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Die Hoaderlumpen unterhielten das Publikum nach dem großen Feuerwerk. -

SINNTAL "Dehamm is dehamm"

Sinntal-Tag zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde

29.04.14 - Till Eulenspiegel kennt das Sinntal aus dem Effeff. Beim Sinntal-Tag anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Gemeinde Sinntal schlüpfte der Neuengronauer Ortsvorsteher Hans-Jürgen Heß in die Narrenrolle und reimte sich was über die zwölf Dörfer zusammen. Da war die Weltschnitzelhauptstadt Jossa, die Brennholz-Metropole Neuengronau, die Sinntaler Festhalle in Breunings, das trübe Wasser im Altengronauer Naturbad, die schlafenden Burgratzen in Schwarzenfels oder das bayerisch-hessische Züntersbach. „In Weichersbach erfahren die Kinder, dass die Kühe nicht lila sind. Wer eine Frau aus Oberzell hat, braucht keinen Hund. In Weiperz hocken die Öbern bei den Önnern und beim Sterbfritzer Windpark weht bald Gegenwind, wenn sich die Bürger einig sind." Da fehlt nur noch Sannerz. Da feiert man bekanntlich laut Gerichtsbeschluss leise, der Abbau der Erddeponie des Tunnelbaus darf dagegen richtig laut vonstatten gehen.

Vielleicht war Eulenspiegels Sicht nur bedingt ortstypisch. Aber des Pudels Kern hat er zum Vergnügen des Publikums beim Bezirksmusikfest in Weiperz, an das sich die Gemeinde mit ihrem Sinntal-Tag geschickt dran gehängt hat, bestimmt getroffen. „Wir wollten zum 40jährigen Bestehen der Gemeinde Sinntal keine steife akademische Feier veranstalten. Vielmehr hatten die zwölf Ortsteile bei den Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des Musikvereins Weiperz viel Publikum, um sich angemessen zu präsentieren."

Ein besonderes Glanzlicht war dabei das große Sinntal-Puzzle, in dem sich die einzelnen Ortsteile mit ihren Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten präsentierten. Es war ein außergewöhnliches Bild, das Bürgermeister Carsten Ullrich gegen Ende des Sinntal-Tages zeigen konnte. Das Wir-Gefühl sei nach 40 Jahren spürbar. Die Ortsteile hätten charmant das gewachsene kulturelle Leben im Ort gezeigt", so der Bürgermeister.

Wie beispielsweise die „senfgelben Säcke" aus Mottgers, die in mudjescher Mundart behaupteten: „Wir sind die besten von den Zwölf, aber leider etwas am Arsch der Welt." Oder die Bloo-Mädels aus Breunings, die als „Nonnen vom Asbach-Kloster" auftraten. Manfred Herbert, Dirigent der Trachtenkapelle Weiperz, hatte den Tiroler Marsch mit einem Text über Weiperz versehen. In Altengronau gibt es ein probates Mittel, um feste zu feiern. Wenn die Hoaderlumpen mit „Dehamm is dehamm" loslegen, ist Feierlaune vorprogrammiert. Weitere Glanzlichter setzten die Präsidentengarde des TV Sterbfritz, die Showtanzgruppen „Young Heart" und „Inspire" aus Jossa, die Schwarzenfelser Kindergartenkinder und der Gemischte Chor aus Oberzell.+++ kel

Das große Sinntal-Puzzle

Die Bloo-Mädels aus Breunings Fotos:Kelkel

Die Mottgerser Senfsäcke


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