief gegen Vellmar nicht. Individuelle Fehler brechen dem HSV das Genick. (Julius Böhm)


STATISTIK ZUM SPIEL

Hünfeld: Gutberlet – Grosch (50. Rohde), Helmke, Belaarbi, Beck – Budenz (61. Trabert), Alles – Neidhardt, Müller, Krieger – Klüber.

Vellmar: Peschutter; Siebert, Ehlert, Schanze (81. Bredow), Wollenhaupt, Müller (75. Löbel), Kaceznski, Wagener, Weingarten, Kuhn, Kemper (61. Zukorlic).

Tore: 0:1 Pascal Kemper (22.), 0:2 Maik Siebert (31.), 0:3 Dennis Schanze (34., Foulelfmeter), 0:4 Dennis Schanze (81., Foulelfmeter), 0:5 Nasuf Zukorlic (90.)

Schiedsrichter: Christoph Schröder (Frankfurt).

Zuschauer: 300.

Rote Karte: Johnny Helmke (Hünfeld, 81.) wegen Notbremse. +++


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