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Dirk Hofmann (Freienseen) warnte vor „leeren Versprechungen" und sehr hohen Kosten beim Rückbau - Fotos: als

IMMICHENHAIN Film: „Das geht uns alle an"

Bürgerversammlung rechnet mit Windparks ab

HINTERGRUNDDie Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll plant in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Ottrau und Schrecksbach den Bau eines Windparks. Sechs Windkraftanlagen sollen im Wald zwischen Immichenhain-Hattendorf-Schrecksbach gebaut werden. Am 8. April 2014 stellte die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll an gleicher Stelle das Projekt Windpark vor. Ziel der Energiegenossenschaft ist es, auf den im Regionalplan ausgewiesenen Flächen unter Beteiligung und Mitwirkung der Bürger, das Projekt Windpark zu realisieren. Es soll ein Windpark in der Region und für die Region entstehen. Mit der Planung dieses Windparkprojektes durch die heimische Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll soll auch verhindert werden, dass auswärtige Investoren auf den ausgewiesenen Flächen Windkraft-Anlagen errichten, ohne dass der damit erzielbare wirtschaftliche Nutzen in der Region bleibt, heißt es in einer osthessen-news.de gegenüber abgegebenen Stellungnahme der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll. Das Windpar

16.05.14 - Der Ortsbeirat von Immichenhain (Schwalm-Eder-Kreis) hatte zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Windenergie - Für und Wider eingeladen. Die Versammlung mit über 150 Besuchern avancierte zur inhaltlichen fachlichen Abrechnung über Windparks und Windkraftanlagen Windenergie auf breiter Front. Bereits im Februar diesen Jahres  fand eine  eine ähnliche Veranstaltung im Schützenhaus Hattendorf statt (ON berichtete darüber). In der Diskussion war schon damals die Rede von einem weiteren Windpark im Bereich Immichenhain. Und genau dieser Sachverhalt ist eingetreten. In der Gemarkung Immichenhain soll ein Windpark gebaut werden (siehe Hintergrund).

Ortsvorsteher Michael Kurz hatte zu Beginn deutlich gemacht, dass  Windenergie und Windkraft ein sehr komplexes Thema ist und man seitens des Ortsbeirates  daher eine solche Veranstaltung für richtig erachte. Sozusagen zur Einstimmung auf das, was mit dem Bau  von  Windkraftanlagen alles passieren kann oder passiert, was möglicherweise  die Lebensqualität ganz erheblich beeinträchtigt, was zu gesundheitlichen Schäden führen kann oder führt, wurde  ein Film gezeigt mit Titel: „Das geht uns alle an!". Ein Film, der von Roland Surrey und Katja von Lipinski  im Vorfeld der Erstellung von Windkraftanlagen im Bereich der Stadt Laubach gedreht wurde. Auch die  Referenten Dirk Hofmann (Freienseen) und Dipl.-Ing. Ralph Schmidt (Schotten)  wiederholten im Grunde genommen ihre Vorträge aus der Veranstaltungen in Hattendorf und riefen dazu auf, genau hinzuschauen, was passiert und vor allem was nicht passiert. – Aus direkten Erfahrungen berichteten Anwohner aus Rixfeld und Ruhlkirchen.

Windkraft - Technik und Wirtschaftlichkeit

Neu und in dieser Form  und einzigartig waren die Ausführungen von Dr. Dipl.-Ing. Detlef Ahlborn (Großalmerode), der im Grundsatz die gesamte Energiewende, und den Bau von Windkraftanlagen im Besonderen,  als einen „Schuss in den Ofen" bezeichnete. Hoffentlich ist dieser „Spuck bald vorbei", erklärte Dr. Ahlborn, denn man versündige sich an der Zukunft.  Windparks können keine Versorgungsfragen für den Strombedarf lösen. Strom der produziert wird,  kann nicht einmal lokal verbraucht werden. Die  Landesplanung Hessen in Sachen Windenergie ist  in keinster Weise umsetzbar.  Wir verschenken mittlerweile unsere Stromkapazitäten  in Nachbarländern, um sie dann  wieder  mit Steuergeldern aufzukaufen. Und das ganze nennt sich dann auch Energie-Effizienz. Es werden Natur und Lebensraum vernichtet und die Gesundheit der Menschen geschädigt. Wann erkennt die Gesellschaft endlich den in sich ergebenden Widerspruch der derzeitigen Energiepolitik.

Die Windenergie ist gescheitert. Das waren die Schlagworte  von Dr. Dipl.-Ing. Detlef Ahlborn. Schwere Kritik kam aus seinem Munde. Und er belegte diese Kritik  an der gesamten Energiewende auch konsequent mit Zahlen und Fakten. Strom aus Windenergie macht derzeit nur 1,2 Prozent des Gesamtbedarfes von Strom aus. Und wenn man sich auch noch so anstrenge, eine Steigerung um 100 Prozent erreichen möchte, heiße das nur 2,4 Prozent – und das ist kaum messbar, zeigte Dr. Ahlborn anhand von Grafiken auf. Die besagte Energiewende ist keine Energiewende, sondern eine Stromwende. Der  durch  Windkraft  und Solaranlagen  gesicherte Strombedarf liege bei Null; mit Windkraft wird auch kein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Der wahrscheinlichste Sachstand   eines Windparks sei der Stillstand. Denn die meiste Zeit stehen Windräder einfach still, sie sind nicht abgeschaltet, sondern es fehle der Wind. An 120 Tagen im Jahr sei dies der Fall; die Leistung liege unter 120  kW.  Damit einher gehe der nunmehr diskutierte  Bau von Starkstrom-Leitungen. Hier werde Strom-Müll weitergeleitet. Und Dr. Detlef Ahlborn ging auch  die gesamte Energiewende-Diskussion  politisch an. 20 Milliarden Euro im Jahr koste den Steuerzahler  das EEG; 20 Milliarden Euro, die der Binnen-Nachfrage entzogen werden für eine Maßnahme, die sich nicht rechnet und die Landschaft und Natur verschandelt und die Menschen gesundheitlich schädigt. Dr. Detlef Ahlborn kritisiert auch den BUND, der mittlerweile zum Befürworter von Windkraftanlagen geworden sei. Wir müssen anfangen uns gegen den Gigantismus der Energiewende  politisch energisch zur Wehr zu setzen, forderte Dr. Detlef Ahlborn, einst CDU-Mitglied.

Die Energiewende sei schon lange gescheitert, sagte Dr. Detlef Ahlborn zum Ende seiner  umfangreichen Ausführungen. Dabei zitierte er  Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), der vor Vertretern der Wirtschaft in Kassel am 17.4.2014 (!) u.a. gesagt habe: „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht". Die Wahrheit ist, dass  wir auf allen Feldern  die Komplexität  der Energiewende unterschätzt haben".  Der  Satz von  Reinhold Messner Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur" beendet das Referat.

Es gab großen Applaus für diesen Vortrag. Auch von Landrat i.R. Rudolf Marx (Romrod), der in einem eigenen Statement verdeutlichte, dass er für Klimawandel und erneuerbare Energien sei, aber 50 Jahre Atomkraft hätten nicht so viel Schaden angerichtet wie zehn Jahre Windkraft in der Landschaft  des Vogelsbergkreises und bei dem Menschen. Eine Energieform, die unsere Natur zerstört, darf es nicht geben, so Marx weiter.  Auch Bürgermeister i.R.  Georg Keil  (Ottrau) ging hart ins Gericht mit dem Thema Windkraft und wies auf die gesundheitlichen Schäden durch Infraschall bei den Menschen hin. (als) +++

Alt-Bürgermeister Georg Keil sprach sich ...

Windkraftanlagen im Bereich Immichenhain-Hattendorf-Schrecksbach: Ablehnung ...

Windkraftanlagen haben unsere Landschaft zerstört: ...


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