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EISHOCKEY Krimi auf dem Eis

Luchse gewinnen den Regionalliga Pokal gegen Eisadler Dortmund

02.04.14 - Nach einem wahren Herzschlagfinale und einem hochdramatischen und bis zum Ende nervenaufreibenden Finalspiel, sichern sich die Lauterbacher Luchse im Rückspiel gegen die Eisadler aus Dortmund den Regionalliga Pokal.

Von Coach Roger Nicholas bestens auf das Finalspiel eingestellt, begannen die Luchse hochkonzentriert. Aus einer sehr gut organisierten Abwehr heraus, übernahmen die Luchse das Kommando auf dem Eis. Immer wieder setzten sie ihren Gegner in dessen Drittel unter Druck. Die Eisadler wussten sich gegen den starken Auftritt der Luchse nur mit Härte und Fouls zu helfen. Nach einer Rangelei vor dem Gehäuse von Goalie Oliver Ebenrett, nahmen zwei Dortmunder sowie auf Luchse Seite Jake Fardoe auf der Strafbank platz. Diese erste Überzahl nutzten die Luchse zur Führung in der 3. Spielminute. Auf Zuspiel von Pierre Kracht und Brendan Burge, vollendete Benni Schulz eiskalt.

In der 12. Spielminute schlug das Trio dann erneut zu. Wieder in Überzahl agierend, war es dem Ex-Dortmunder Pierre Kracht vorbehalten, die rund 120 mitgereisten Fans zum Jubeln zu bringen. Die Luchse agierten weiterhin sehr souverän und diszipliniert, was den Eisadlern zunehmend Probleme bereitete. Durch das sehr zweikampfstarke und bissige Auftreten von Jens Feuerfeil und Dominic Six angetrieben, lieferte das gesamte Team eine bärenstarke Vorstellung ab. Immer wieder tauchten die Stürmer brandgefährlich vor dem Tor der Eisadler auf und hinten räumte die Abwehr alles ab, was in Richtung Lauterbacher Tor kam.

Mit zunehmender Spieldauer schien auf Seiten der Dortmunder der Frust immer größer zu werden. Zwei Minuten vor Ende des 1. Drittels durften erneut zwei Eisadler auf die Strafbank. Die daraus resultierende Überzahl nutzten die Luchse eiskalt aus. Nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor der Eisadler, war Brendan Burge zur Stelle und erhöhte auf 3:0. Die Eisadler waren mit der Entscheidung der Schiedsrichterin aber überhaupt nicht zufrieden und reklamierten nach diesem Gegentor heftig. Doch statt den Treffer wieder zurückzunehmen, schickten die Schiedsrichter den nächsten Dortmunder auf die Strafbank.

Die sich bietende Chance in Überzahl, die Führung weiter auszubauen, wurde von den Luchsen erneut genutzt. Mit einem krachenden Schlagschuss von der Blauen Linie, erhöhte Benni Schulz 19 Sekunden vor Ende des Drittels, auf 4:0.

Wer dachte die Partie sei entschieden, der täuschte sich. Mit Beginn des zweiten Drittels nahm die Partie erst so richtig Fahrt auf. Einen großen Anteil am weiteren Spielverlauf hatte dabei die Hauptschiedsrichterin, die nun reihenweise Strafzeiten an die Luchse verhängte. Bedingt durch teilweise krasse Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, aber auch durch eine Energieleistung der Eisadler, schafften es die Dortmunder, innerhalb von fünf Minuten den Ausgleich zu erzielen. Um wieder Ruhe und Konzentration ins Spiel seiner Jungs zu bringen, nahm Coach Roger Nicholas eine Auszeit.

Den Schock über die teils sehr glücklich erzielten Gegentreffer und die Flut an Strafzeiten, hatten die Luchse ab Mitte des zweiten Drittels verdaut. Immer mehr fanden die Spieler um Kapitän Sven Naumann zurück ins Spiel und lieferten zumindest in der Defensive eine besseres Spiel als zu Beginn des Drittels. Treffer sollten im Mittelabschnitt allerdings keine weiteren mehr fallen.

Somit musste das letzte Drittel die Entscheidung bringen. Den besseren Start hatten hier die Luchse. Erneut in Überzahl agierend, brachte Benni Schulz seine Mannschaft mit dem Treffer zum 5:4 wieder in Führung. Danach wurde es dramatisch in der Westfalenhalle. Die Eisadler schafften in der 45. Spielminute den erneuten Ausgleich und hatten nun das Momentum auf ihrer Seite. Die Dortmunder warfen nun alles nach vorne, um die zwei Tore Führung der Luchse aus dem Hinspiel auszugleichen. Wie es im Drehbuch hätte besser nicht stehen können, war es dann zwei Minuten vor Spielende tatsächlich passiert. Durch den Treffer zum 7:5 für Dortmund in der 58. Spielminute, war das Ergebnis aus dem Hinspiel egalisiert. Die letzten beiden Spielminuten vergingen ohne weitere Treffer und so musste das Penaltyschießen über den Gewinn des Pokals entscheiden.

Mit den 120 Lauterbacher Fans im Rücken, wurde Goalie Oliver Ebenrett zum Mann des Abends für die Luchse. Nachdem Pierre Kracht die Luchse in Führung geschossen hatte, entschärfte Ebenrett den Dortmunder Penalty von Dominik Ballnus mit einer Glanzparade und sicherte seinem Team so den Pokalgewinn.

„Die Fans haben die Mannschaft erneut fantastisch angefeuert und tragen einen großen Anteil am Erfolg. Es ist wirklich Wahnsinn welchen Aufwand sie betreiben, um das Team in jedem Spiel zu unterstützen, dafür kann man ihnen nicht genug Danke sagen", so Kapitän und sportlicher Leiter Sven Naumann, stellvertretend für den Vorstand. Nach diesem Krimi lagen sich Mannschaft, Verantwortliche und Fans in den Armen und feierten gemeinsam den Pokalsieg.


Statistik des Spiels

0:1(3.) Schulz; 0:2(12.) Kracht; 0:3(20.) Burge; 0:4(20.) Schulz; 1:4(24.) Domula; 2:4(27.) Rangen; 3:4(29.) Sondermann; 4:4(30.) Ballnus; 4:5(43.) Schulz; 5:5(45.) wichern; 6:5(51.) Oster; 7:5 (58.) Oster; 7:6 (Penalty) Kracht

Aufstellung der Luchse:

Tor: O. Ebenrett, K.-D. Lechner – Abwehr: Naumann, Fardoe, Grund, Hornivius, Patejdl – Sturm: Kracht, Burge, M. Six, J. Feuerfeil, Kreuz, Reimer, Schulz, Metzendorf, D. Six

Strafzeiten:

Lauterbach 16+10 Fardoe
Dortmund 22+++


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