07.07.14 - Kein Freibier für die Spvgg. Bimbach: Beim Vorbereitungsspiel besiegte Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt die Bimbacher Gastgeber mit 11:0 (6:0). Vor 600 Zuschauern gelang der Spielvereinigung kein Ehrentreffer gegen die Profis. Bitter, denn Fankfurts Trainer Benno Möhlmann versprach dem Kreisoberligisten zwei Kisten Freibier pro Treffer.
Mit dem Abpfiff hatte Mario Martinez das 1:11 auf dem Fuß: Beim Steilpass stand der Bimbacher Stürmer mindestens fünf Meter im Abseits - das Schiedsrichtergespann um Dennis Meinhardt drückte beide Augen zu - doch es hat nicht sollen sein mit dem Gerstensaft. FSV-Keeper Jannis Pellowski ließ sich nicht umkurven und hielt somit die null. "Unser Keeper hatte natürlich bis zum Schluss den Ehrgeiz, ohne Gegentor vom Platz zu gehen und das hat er in der Schlussaktion eindrucksvoll bewiesen", sagte FSV-Coach Benno Möhlmann nach dem Spielende.
Zwei Bimbacher Teams spielten je eine Halbzeit gegen die Profis. In Halbzeit eins konnten das Kreisoberligateam der Spielvereinigung 15 Minuten sicher stehen, bis das Torfeuer des FSV begann. Vor allem mit langen Bällen hinter die Abwehrreihe hatten die Gastgeber so ihre Probleme. Alleine der starken Leistung von Keeper Artur Guzialowski hatten sie es zu verdanken, dass es zum Pausentee "nur" 0:6 stand.
Dann Seitenwechsel und auch Teamwechsel: Eine Bimbacher Auswahl, gespickt mit Spieler aus Müs, Großenlüder, Flieden und Fulda wollte das Ruder in Durchgang zwei rumreißen. "Wir holen jetzt die Eisen aus dem Feuer", scherzte Marcel Martinez, dessen Bruder Mario am Ende noch im Mittelpunkt stehen sollte. Die Auswahl, die so zum ersten Mal zusammenspielte, hielt auch bis zur 62. Minute gut dagegen. Edmond Kapllani war es dann, der mit dem 7:0 den Torreigen für die zweite Hälfte eröffnete. Ganze drei Tore für die Spvgg. Bimbach pfiff Schiedsrichter Dennis Meinhardt wegen Abseitsstellung ab. Auch Marcel Martinez wurde ein Treffer "gestohlen".
"Da haben wir mal richtig schön kombiniert und Fußball gespielt", trauerte er der Situation nach. Manuel Stobbe schickte mit präzise ausgeführten Freistoß Mario Martinez auf die Grundlinie, der wiederum auf seinen Bruder querlegte. "Ob ich im Abseits stand weis ich nicht. Hätte man ruhig laufen lassen können", zwinkerte Marcel Martinez.
Am Ende sahen die 600 Fans nur Frankfurter Tore. Den Deckel auf den ungefährdeten Kantersieg setzte Zafer Yelen vom Elfmeterpunkt. "Wette ist leider Wette", sagte Benno Möhlmann, "leider haben die Bimbacher Jungs kein Tor geschossen, auch wenn es knapp war." Stattdessen hat sich Pechvogel Marcel Martinez bereit erklärt: "Ich habe die größte Chance versiebt - die Kisten gehen auf mich." (Franziska Vogt/ Julius Böhm)
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
Bimbach 1. Halbzeit: Guzialowski - Helfrich, Heil, Deuter, Ebert, Hohmann, Zimmermann, Mario Martinez, Haderer, Übelacker, Studnicka - Grebe, Burhenne, Schmitt.
Bimbach 2. Halbzeit: Halbleib - Riedel, Toni Martinez, Helmer, Büttner, Marcel Martinez, Stobbe, Scherber, Becker, Keller, Omari - Grebe, Richter.
FSV Frankfurt: Pellowski - Schlicke, Beugelsdijk, Konrad, Kauko, Engels, Kapllani, Schembri, Huber, Oumari, Toski - Pirson, Kruska, Ballmert, Azaouagh, Belegu, Heubach, Yelen.
Schiedsrichter: Dennis Meinhardt (Flieden).
Tore: 0:1 Mario Engels (11.), 0:2 Andre Schembri (14.), 0:3 Joan Oumari (20.), 0:4 Edmond Kapllani (21.), 0:5 Mario Engels (33.), 0:6 Edmond Kapllani (45.), 0:7 Edmond Kapllani (60.), 0:8 Zafer Yelen (65.), 0:9 Ahmed Azaouagh (66.), 0:10 Markus Ballmert (72.), 0:11 Zafer Yelen (75., Foulelfmeter).
Zuschauer: 600. +++ 