HANAUTäter festgenommen

Mutige Zeugen verhinderten Raubüberfall auf Juwelier

12.10.16 - Am 1. September kam es in der Hanauer Innenstadt zu einem aufsehenerregenden Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft (wir berichteten darüber). Zwei Täter sollen die alleine in den Verkaufsräumen anwesende Geschäftsinhaberin überfallen, mit einer Schusswaffe bedroht und auf sie eingeschlagen haben. Gleichzeitig sollen sie versuchten haben, die Vitrinen zu zerstören und den Schmuck zu rauben. Durch den Lärm des Überfalls wurde zunächst der Zeuge S. auf das Geschehen aufmerksam. Dieser bat einen zufällig vorbeikommenden Passanten die Polizei zu alarmieren, während er selbst den weiteren Ablauf in dem Juweliergeschäft im Blick behielt.

Als die beiden Räuber dann aus dem Geschäft stürmten, verfolgte sie nicht nur der Zeuge S., sondern auch zwei weitere junge Männer, die den Überfall ebenfalls mitbekommen hatten. Die drei Zeugen verfolgten die flüchtenden Täter zu Fuß quer durch die Innenstadt bis auf das Gelände des Klinikums. Dabei teilten sie der Polizei mehrfach den aktuellen Standort mit, was schließlich zur Festnahme der Verdächtigen führte. Für die Polizei ist besonders bemerkenswert, dass es dem Zeugen Wael A. H., einem 21 jährigen Syrer, trotz geringer Sprachkenntnisse gelang, die eintreffenden Beamten auf sich aufmerksam zu machen und ihnen gemeinsam mit seinem Freund, einem 19-jährigen Hanauer mit jordanischem Migrationshintergrund, das Versteck der Tatverdächtigen zu zeigen. Bei der Festnahme der Verdächtigen konnten die Ordnungshüter auch wichtige Beweismittel sicherstellen.

Auf Antrag der Hanauer Staatsanwaltschaft ordnete ein Ermittlungsrichter schließlich Untersuchungshaft gegen die beiden 32 und 20 Jahre alten Männer aus Litauen an. Sie müssen mit langjährigen Haftstrafen wegen schweren Raubüberfalls rechnen. Die Führung der Hanauer Polizei bedankte sich jetzt in einer Feierstunde bei den Zeugen für ihr herausragend couragiertes und überlegtes Handeln mit Belobigungen und einem kleinen Präsent. Die Zeugen hatten laut Polizei alles richtig gemacht: Sie hatten sehr gut beobachtet, sofort die Polizei verständigt, dann die fliehenden Männer in einem Abstand verfolgt, der sie selbst nicht direkt gefährdete, und die Beamten schließlich zu deren Versteck geführt.+++




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