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BAD HERSFELD Vernissage in "Galerie im Stift"

Querverweise und andere Katastrophen – Ausstellung Markus WILKE

19.04.14 - „Querverweise und andere Katastrophen" ist der Titel der Ausstellung in der Galerie im Stift mit Werken von Markus Wilke, die am Freitag von Stadträtin Birgit zum Winkel eröffnet wurde. Ihre erste Frage an den Künstler galt dem Titel der Ausstellung. „Der Titel einer Ausstellung soll Aufmerksamkeit erregen, aber nicht erschrecken", erklärte der Künstler und nannte als weiteren Aspekt den Bezug zu dem, was man zeigt. Über 40 seiner Werke sind im Kapitelsaal zu sehen, vor allem Acryl-, aber auch Papierarbeiten mit Öl- und Mischtechnik. „Sie sind nicht sparsam mit Farben", stellt die Stadträtin fest, die schon viele Ausstellungen eröffnete, aber erstmals - statt einer vorgegebenen Einführung in die Ausstellung – in einem kurzweiligen, interessanten Dialog mit dem Künstler ihn selbst und seine Werke den Besuchern der Vernissage näher brachte.

Grafik, Design und Malerei

Markus Wilke wurde 1957 in Haslach im Kinzigtal geboren und wuchs in Köln auf. Schon mit vierzehn Jahren bekam er privaten Kunstunterricht. Es folgte eine Ausbildung zum Schauwerbegestalter in Reutlingen. Erste Ausstellungen und erste Verkäufe konnte er verbuchen, bevor er mit gerade mal neunzehn Jahren zu einer Studienreise durch Frankreich, Spanien und Marokko aufbrach. „Reisen sind sehr wichtig, um den Blick zu öffnen", ist seine Erfahrung. Einem Studium an der Freien Kunstschule Nürtingen in freier Grafik folgten erste Auftragsarbeiten in der Werbegrafik. Die Mitarbeit beim Umbau des „FKN" Gebäudes Melchior als Vorarbeiter, der Entwurf und die Umsetzung von sieben Musterwohnungen in Sinsheim, Messegestaltungen und die Gründung der Firma „Kunst vor Ort" zeugen von seiner Vielseitigkeit und seiner Schaffenskraft.

Zehn Jahre lang lag der Schwerpunkt auf künstlerischen Schaufenster Installationen, weitere Arbeitsschwerpunkte setzte er in der Event Branche von Saal- und Bühnengestaltungen bis zu Studioaufbauten für Film und Foto. Parallel zu der immer konzeptioneller werdenden Arbeitsweise gewann die Malerei für Markus Wilke wieder mehr an Bedeutung. Geprägt wurde er auch durch einen intensiven künstlerischen Austausch mit der Kunstszene Havannas im Jahr 2006. Im Januar 2012 war er Künstler des Monats in der virtuellen Galerie von Klaus Weidner.

Stürmische Zeiten

Die Serie Sturmschäden von 2010 bis 2012 entstand nach den Verwüstungen durch das Sturmtief Xenia. Markus Wilke war 2010 zum ersten Mal in Bad Hersfeld und damals viel in den umliegenden Wäldern unterwegs. Auch hier fing er mit der Kamera Momente ein, die ihm später Anlass zur künstlerischen Auseinandersetzung wurden. Aus diesen Fotos wählt Wilke Ausschnitte, die er später auf seine zumeist zu Diptychen und Triptychen angeordneten Leinwände überträgt. „Es kommt darauf an, eine eigenständige Arbeit zu schaffen. Jedes Bild beim Dreiteiler ist ein Bild für sich", erläutert Wilke. Sehr wichtig ist ihm zu Beginn die Farbanalyse. Im Wesentlichen orientiert der Maler sich beim Auftrag der Farbverläufe auf die Leinwand an der Fotovorlage, nimmt aber Akzentsetzungen vom Original abweichend vor. Der Künstler formuliert es so: „Das Wichtigste ist, dass man richtig los rotzen kann".

In Reih und Glied in leuchtenden Farben

Nachdem sich der Künstler mit den Naturgewalten im Kontext des menschlichen Handelns beschäftigte, kam er Anfang 2013 auch zum Thema Müll. Die Serie „What remains" soll den Prozess der Zerstörung und Transformation verdeutlichen und sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen, die von Selbstportraits des Künstlers komplettiert wird. „Sie sollen einen Bezug zum Künstler herstellen und sind in der privateren Ecke zu finden – beim Friedhof", erklärt der Künstler augenzwinkernd. Einem Friedhof, auf dem die Rot-, Grün- und Gelbtöne der Grabsteine in Reih und Glied - genau wie in Wilkes Städten und Landschaften - greller und leuchtender als ihre Entsprechungen in der Wirklichkeit sind. Schwarz taucht selten auf. Seine Idee, sich mit dieser Ausstellung in Bad Hersfeld zu bewerben, macht Sinn. Sie hat Ortsbezug und ist somit für die Bewohner besonders interessant.

Zu sehen bis zum 31. Mai 2014 in der Galerie im Stift. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 10 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr. (Gudrun Schmidl) +++

Stored Fotos: Gudrun Schmidl

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