18.03.17 - BAD HERSFELD

Zwei Tage großes Interesse

68 Aussteller baggern um Nachwuchs - Ausbildungsmesse in Schilde-Halle

Der Schulabschluss steht kurz bevor und damit rückt die Berufswahl immer näher. Viele Schülerinnen und Schüler und junge Erwachsene wissen allerdings nicht, welcher Beruf am besten zu ihnen passen würde. Zugegeben, die große Auswahl an verschiedenen Ausbildungsberufen und Studienmöglichkeiten macht die Entscheidung nicht gerade einfach. Durch den Besuch einer Ausbildungsmesse können sich die jungen Menschen einen Überblick über vorhandene Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten verschaffen. Dazu bietet am Freitag und Samstag die Ausbildungsmesse "Berufe zum Anfassen" in der Schilde-Halle in Bad Hersfeld die beste Gelegenheit.

Fotos: Gudrun Schmidl


Wissen über Berufe und Perspektiven in der Region zu vermitteln und damit die für die Zukunft wichtige Entscheidung für die Zielgruppe zu unterstützen, war von Beginn an das Ziel der Bad Hersfelder Ausbildungsmesse. Seit 2008 initiiert und organisiert die SRH Bad Hersfeld unter der Federführung von Lars Ullrich die Ausbildungsmesse, unterstützt durch regionale Partner wie der Landkreis Hersfeld-Rotenburg, die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, die Industrie und Handelskammer Kassel und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.


In diesem Jahr nutzen 68 Aussteller aus Industrie, Handel, Dienstleistungen und Handwerk sowie Hochschulen und Fachhochschulen die Möglichkeit der Präsentation auf zwei Etagen in der Schilde-Halle. International vertretene Unternehmen der Industrie wie zum Beispiel die Kali und Salz GmbH Werk Werra, die Continental Automotive GmbH, die Grenzebach BSH GmbH, die TROX TLT GmbH, GLS Neuenstein oder die STRABAG AG sind ebenso vertreten wie regionale Ausbildungsbetriebe aus den unterschiedlichsten Berufssparten. „Seid schlau. Kommt zu Bickhardt Bau!“ bewirbt das Kirchheimer international erfolgreiche Unternehmen künftige Azubis als Hochbaufacharbeiter, Bauzeichner oder Straßenbauer, denen „gute Knete“ versprochen wird.

Landschaftsgärtner gesucht. Der Familienbetrieb Zilch ...


Wer mit Zahlen umgehen kann, interessiert sich vielleicht für einen kaufmännischen Beruf. Die Steuerberaterkammer Hessen, die AOK Hessen, die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg, der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg und vielen weitere Unternehmen sind die richtigen Ansprechpartner auf der Ausbildungsmesse. Auch das Polizeipräsidium Osthessen, das Hauptzollamt Gießen, die Bundespolizei und die Bundeswehr sind vertreten, um über ihre Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Die Technische Hochschule Mittelhessen als regionale Hochschule präsentiert ihr Studien- und Bildungsangebot.


Das Handwerk und die Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg präsentieren sich mit den verschiedenen Berufen wie Steinmetz, Bäcker oder Fleischer, die nicht zu den attraktiven Ausbildungsberufen zählen. Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Das ist kein Wunder. Die Schülerinnen und Schüler können wählen, sie werden inzwischen auf dem Ausbildungsmarkt regelrecht umworben. Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, stellt jedoch eine gewisse Sorglosigkeit bei den Schülerinnen und Schülern fest, die sich darauf verlassen und denken: "Ich komm schon unter". Eine Schülergruppe, die die Fröbelschule besucht und ganz stolz auf ihren angestrebten Hauptschulabschluss verweist, ist mit ganz präzisen Vorstellungen auf der Messe unterwegs auf der Suche nach Ausbildungsplätzen im vielfältigen Angebot der handwerklichen Berufe.

Nach Unterzeichnung der Kooperation Olov ...


Der Besuch der Ausbildungsmesse bietet tatsächlich ohne große Umwege oder Schwellenangst die Möglichkeit, den persönlichen Erstkontakt mit Unternehmen oder Studienberatern herzustellen. Während des Gesprächs können alle Fragen gestellt werden. Das fällt umso leichter, wenn etwa gleichaltrige Auszubildende aus den Firmen als Gesprächspartner zur Verfügung stehen, die aus ihrem Arbeitsalltag erzählen. Dazu gehört ein künftiger Altenpfleger, dem es sichtlich Freude macht, alte Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Oder der junge Mann, der sich trotz der unattraktiven Arbeitszeiten für den schönen Beruf des Bäckers entschieden hat und mit Schülerinnen und Schülern gleichermaßen das Formen von Brezeln übt.

Schulleiter Karsten Backhaus und Waldemar ...


Auch das Gesundheitswesen und die Hotellerie müssen besonders intensiv um Nachwuchs werben. Eltern, die den beruflichen Einstieg ihrer Kinder aktiv begleiten wollen, sind auf der Ausbildungsmesse Bad Hersfeld herzlich willkommen. Neben den „Berufen zum Anfassen“ gibt es auch Informationen und Tipps rund um das Thema Bewerbung und Vorstellungsgespräch sowie über Praktikumsmöglichkeiten zur beruflichen Orientierung. Die praktischen Aufgaben, die von vielen teilnehmenden Unternehmen angeboten werden, können dabei helfen, die Berufsentscheidung in die richtigen Bahnen zu lenken. Unter Aufsicht können Interessierte die praktischen Fertigkeiten, die ein Beruf erfordert, kennen lernen.

Thorsten Sindel vertritt die Firma Bickhardt-Bau


Lars Ullrich freut sich über die sehr hohe Resonanz der Schulen im Kreisgebiet. Selbst über die Kreisgrenzen hinaus hat die Strahlkraft der Ausbildungsmesse Interesse geweckt. Rund 1000 Schülerinnen und Schüler haben sich zum Messebesuch angemeldet, dazu gehören Schülergruppen aus Eschwege, Sontra, Melsungen und aus verschiedenen Gemeinden in Thüringen. Vorab wurde der umfangreiche Ausbildungs- und Messekompass zur intensiven Vorbereitung kostenfrei in den angemeldeten Klassen verteilt, der die Lehrkräfte bei ihrer Arbeit zur beruflichen Orientierung ihrer Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und der Region unterstützt.


In den letzten Jahren blieb die Besucherzahl relativ konstant bei durchschnittlich 2500. In diesem Jahr rechnet Lars Ullrich mit deutlich mehr jungen Interessenten.
Die zweitägige Ausbildungsmesse „Berufe zum Anfassen“ ist heute noch bis 15.30 Uhr geöffnet und am Samstag, 18. März, von 9.30 bis 15.00 Uhr. Ein Besuch lohnt sich. Für alle Ausbildungs- und Bildungsinteressierten und auch für Menschen, welche sich in der Region beruflich integrieren wollen. (Gudrun Schmidl) +++




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