Osthessen Sport
Auf den Kreuzbergschanzen fand der 16. Kreuzberg-Pokal statt. Fotos: Barbara Enders

10.09.2019 - BISCHOFSHEIM (RHÖN)

Fröhliches Schanzenfest der Springerfamilie

16. Kloster Kreuzberg-Pokal in der Kreuzbergarena

Tradition pur in der Rhöner Kreuzbergarena. Zum 16. Mal fand auf den alt ehrwürdigen Skisprungschanzen der Kloster Kreuzberg-Pokal statt. Dabei geht es mehr als nur um den sportlichen Erfolg, denn die einzelnen Athleten bilden eine große Springerfamilie und somit tragen alle einen Teil zum fröhlichen Schanzenfest bei.

Teilnehmer aus sieben verschiedenen Bundesländern zählte der stellvertretende Landrat Peter Suckfüll bei seinem Besuch des Skispringens um den Kloster Kreuzberg-Pokal auf den Kreuzbergschanzen. Da er das erste Mal in der Kreuzbergarena einem Wettkampf beiwohnte, gönnte er sich den steilen Aufstieg bis zum Startbakken der K 50-Schanze. Unterwegs trug er einem jungen Athleten sogar für einige Meter die langen Sprungskier, durfte dies aber nur für die Strecke im Wald tun. "Mehr ließ der sportliche Ehrgeiz des Jungen wohl nicht zu", berichtete Suckfüll hinterher respektvoll mit einem Schmunzeln. 

Anna Chlebowy vor dem Start auf ...

Einer, der es wissen will: Thomas ...

Johannes Horschel (2. v. r.) springt ...

Maximilian Ehrenreich auf der K16.

Louis von Rosen auf der K16, ...

Janis Kansog auf der K30.

Tim Dickas auf der K50.

Stolze Überflieger: Heiko Hackl (WSV Harzgerode) ...

Michael Beer, Vorsitzender des RWV Haselbach ...

Der Sommerskisprung lockte an dem Spätsommertag viele Besucher an die Kreuzbergschanzen, auf denen 79 Sportler ihr Können zeigten. Mit den Jüngsten der Jahrgänge 2011 bis 2015 starteten die Wertungssprünge auf der K 5. Acht Rhönadler flogen über die Schanzentische, unter ihnen auch der Trainer Maximilian Lange (RWV Haselbach), der sich mit seinen Schützlingen über schöne Podestplätze freuen konnte.

Tim Dickas (RWV Haselbach), der in einer stark besetzten Startklasse antreten musste, hatte Pech. Bei seinem ersten Sprung auf der K 50 erreichte er eine Weite von beachtlichen 49 Metern, die außer ihm in seiner Startklasse S13m nur noch Nando Riemann (WSV Braunlage) und Louis Günther (TSG/WSC 07 Ruhla) sprangen, die damit schließlich auch Platz eins und zwei belegten. Bei seinem zweiten Sprung stürzte Dickas jedoch und landete aufgrund des kurzen Sprunges und der schlechten Haltungsnote im hinteren Feld. Den Sturz überstand er zum Glück unbeschadet.

Tagesbestleistung gewinnt

Der Sieger schlechthin war Heiko Hackl (WSV Harzgerode/Startklasse Junioren J19 – H29), der mit den weitesten Sprüngen des Tages und guten Haltungsnoten mit 244,2 Zählern mit Abstand die beste Punktzahl erreichte. Bei seinem ersten Sprung auf der K50 legte er gleich mit 54 Metern vor, um beim zweiten Versuch noch einmal einen halben Meter drauf zu legen. Dem Tagessieger musste sich auch Maximilian Lange (RWV Haselbach) geschlagen geben, der auf seiner Hausschanze mit 50 Metern und 49,5 Metern die zweitbesten Weiten des Tages sprang. Den aktuellen Sommer-Schanzenrekord mit 55,5 Metern aus dem Jahre 2017 hält immer noch Seokjae Hwang (WSV Brotterode), der dieses Jahr allerdings nicht am Start war.

Von einem, der es weiß und einem, der es wissen wollte

Einer, der es wissen wollte, war Thomas Diek (TSG/WSC 07 Ruhla). Er hat erst vor fünf Jahren mit dem Sprunglauf begonnen, kam gerne zum Wettkampf auf die Kreuzbergschanzen und flog über die K30. Vor dem Wettkampf erzählte der 44-jährige, dass das für ihn ein Versuch sei, wenn er gelänge, würde er sich künftig auf größere Schanzen wagen. Der Versuch glückte und sicherlich wird er im nächsten Jahr auf der K 50 antreten.

Einer, der es genau weiß, ist Johannes „Hannes“ Orschel (Tabarzer SV), seit Jahren gerne gesehener Sportler auf der Kreuzbergschanze und Vorbild für die jungen Teilnehmer. Er wird heuer 70 Jahre alt und dieser Wettkampf ist für ihn der letzte auf einer K50-Schanze, wie er vor dem Springen berichtete. Auf der K 30 der Kreuzbergschanzen wird er nicht mehr springen, "da gibt es bei mir zuhause Anlagen, zu denen die Anfahrt kürzer ist", erklärte er fast bedauernd. "Man muss wissen, wann es gut ist", kommentierte er letztlich und ließ sich auch nicht mehr von seinem Freund Frank Schilling (Suhler Ski- und Wanderfreunde) überreden, der mit ihm dieses Jahr noch zu einem Springen nach St. Petersburg fahren wollte.

Erfolgreicher Einsatz neuer Technik

Für den Ausrichter des Wettkampfes, RWV Haselbach, war die Veranstaltung in mehrfacher Hinsicht sehr erfolgreich. Die zahlreich teilnehmenden Sportler hatten dieses Mal ein erfreulich großes Publikum und der RWV setzte zum ersten Mal Datenterminals für die Weitenmesser und Wertungsrichter ein. Die schnelle Datenübertragung ermöglichte es, nur wenige Minuten nach dem Wettkampfende die Ergebnisse des Springens zu präsentieren. Als Sahnehäubchen setzte das für Sonntag vorher gesagte Regenwetter erst nach Ende der fröhlichen Siegerehrung am Fuße der K50 ein. (Barbara Enders) 

Alle Ergebnisse finden Sie auf auf www.rwv-haselbach.de. +++

                    

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