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HESSEN STATISTIK

Ausländische Bevölkerung in Hessen um acht Prozent gestiegen

21.04.16 - Zum Jahresende 2015 lebten in Hessen knapp 929 600 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach Auswertung des Ausländerzentralregisters (AZR) des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge mitteilt, waren das 68 400 oder knapp 8 Prozent mehr als am Jahresende 2014. Ausschlaggebend für den Anstieg der ausländischen Bevölkerung in Hessen war der bis zum 31.12.2015 im AZR registrierte Nettozuzug aus dem Ausland von gut 78 000 Personen. Dieser Saldo setzte sich zusammen aus 144 400 Zuzügen aus dem Ausland und 66 400 Fortzügen ins Ausland sowie Abmeldungen von Amts wegen. Weiterhin gab es eine Nettoabwanderung in andere Bundesländer (minus 400) sowie einen Geburtenüberschuss in Höhe von 3100 Personen. Außerdem wurden die Daten von 12 200 Personen (überwiegend wegen ihrer Einbürgerung) aus dem Register gelöscht.

Woher stammen die Ausländerinnen und Ausländer?
75 Prozent (694 700) der in Hessen registrierten ausländischen Bevölkerung waren Europäerinnen und Europäer (einschließlich Türkinnen und Türken). Darunter befanden sich 432 600 aus den Staaten der Europäischen Union; deren Anteil an der ausländischen Bevölkerung insgesamt in Hessen lag bei rund 47 Prozent (2014: 47 Prozent). 141 100 der in Hessen lebenden Ausländerinnen und Ausländer stammten aus Asien, 58 100 aus Afrika und 28 600 aus Amerika. Aus Australien/Ozeanien stammten 1200 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger und weitere 5900 Personen waren staatenlos oder mit ungeklärter Staatsangehörigkeit.

Unter den Personen mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit bildeten türkische Staatsangehörige mit 157 800 die weitaus größte Gruppe, vor Personen aus Polen (78 100) und Italien (70 800). Danach folgten Ausländerinnen und Ausländer aus Rumänien (47 200), Kroatien (43 100), Griechenland (33 900) und Bulgarien (31 700) vor Serbien (24 500), Spanien (24 300) und Syrien (22 200). Der stärkste Zuwachs innerhalb Jahresfrist war bei Personen aus Syrien (plus 13 900), Rumänien (plus 7900), Afghanistan (plus 5600), Polen (plus 4900), Kroatien (plus 4800) und Bulgarien (plus 4700) zu beobachten.

Aufenthaltsdauer
553 600 oder rund 60 Prozent der Ausländerinnen und Ausländer lebten seit mindestens 8 Jahren in Deutschland, darunter gut 352 500 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger mit einer Aufenthaltsdauer von 20 Jahren oder mehr. Methodische Hinweise Die vom AZR ausgewiesene Nettozuwanderung aus dem Ausland in Höhe von 78 000 Personen liegt unter dem entsprechenden Wert der Schnellschätzung der Außenwanderungsstatistik (95 000 Personen). Die Gründe dafür sind, dass Ausländerinnen und Ausländer bei kurzer beabsichtigter Aufenthaltsdauer nicht ins AZR aufgenommen werden, in der Wanderungsstatistik aber erfasst sind (z. B. ausländische Saisonarbeitskräfte) oder bei mehrfachen Ein- und Ausreisen mehrfach in der Wanderungsstatistik erfasst werden. Es muss davon ausgegangen werden, dass sowohl die Ergebnisse der Wanderungsstatistik als auch die der Ausländerstatistik für 2015 das tatsächliche Geschehen untererfassen, da nicht in allen Fällen von einer zeitnahen Registrierung der Zugezogenen ausgegangen werden kann. +++


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