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Der Mord an der damals 89-jährigen Karola Schmidt in Fulda ist jetzt nach vier Jahren durch eine DNA-Analyse aufgeklärt worden

Hier geschah im Januar 1999 der brutale und grausame Mord....

21.05.03 - Fulda

Mord von 1999 an Karola Schmidt (89) mit DNA-Analyse geklärt

Einer der grausamsten Morde in der Region Osthessen ist nach vier Jahren aufgeklärt worden. Zwei Männer wurden durch DNA-Analysen überführt, im Januar 1999 die damals 89-jährige Karola Schmidt brutal in ihrem Haus in Fulda, Horaser Weg 42, umgebracht zu haben. Lange wurde nach den Tätern gefahndet und mehr als 1.500 Spuren verfolgt. Heute Nachmittag gaben das Polizeipräsidium Osthessen und die Staatsanwaltschaft Fulda ihren Fahndungserfolg bekannt. Mehr Einzelheiten auch über die Identität der "nicht jungen" Täter sollen am kommenden Freitag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

Im Januar 1999 war die zu diesem Zeitpunkt 89-jährige lebende Karola Schmidt tot aufgefunden worden. Sie war an den Folgen der schweren Verletzungen gestorben, die ihr unbekannte Täter zugefügt hatten. Die Täter hatten die allein in ihrem Einfamilienhaus lebende Frau bei einem Einbruch mit Hieben und Tritten misshandelt und mit einem Messer schwer verletzt. Die 89-Jährige lag vermutlich noch fünf Tage hilflos in der Wohnung, bevor sie starb. Die Täter hatten unter anderem das Telefonkabel aus der Wand gerissen, so dass die Frau keine Hilfe rufen konnte.

In den folgenden Monaten ermittelten Staatsanwaltschaft und Kripo Fulda intensiv zur Aufklärung der Straftat und Ermittlung der Täter. Weit über 1.500 Spuren wurden im Laufe der Zeit mit hoher Sorgfalt und großem Zeitaufwand überprüft. Dabei fanden die Beamten heraus, dass die gleichen Täter für die Begehung weiterer abscheulicher Straftaten verantwortlich sein könnten. Dazu gehörte auch das Aufgraben des Grabes einer 98-Jährigen Verstorbenen und Einschlagen des Sargdeckels im Mai 1997 sowie ein Einbruch in die Leichenhalle des Dompfarrlichen Friedhofes in Fulda. Dort öffneten die Täter mit Gewalt einen Kühlraum und entkleideten die Leiche einer 75 Jahre alten Frau. An den Tatorten fanden die Beamten jeweils DNA-Spuren der beiden Männer. Von einem gestohlenen Batterie-Ladegerät fehlt bis heute jede Spur. Wegen der "Friedhofs-Taten" hielten sich in Fulda lange Zeit Gerüchte, dass die Täter aus "Satanisten-Kreisen" kommen oder Anhänger von schwarzmagischen bzw. Hexen-Praktiken sein könnten.

Ein wichtiges Augenmerk legten die Ermittler auf die Sammlung und Auswertung von DNA-Proben. Mehr als vier Jahre nach dem grausamen Verbrechen sind diese Auswertungen zwei Männern zum Verhängnis geworden. Gegen beide erließ das Amtsgericht Fulda Haftbefehl. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Wie ein Polizeisprecher gegenüber "Osthessen-News" erklärte, sei dies "kein Zufallsfund" gewesen, sondern das Ergebnis der akribischen Arbeit der Kripo. Diese sei "ständig am Ball" geblieben und habe den möglichen Verdächtigenkreis immer wieder erweitert - bis die mutmaßlichen Mörder "ins DNA-Netz gingen". +++


Das "Mordhaus" heute - es ist inzwischen verkauft und wird zur Zeit renoviert und umgebaut ...

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