In der Bildmitte Goldmedaillen-Gewinnerin Natascha Hiltrop, links Park Jinho (Süd Korea) und rechts Iryna Shchetnik (Ukraine) Foto: picture alliance / Xinhua News Agency / Xiong Qi

06.09.2021 - TOKIO / HERINGEN (W.)

Zum Abschluss Weltrekord in der Quali

Natascha Hiltrop aus Lengers trägt deutsche Fahne bei den Paralympics

Am letzten Wettkampftag der Paralympics in Tokio sichert sich Natascha Hiltrop aus Heringen (Werra) Platz fünf im Mixed mit dem Kleinkaliber liegend (R6). In der Qualifikation erreichte sie sogar einen neuen Weltrekord. Nach Gold im Luftgewehr liegend (R3) und Silber im Dreistellungskampf der Para Sportschützinnen (R8) verfehlte sie bei ihrer dritten Finalteilnahme in Tokio nur knapp ein weiteres Edelmetall.

"Mit dem Weltrekord in der Qualifikation bin ich super zufrieden. Im Finale wollten die Zehner dann nicht so richtig in die Mitte. Aber über die Endbilanz von zwei Paralympics-Medaillen freue ich mich natürlich sehr", sagte die 29-Jährige kurz nach ihrem Wettkampf auf der Asaka Shooting Range: "Das alles war nur durch die Unterstützung von Verwandten und Bekannten möglich. Zudem haben die Trainer eine super Leistung abgeliefert. Auch unser Physiotherapeut hat mich gut hinbekommen." Mit einem neuen paralympischen Qualifikations-Weltrekord (627,7 Ringe) dominierte Hiltrop die Konkurrenz in der Vorrunde des Wettbewerbs deutlich. Im Finale, in dem es wieder bei Null losging, startete Hiltrop durchwachsen. In der Eliminierungsrunde, in der nach jeweils zwei Schüssen der Letztplatzierte ausscheidet, stabilisierte sie sich zwar, konnte aber mit niedrigen Zehnerwertungen diesmal nicht um die Medaillen mitschießen. In der Eliminierungsrunde erreichte sie insgesamt 186,6 Ringe. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich schließlich die Slovakin Veronika Vadovicova (249,9 Ringe) gegen die Schwedin Anna Norman (2248,5 Ringe) durch. Vadovicova erzielte damit einen neuen paralympischen Rekord in dieser Klasse.

Die nun dreifache Medaillensiegerin im Para Sportschießen, Natascha Hiltrop, wird die deutsche Mannschaft bei der Abschlusszeremonie der Paralympics heute Abend ins Olympiastadion von Tokio (13 Uhr Mitteleuropäische Zeit) führen. Für den Bundestrainer ein perfektes Ende: "Mit Natascha als Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier der Paralympics, schließt sich für uns der Kreis sehr erfolgreicher Wettkämpfe."

Die bislang zweifache Medaillengewinnerin im Para Sportschießen, Natascha Hiltrop, wird die deutsche Mannschaft bei der Abschlusszeremonie der Paralympics ins Olympiastadion von Tokio führen. Für die Sportschützin geht damit nach Gold und Silber ein weiterer Traum in Erfüllung. Übrigens: Eine Goldmedaille hatte das Team zuletzt im Jahr 2004 in den Paralympics gewonnen. Damals gewann Manuela Schmermund die Goldmedaille. Sie wohnt ebenfalls in Osthessen, in Mengshausen (Niederaula, Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und ist in der Schützengilde Mengshausen aktiv.

"Es ist eine absolute Ehre für mich"

"Es ist eine absolute Ehre für mich, die Fahne ins Stadion tragen zu dürfen. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass die Wahl auf mich fällt. Daher freut es mich umso mehr", sagt die frischgebackene Paralympics-Siegerin. Nach insgesamt zwölf Wettkampftagen wird sie das deutsche Team am kommenden Sonntag als Fahnenträgerin ins Olympiastadion von Tokio führen. Für Bundestrainer Rudi Krenn ist es nicht nur eine persönliche Auszeichnung für Hiltrop, sondern auch für ihren Sport: "Es ist für das Para Sportschießen von ungemeinem Wert, dass Natascha die deutsche Fahne tragen darf. Sie hat so die Möglichkeit, ihre Sportart auf der größtmöglichen Bühne zu repräsentieren. Besser geht es nicht."

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher, ist von der Wahl Hiltrops als Fahnenträgerin der Abschlussfeier in Tokio begeistert. "Natascha Hiltrop ist durch ihre bescheidene Art sowie ihre hochprofessionelle Einstellung zum Leistungssport ein tolles Vorbild für den deutschen Para Sport-Nachwuchs. Mit ihren historischen Erfolgen bei den diesjährigen Paralympics hat sie es sich zudem auch auf sportlichem Wege mehr als verdient, unsere Mannschaft bei der Abschlusszeremonie anzuführen", sagt Beucher. (Niklas Klütsch/pm/hhb) +++

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